Frauenfußball : SV Walbeck verliert knapp, Viktoria hält den Verfolger auf Distanz

Frauenfußball-Niederrheinliga: SGS Essen III – SV Walbeck 1:0 (1:0). Eine Schlüsselszene der Begegnung spielte sich in der 22. Minute ab, als Marie Aengenvoort alleine durch war und Essens Torhüterin den Ball außerhalb des Strafraum mit der Hand abwehrte.

Diese Aktion, die laut Regelwerk mit einer Roten Karte hätte bestraft werden müssen, ließ der Schiedsrichter ungeahndet. Nur fünf Minuten später schossen die Gastgeberinnen das Tor des Tages, als die Walbecker Abwehr einen Moment lang unaufmerksam war. Unter dem Strich wurden die Gäste um den Lohn einer guten Vorstellung gebracht. Das Spiel verlief ausgeglichen, Chancen gab es auf beiden Seiten. Mit hoher Laufbereitschaft und variablem Konterspiel setzten die Walbeckerinnen immer wieder Nadelstiche. Auch die Abwehr um Torhüterin Viola Koblenz ließ nicht viel zu. Mit Carolin Loy und Rebecca Bereths brachte Trainer Rolf Sturme zwei Juniorinnen, die sich nahtlos ins Spiel einfügten. „Schade, wir hätten einen Punkt verdient gehabt“, resümierte Trainer Rolf Sturme, der über die geschilderte Schiedsrichter-Entscheidung sichtlich verärgert war.

SV Walbeck: Koblenz – Patyk, Sturme (81. Pastoors), Cox, Grusa, Aengenvoort, Schmidt (Bereths) Wellmans, Peschges, Juntermanns, Dellen (55. Dellen).

Viktoria Winnekendonk – SV Rees 2:2 (1:0). Die Viktoria eilt unbeirrt in Richtung Meisterschaft. Zwar verpasste der Tabellenführer im Gipfeltreffen mit dem früheren Niederrheinligisten aus Rees die Vorentscheidung im Titelrennen. Doch nach dem Unentschieden thront die Mannschaft weiterhin mit sieben Punkten Vorsprung an der Spitze und hat zudem noch ein Nachholspiel in der Hinterhand.

Ein wenig machte sich die Heimelf das Leben selbst schwer, hatte zunächst Pech, als nach einer Viertelstunde der vermeintliche Führungstreffer nicht anerkannt wurde. So musste es dann Samira Berns richten, die nach einer halben Stunde über die halblinke Position freigespielt wurde und einschoss. Ganz rund lief es für die Viktoria über die 90 Minuten aber nicht, oft zu hektisch und zu ungenau waren die Aktionen nach vorne. Als nach der Pause dann die Abwehr gegen eigentlich recht harmlose Gäste gleich zweimal nicht klären konnte, lag plötzlich der SV Rees mit 2:1 vorne. Zunächst führte ein Handelfmeter in der 58. Minute zum Ausgleich. Nach einer Ecke fiel nur drei Minuten später ein Kopfball fast von der Strafraumgrenze aus ins Winnekendonker Tor – ein mehr als haltbarer Treffer.

„Wenigstens sind wir anschließend noch einmal ins Spiel zurückgekommen“, meinte Viktoria-Trainer Uli Berns. Mit einem Kopfball glich Ramona Kanders in der 72. Minute aus – der Weg zur Meisterschaft führt weiter nur über die Viktoria.

Viktoria Winnekendonk: Waerder – Thyssen, Böhm, Kanders, Tepaß, Selina Berns, Luyven, Rankers (82. Schmidt), Samira Berns, Heilen, Cuppok (90. Schmidtmann).

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