Fußball: Wachtendonk zeigt Willen in Tönisberg

Fußball : Wachtendonk zeigt Willen in Tönisberg

Im Kellerduell der Fußball-Landesliga siegt der TSV mit 1:0 gegen einen schwachen VfL. Die Roten zeigen gute Ansätze.

Das Dampfablassen hat offenbar geholfen. Zumindest präsentierten sich die Wachtendonker beim Fußball-Landesligaduell in Tönisberg ganz anders als noch zuletzt gegen Nettetal. Zwar knisterte es zwischen den Roten noch immer ein wenig auf dem Platz, dennoch war vor allem positive Energie zu spüren. Es wurde sich gegenseitig aufgebaut, dirigiert und nach vorne gepeitscht. Nach der desaströsen Leistung vergangene Woche haben die Wachtendonker nun offenbar wieder den Kampf angenommen. "Noch sind fünf Spiele zu absolvieren", sagt TSV-Trainer Frank Goldau, der sonst betont, dass der Klassenverbleib eigentlich abgeschrieben ist, um seinen Spielern den Druck zu nehmen.

Das gelang. Allerdings fehlt es seiner Elf derzeit an genügend Selbstvertrauen. Vor allem Michael Funken, der sich gute Chancen erarbeitete, jedoch vor dem gegnerischen Kasten dann sehr unsicher wirkt. Zu Torabschlüssen kommt er seltener, vor allem wartet er lieber auf einen Mitspieler, um noch einmal quer zu passen, anstatt es selbst zu versuchen. Gefährlicher waren da Krisha Penn und Tim Harmes, die oftmals nur mit Fouls gestoppt wurden. Und so sorgte Penn bereits nach wenigen Minuten für den 1:0-Führungstreffer, der letztlich auch den Endstand bedeutete.

"Mit dem 1:0 im Rücken war auch plötzlich das Selbstvertrauen wieder da", sagt Goldau. Wachtendonk dominierte nun die Partie, von Tönisberg kam nur wenig. Weitestgehend befanden sich die Roten dauerhaft in der gegnerischen Hälfte. Der TSV spielte sehr offensiv und druckvoll. "Ich habe auf ein 4-3-3-System umgestellt", erläutert Goldau. "Das haben die Jungs sehr gut umgesetzt und immer wieder nach vorne geschoben. So kamen wir allein in Halbzeit eins zu vier bis fünf Abschlüssen." Als dann auch noch der Tönisberger Tobias Gorgs beim groben Foul gegen Sascha Simrodt Rot sah, kam von den Gastgebern nur noch wenig.

Im zweiten Durchgang wurde die Partie etwas fahriger. "Meine Jungs hatten offenbar Angst zu gewinnen", sagt der Wachtendonker Coach. So spielte der TSV nicht mehr so konsequent weiter, sondern ließ die Tönisberger phasenweise wieder besser ins Spiel finden. Zwar hatten die Gastgeber weiterhin wenig zu bieten - abgesehen von einem sehenswerten Freistoß ins rechte Eck, den Bergner mit einer guten Parade zur Ecke lenkte. "Bei Standards war der VfL gefährlich, allerdings nur bei Standards", sagt Goldau.

So erkämpften sich die Wachtendonker noch die eine oder andere dicke Möglichkeit, ließen diese jedoch letztlich ungenutzt. Durch den Sieg und der gleichzeitigen Niederlage der Süchtelner kletterte der TSV nun erneut auf Rang zwölf und befindet sich derzeit vier Punkte hinter Relegationsplatzinhaber Tönisberg. Der VfL verpasste somit, sich ein weiteres Stück von den direkten Abstiegsplätzen zu entfernen.

(RP)