Volleyball-Verbandsliga: Kevelaer dreht Spiel gegen Moerser SC

Auswärtssieg : Kevelaerer SV beweist langen Atem

Volleyball: Die Verbandsliga-Mannschaft des KSV setzt sich beim Moerser SC in fünf Sätzen nach 0:2-Rückstand mit 3:2 (15:25, 12:25, 25:21, 27:25, 15:11) durch. Die Bezirksliga-Reserve verlor hingegen glatt mit 0:3 gegen den Rumelner TV III.

Die Volleyballer aus der Marienstadt gingen als Außenseiter in die Partie gegen den Moerser SC II. Der Tabellenzweite ließ auch von Anfang an keine Zweifel an seiner Favoritenrolle aufkommen. Mit druckvollen Angriff und konsequentem Blockspiel nahm der MSC dem KSV jeglichen Wind aus den Segeln. Insbesondere die beiden WVV-Auswahlspieler Liebisch und Bils zeigten ihre Klasse und dem KSV seine Grenzen auf. Von Beginn an konnte der KSV nur reagieren und einem wachsenden Rückstand hinterherlaufen. Lediglich 15 Punkte im ersten Satz und 12 Punkte im zweiten Satz konnte der KSV auf der Habenseite verbuchen. Im dritten Satz nahm der MSC mit den Spielern Bils und Blum zwei Leistungsträger vom Platz, um auch den Reservespielern Spielzeit zu geben. Zeitgleich stellte aber Heike Thyssen ihre Mannschaft auch um. Mirko Novak wechselte von der Diagonalposition auf die Mitte, Marcel Thyssen übernahm Novaks Position und Robin Broeckmann kam nun über Außen.

Ob es die Rotation des KSV war oder die Wechsel beim MSC, kann man nachträglich nicht mehr sagen, aber der KSV übernahm nun die Spielkontrolle und zog auf 7:1 davon. Davon konnte sich der MSC nicht mehr erholen und musste den Satz mit 21:25 abgeben. MSC-Trainer Chung zog die logische Konsequenz und brachte seine Stammsechs zurück ins Spiel. Diese Sechs konnte nun einen Drei-Punkte-Vorsprung erarbeiten. Allerdings schien der MSC zu sehr von dem Gewinn überzeugt zu sein und verwaltete den Vorsprung nur noch. Der KSV wiederum besann sich seiner kämpferischen Qualitäten und gab keinen Ball verloren. In dieser Spielphase entwickelten sich Szenen, in denen der Ball bis zu acht Mal das Netz überquerte, bevor die Entscheidung feststand. Beim Stand von 24:23 konnte der KSV erstmals die Führung übernehmen. Getragen von einer überragenden Stimmung auf dem Feld wurden die Moerser mit 27:25 niedergerungen. Die jungen, verunsicherten Moerser Spieler konnten sich auch im Tie-Break nicht von dem Satzausgleich erholen und rannten nun ihrerseits immer einem Rückstand hinterher. In dieser Phase waren es dann insbesondere die Matchwinner Robin Broeckmann und Mirko Novak, welche den Sieg mit einem 15:11 im fünften Satz sicherten. Nach diesem verdienten Sieg steht der KSV nun auf dem sechsten Tabellenplatz und kann sich mit einem Sieg im nächsten Heimspiel gegen Rheinkraft Neuss weiter von den Abstiegsrängen entfernen. Trainerin Heike Thyssen genoss den Erfolg ihrer Mannschaft und lobte die geschlossene Mannschaftsleistung und die kämpferische Einstellung.

Kevelaerer SV: Boetselaars, Broeckmann, Derrix, Holtappels, Nobbers, Novak, Ophey, Thyssen, Verhoeven

Bezirksliga 6, Männer: Kevelaerer SV II – Rumelner TV II 0:3 (25:27 22:25 22:25). Viel vorgenommen hatte sich die Zweite Mannschaft vom KSV, die von Nicole Joosten und Grzegorz Pytlik betreut wurden. Als leichter Favorit gegen die Reserve vom Rumelner TV war man in die Heimspielpremiere gegangen. Aber es lief diesmal einfach nicht rund. Der RTV war schon immer einen Schritt weiter, hatte immer die bessere Antwort parat. Letztendlich waren es knappe Sätze, welche aber alle der RTV für sich verbuchen konnte. So gab es eine klare 0:3 Klatsche für den KSV II. In der Zweiten Mannschaft zeigen sich sehr deutlich die Abstimmungsschwierigkeiten, welche sich durch wechselnde Trainingsbeteiligungen ergeben. Individuell gesehen war und ist der KSV bestimmt stärker aufgestellt, kann dieses aber in den Spielen selten so rüber bringen. Das nächste Spiel gegen den MTV Krefeld wird nun schon richtungsbestimmend sein. Mit einem Sieg kann man den Kontakt zur Spitze wieder herstellen. Bei einer Niederlage sitzt man erstmal im Mittelfeld fest.

Kevelaerer SV II: Al Hafez, Broeckmann, Eyll, Hünnekes, Janßen, Kannenberg, Karpachec, Keuler, Nickrandt, Ophey, Peters, Reuters