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Fußball: Viel Brisanz im "Gelderland-Klassiker"

Fußball : Viel Brisanz im "Gelderland-Klassiker"

Fußball-Bezirksliga: Gastgeber GSV Geldern träumt vom Aufstieg, Gegner SV Walbeck kämpft um den Klassenerhalt. Am Mittwochabend mussten sich die Sportfreunde Broekhuysen gegen den Hülser SV mit einem 0:0 begnügen.

Die Bezirksliga bleibt unter Hochspannung. Völlig offen ist noch das Rennen um den zweiten Tabellenplatz, der in der Relegation den Aufstieg in die Landesliga ermöglicht. Die besten Chancen besitzen zurzeit der GSV Geldern, der GSV Moers und der TSV Wachtendonk-Wankum. Auf der anderen Seite gilt: Nach wie vor bangt die halbe Liga um den Klassenerhalt.

Sportfreunde Broekhuysen - Hülser SV 0:0. Es war eher magere Fußballkost, die beide Mannschaften den Zuschauern am Mittwochabend im Nachholspiel servierten. In der ersten Hälfte gab's auf beiden Seiten nur eine klare Torchance. In der 17. Minute stand Broekhuysens Schlussmann Marek Schaffers bei einem Schuss aus kurzer Distanz richtig, nach einer halben Stunde hatte Vladimir Schurawlow eine gute Einschussmöglichkeit. Nach der Pause wurde das Spiel nicht wesentlich besser. Die Sportfreunde hatten ein leichtes Übergewicht, vor allem nach Standards wurde es für die Gäste gefährlich. Zu einem Torerfolg reichte es aber letztlich nicht - der Gastgeber verpasste somit den möglichen Sprung auf den zehnten Tabellenplatz.

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"Wir haben uns mehr erhofft, müssen uns aber nichts vorwerfen. Im Moment zählt jeder Punkt", meinte Spielertrainer Sebastian Clarke. Auf sein Team wartet am Sonntag (Anstoß 15 Uhr) im Heimspiel gegen den 1. FC Kleve II die nächste Möglichkeit, die Tabellensituation zu verbessern. Clarke: "Wir freuen uns auf unser erstes Rasenspiel im neuen Jahr und wollen drei Punkte."

Sportfreunde Broekhuysen: Schaffers - Aarts, Gülner (72. Theelen), Schurawlow (80. Sell), Puschenkow, Thyssen, Hornbergs (80. Brimmers), Teegelbeckers, Clarke, Jacobs, Krohn.

GSV Geldern - SV Walbeck (So., 15 Uhr). Zwischen beiden Vereinen besteht schon lange eine sportliche Rivalität, der "Gelderland-Klassiker" ist immer eine brisante Angelegenheit. Das Hinspiel entschieden die Spargeldörfler mit 2:1 für sich und feierten damals nach einer langen Durststrecke am elften Spieltag ihren ersten Saisonsieg. Im neuen Jahr ist der SV Walbeck zwar zum Schreckgespenst der Top-Teams mutiert, steckt aber nach wie vor mitten im Abstiegskampf. Lokalrivale GSV Geldern hat hingegen den Verlust von Torjäger Cristian Voicu ausgezeichnet verkraftet. Die Mannschaft darf vom Aufstieg in die Landesliga träumen. Sicher auch ein Verdienst von Trainer Timo Pastoors, der den "Laden" zusammenhält - aber ausgerechnet am Sonntag verhindert ist. "Der SV Walbeck ist in einer guten Verfassung. Der Ausgang der Partie ist völlig offen", sagt Pastoors, der von Abwehrchef Stefan Maletic an der Linie vertreten wird. Die Mannschaft vom Bergsteg tritt durchaus optimistisch beim Stadtrivalen an. "Ich denke, dass wir gut mithalten können", sagt Trainer Jörg Hegmans.

FC Moers-Meerfeld - TSV Wachtendonk-Wankum (So., 15 Uhr). Der TSV Wachtendonk-Wankum muss die magere Rückrundenbilanz verbessern, um im Rennen um Platz zwei nicht den Anschluss zu verpassen. Die gut zweiwöchige Spielpause kam nicht ungelegen. Der neue Trainer Günter Abel, nutzte die Gelegenheit, sein Team besser kennen zu lernen und die eine oder andere taktische Variante einzustudieren. Nach den beiden 0:2-Niederlagen gegen den GSV Moers und Spitzenreiter Fichte Lintfort dürfte der Auftritt in Meerfeld wegweisend sein. "Natürlich wollen wir nach Möglichkeit wieder punkten. Aber wir machen uns jetzt auch nicht zu viel Druck", sagt Abel.

GSV Moers - DJK Twisteden (So., 15.30 Uhr). Der Aufsteiger wartet im neuen Jahr immer noch auf den ersten Sieg. Gerade einmal drei Punkte in bislang acht Rückrundenspielen haben die DJK Twisteden in eine schwierige Lage katapultiert. Spätestens nach der 1:3-Heimniederlage gegen die Sportfreunde aus Broekhuysen ist die Mannschaft im Abstiegskampf angekommen. Um die nächste Aufgabe sind die Twistedener auch nicht zu beneiden. Beim GSV Moers, der auf eigenem Platz noch ungeschlagen ist, tritt die Mannschaft als krasser Außenseiter an. Zu allem Überfluss ist auch noch Kapitän und Spielmacher Sven Kleuskens verletzt. "Die Bezirksliga ist kein Wunschkonzert. Wir sehen das ganz realistisch und müssen da nun durch", gibt sich DJK-Trainer Andreas Holla kämpferisch.

(ksch)