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Volleyball: VCE Geldern spielt schon am Wochenende nicht

Corona-Lockdown im Amateursport : Volleyball: VCE Geldern spielt schon am Wochenende nicht

Die Damen-Mannschaften des Klubs könnten zwar noch Partien bestreiten. Doch sie haben sich zu einer Absage entschlossen, weil sich viele Spielerinnen beim Sport nicht mehr wohlfühlen.

Der Westdeutsche Volleyball-Verband hatte die Saison zunächst nur bis zum 22. November unterbrochen – und das eigentlich auch nicht richtig. Denn er hatte den Mannschaften erst einmal freigestellt, ob sie ihre angesetzten Partien doch austragen wollen. Der nationale Verband schloss sich dieser Sprachweise dann an. Der VC Eintracht Geldern wird am Wochenende nicht aufschlagen. Die erste Damen-Mannschaft, die in der Regionalliga spielt, hat entschieden, am Samstag nicht zur Begegnung beim TV Hörde II anzutreten. Auch die anderen Teams des Klubs wollen nicht ans Netz.

Die erste Mannschaft hat diese Entscheidung nach einer internen Absprache getroffen. „Es gibt zwar auch Spielerinnen im Team, die gerne die Partie in Hörde noch bestritten hätten. Doch der große Teil der Mannschaft fühlt sich derzeit beim Sport einfach nicht wohl“, sagt Diagonalangreiferin Laura Höing. Schon vor zwei Wochen hätte es Stimmen im Team gegeben, nicht zur Heimpartie gegen den TuS Herten anzutreten. „Doch damals hatten wir noch nicht die Möglichkeit, dass die Mannschaften selbst entscheiden können, ob sie ihre Begegnungen bestreiten wollen oder nicht“, sagt Höing.

Hartmut Harmsen, Vorsitzender des VC Eintracht Geldern, hat Verständnis für die Entscheidung der Sportlerinnen. Er geht nicht davon aus, dass die Saison noch in diesem Jahr fortgesetzt werden kann. „Denn ich glaube nicht, dass die Corona-Fallzahlen bis Ende November so gesunken sind, dass es wieder Grünes Licht für den Amateursport geben wird. Es wäre schön, wenn wir im neuen Jahr schnell wieder spielen könnten“, sagt Harmsen. Er bedauert dies zwar. „Doch so traurig das für uns ist, die Gesundheit geht nun einmal vor. Und deshalb blieb der Politik keine andere Wahl, als den Amateursport erst einmal zu stoppen“, sagt der VCE-Vorsitzende.