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Viktoria Winnekendonk gewinnt Lokalduell gegen den SV Walbeck mit 3:1

Fußball-Niederrheinliga der Frauen : Spannende Werbung für Frauenfußball

Viktoria Winnekendonk bleibt die Mannschaft der Stunde in der Niederrheinliga. Die Gastgeberinnen setzten ihre Erfolgsserie mit einem 3:1 gegen den Lokalrivalen SV Walbeck fort, der bis zum Schluss ein gleichwertiger Gegner war.

Das Derby der beiden besten Mannschaften im Gelderland war eine echte Werbung für den Frauenfußball. Vor rund 150 Besuchern, darunter unter anderen auch Hermann Tecklenburg, Präsident des Regionalligisten SV Straelen, lieferten sich Gastgeber Viktoria Winnekendonk und der SV Walbeck bis zum Schluss ein packendes Duell.

Am Ende war’s wie so oft im Fußball. Die Mannschaft, die aktuell einen Lauf hat, hatte unter dem Strich das nötige Glück auf ihrer Seite, während das Kellerkind wieder einmal leer ausging. Im heimischen Sportpark setzte die Viktoria ihre beeindruckende Erfolgsserie mit einem 3:1 (1:1) fort. Das Team um Trainer Uli Berns ist nun schon seit neun Begegnungen ungeschlagen und hat in diesem Zeitraum satte 25 Punkte gesammelt. Aktuell gehören die Winnekendonkerinnen zum punktgleichen Verfolger-Quartett (alle 31 Zähler) des souveränen Spitzenreiters FV Mönchengladbach (39). Der SV Walbeck verharrt hingegen mit bislang zwölf Punkten auf einem Abstiegsplatz, sollte sich aber in der am Sonntag gezeigten Form keine allzu großen Sorgen um den Klassenerhalt machen müssen.

  • Eröffnete den Torreigen: Julia Comouth, Kapitänin
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Den besseren Start erwischten die Gäste. Gerade mal sechs Minuten waren gespielt, da erzielte Alina Kostyrok aus kurzer Distanz den Führungstreffer für die Gäste. Doch die Viktoria schüttelte sich nur kurz und setzte den Gegner sofort unter Druck. Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Torjägerin Samira Berns setzte sich in der zwölften Minute auf der linken Seite durch und schloss trocken zum 1:1 ab.

Mit zunehmender Dauer fand Walbeck besser ins Spiel, bei einigen guten Standards fehlte allerdings die Präzession. Alina Kostyrok hatte die Führung (39.) auf dem Fuß, scheiterte aber an der jungen Torhüterin Lisa Hönning. Probleme hatten die Gäste immer dann, sobald die Angreiferinnen der Viktoria ihre Schnelligkeit ausspielen konnten.

Kurz nach dem Wechsel scheiterte Vivian Tepaß zunächst frei stehend an Walbecks Torhüterin Jessica Weber. Doch in der 54. Minute war sie in einer ähnlichen Situation zum 2:1 zur Stelle. Fortan war Spannung und beste Unterhaltung bis zum Schlusspfiff angesagt. Chancen gab’s auf beiden Seiten. Und während der Walbecker Schlussoffensive wurde es für den Favoriten dann noch einmal richtig eng. Erst in der Nachspielzeit traf Samira Berns zum 3:1-Endstand.

„Mein Team hat bis zum Schlusspfiff gekämpft. Ein Punkt wäre verdient gewesen, aber so ist das, wenn man unten steht“, sagte Walbecks Trainer Dieter Blomm. „Nach der Pause war Walbeck gefährlicher, wir hatten einige Male Glück“, so Viktoria-Coach Uli Berns.