Voba-Cup-Viertelfinale nichts für schwache Nerven

Fußball : Viele Tore und zwei Elfmeterschießen

Viertelfinale um den „Voba-Super-Cup“: Der Wettbewerb bietet den Fußballfreunden einmal mehr ein spannendes Spektakel. Klare Siege für TSV Wa.-Wa. und FC Aldekerk. Nervenstarke Kevelaerer. GW Vernum scheitert in Goch.

SV Sevelen – TSV Wachtendonk-Wankum 1:5 (1:1). Am Ende war’s die erwartet glatte Angelegenheit für den Bezirksliga-Titelaspiranten aus Wachtendonk, der den Zuschauern am Koetherdyck speziell in der zweiten Hälfte einige Kostproben seines offensiven Könnens lieferte. Der Gastgeber aus Sevelen durfte nur kurzzeitig auf eine Überraschung hoffen. Der von Gunnar Gierschner trainierte A-Ligist gestaltete das Geschehen auf dem Kunstrasen zunächst ausgeglichen und ging nach 20 Minuten sogar durch Mittelfeldspieler Jens Schwevers in Führung. „In der ersten Halbzeit haben wir vor dem gegnerischen Tor zu umständlich gespielt und einige gute Möglichkeiten ausgelassen“, sagte Peter Streutgens, Sportlicher Leiter des TSV Wa.-Wa. Immerhin reichte es für die Gäste vor der Pause noch zum 1:1, das Sandro Meyer, Neuzugang vom Mönchengladbacher Bezirksligisten Victoria Mennrath, erzielte.

In der zweiten Hälfte deuteten die Wachtendonker Kicker sehr zur Freude ihres Trainers Frank Goldau schon einmal an, wozu sie in der Lage sind. Rene op de Hipt brachte die Gäste in Führung, anschließend schossen Maik Noldes, noch einmal Sandro Meyer und Robin Baumgart ein standesgemäßes Resultat für den Bezirksligisten heraus. „Das Ergebnis geht in Ordnung. Wachtendonk war einfach besser“, zeigte sich Gunnar Gierschner nach der Partie als fairer Verlierer. „Die Leistung unserer Mannschaft hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Jetzt wollen wir natürlich auch in Kevelaer gewinnen und uns für das Endspiel qualifizieren“, sagte Peter Streutgens.

Viktoria Goch II – GW Vernum 5:3 (2:2, 0:0) nach Elfmeterschießen. Beim „Voba-Cup“ gibt’s noch keinen Videobeweis. Ansonsten hätten die Grün-Weißen das Hubert-Houben-Stadion höchstwahrscheinlich als Sieger verlassen. In der 87. Minute flankte Adrian Terhorst in den gegnerischen Strafraum, wo Malte Heitbrede per Kopf zum vermeintlichen 3:2 zur Stelle war. Der Schiedsrichter hatte allerdings etwas dagegen – er hatte den Flankenball im Aus gesehen. „Das war eindeutig nicht der Fall. Deshalb ist es etwas ärgerlich, dass wir ausgeschieden sind. Auf der anderen Seite hätten wir vorher einfach unsere Chancen konsequenter nutzen müssen. Trotzdem Glückwunsch an Goch“, meinte Vernums Obmann Mark van Heekeren, der die Mannschaft am Mittwochabend auch auf der Bank betreute.

FC Aldekerk – TSV Weeze 4:1 (1:0). Der FC Aldekerk präsentiert sich weiter in guter Frühform. Auch gegen Aufsteiger TSV Weeze setzte sich die Mannschaft von Trainer Marc Kersjes am Ende deutlich durch. Schon in den ersten Minuten des Spiels zwei kritische Situationen für die Gäste nach einer elfmeterverdächtigen Situation und einer guten Chance der Gastgeber. Die Aldekerker spielten sehr konzentriert auf. Mit einem Distanzschuss eine Minute vor dem Wechsel sicherte Jimmy Altgen den Platzherren die Pausenführung. Direkt nach der Pause legten die Aldekerker nach, Max Lindemann in der 48. Minute zum 2:0, nur vier Minuten später erhöhte Robert Schmitz auf 3:0. Zwar gelang Weeze durch Timo Valentin (73.) der Anschlusstreffer zum 1:3, kurz darauf stellte Jimmy Altgen den alten Abstand wieder her. „Ich will das Spiel nicht überbewerten, der Aldekerker Sieg ist aber verdient“, sagte TSV-Coach Marcel Zalewski.

Neuzugang Lewis Brempong (rotes Trikot) feierte mit dem TSV Wachtendonk-Wankum einen klaren Sieg am Koetherdyck. Foto: Evers, Gottfried (eve)

Kevelaerer SV - SF Broekhuysen 11:10 (2:2, 1:0) nach Elfmeterschießen. Mit einem Elfmeter in der sechsten Minute, der zur Kevelaerer Führung führte, begann diese Partie. Dass am Ende der regulären Spielzeit noch einige Elfmeter folgen sollten, davon war man zu diesem Zeitpunkt noch weit entfernt. In den ersten 45 Minuten hatten die Gastgeber mehr vom Spiel, die knappe Pausenführung war verdient. Nach der Pause waren dann aber die Gäste das stärkere Team, drehten die Partie bis zur 60. Minute und gingen mit 2:1 in Führung. Doch postwendend gelang den Gastgebern der Ausgleich. „Bis zum Ende der regulären Spielzeit hätten wir aufgrund der klareren Chancen das Spiel für uns entscheiden müssen“, meinte Teammanager Heinz Trienekens von den Sportfreunden. Im fälligen Elfmeterschießen waren die Schützen sehr treffsicher, erst der neunte Elfmeter der Broekhuysener wurde verschossen und ebnete dem KSV den Weg ins Halbfinale.

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