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Lokalsport: Von Zugverspätungen und "Papier-Holländern"

Lokalsport : Von Zugverspätungen und "Papier-Holländern"

Referent Werner Schoofs bot den Fußballfreunden in der "Alten Schmiede" in Weeze beste Unterhaltung.

Die deutsche Nationalmannschaft mit ihren aktuellen Spielern dürfte jedem Fußballfreund mehr oder weniger bekannt sein. Ebenso berühmt sind die "Legenden" von einst. Von den "Skurrilen Geschichten rund um die Fußball-Nationalmannschaft", die der Weezer Werner Schoofs jetzt in der "Alten Schmiede" präsentierte, hatten aber selbst die eingefleischtesten Fans in der Regel noch nichts gehört.

Der Referent hatte das traditionsreiche Gebäude vorher passend mit Fantrikots, Schals, alten Zeitungsausschnitten und Dokumenten dekoriert. Trikots hingen aber nicht nur an der Wand, sondern wurden auch von vielen Besuchern getragen, die damit dem Wunsch von Werner Schoofs folgten. Mit einem kalten Getränk machten es sich die Zuschauer gemütlich und ließen sich von den Geschichten und Anekdoten unterhalten.

Schoofs begann seinen Vortrag passenderweise mit den Anfängen der Nationalmannschaft und dem Fußballspiel in Deutschland generell. Er erzählte zunächst von den aus heutiger Sicht sehr absurden Regeln, nach denen früher noch gespielt wurde. Allgemein gab es viele Geschichten aus den Anfängen der Nationalmannschaft, die so heute wohl nicht passieren würden. So ist die Situation, dass zwei Nationalmannschaften beim Länderspiel kurz vor Anpfiff noch auf einen Spieler warten müssen, der durch Zugverspätungen aufgehalten worden ist, heute kaum noch vorstellbar.

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Aber auch aus späteren Jahren und der Gegenwart hatte Schoofs interessante Details in seinen Vortrag eingebaut. Vor allem kamen originelle Geschichten zur Geltung, die bisher keine große Aufmerksamkeit bekommen haben. Meistens waren diese Erzählungen witziger Natur, wie das kuriose Mysterium um Rainer Bonhofs Nationalität. Es flog nämlich erst spät auf, dass der bekannte deutsche Nationalspieler aus dem rechtsrheinischen Emmerich eigentlich einen holländischen Pass hatte. Nicht alle Geschichten waren dabei jedoch so spaßig, in einigen schwangen auch sehr ernste Töne mit. Insgesamt stand bei der Veranstaltung aber natürlich die Unterhaltung im Vordergrund.

Da passte dann auch der Besuch des "Greenhorns" im Anschluss an den Vortrag. Viele Besucher gingen in das benachbarte Lokal, um dort das Spiel der deutschen Mannschaft gegen Spanien zu verfolgen. Werner Schoofs hat bei der gelungenen Premiere seinen Fundus noch längst nicht ausgeschöpft: "Ich kann mir gut vorstellen, einen weiteren Vortrag zu halten. Dann vielleicht sogar in einem größeren Rahmen."

(RP)