Volleyball-Regionalliga der Frauen Ein Spitzenspiel voller Höhen und Tiefen

Geldern · Der VC Eintracht Geldern verliert beim SV Blau-Weiß Aasee mit 2:3 und kassiert damit die erste Saisonniederlage. Im vierten Durchgang gibt die Mannschaft den Auswärtssieg aus der Hand.

Trainer Eung-Zoll Chung durfte mit der Vorstellung seiner Schützlinge in Münster nur phasenweise zufrieden sein.

Trainer Eung-Zoll Chung durfte mit der Vorstellung seiner Schützlinge in Münster nur phasenweise zufrieden sein.

Foto: Norbert Prümen

So ganz zufrieden war Eung-Zoll Chung am Ende nicht. „Vorher hätte ich wahrscheinlich für einen Punkt unterschrieben. Doch wenn man das ganze Spiel betrachtet, war hier für uns auch ein Sieg drin“, sagte der Trainer des Volleyball-Regionalligisten VC Eintracht Geldern. Seine Spielerinnen hatten sich soeben in einem phasenweise hochklassigen Spitzenspiel der Vorrunden-Gruppe 2 beim SV Blau-Weiß Aasee mit 2:3 (16:25, 25:19, 25:17, 9:25, 13:15) geschlagen geben müssen. Damit kassierte der amtierende Vizemeister am dritten Spieltag die erste Niederlage. Die Eintracht führt jetzt punktgleich mit dem Gegner aus Münster die Tabelle an – die beiden Gruppenfavoriten haben jeweils sieben Punkte auf ihrem Konto.

Vor dem Gipfeltreffen hatte der erfahrene Coach kein gutes Gefühl. „Das Engagement meiner Spielerinnen im Training war nicht unbedingt so, wie ich das vor einem Top-Spiel erwarte. Ich hatte den Eindruck, dass sich etwas Bequemlichkeit eingeschlichen hat“, so Chung. Zunächst sollte er Recht behalten. Der Drittliga-Absteiger aus Münster startete sehr konzentriert. Die Gäste hatten Probleme, sich auf die starken Aufschläge des Gegners einzustellen und leisteten sich zu viele technische Fehler. Folgerichtig ging der ersten Durchgang mit 25:16 an Blau-Weiß Aasee.

Danach allerdings sahen die mitgereisten Anhänger aus Geldern einen Auftritt ihrer Mannschaft, der verdeutlichte, dass im Kampf um den Aufstieg in die Dritte Liga auch in der laufenden Saison mit der Eintracht zu rechnen ist. Unter Regie von Zuspielerin Celine Brauweiler, die anschließend vom gegnerischen Trainer Tim Mücke zur „wertvollsten Spielerin des Tages“ ernannt wurde, riss die Eintracht das Geschehen an sich. Plötzlich funktionierte das druckvolle Spiel über die Mitte. Der Gegner zeigte sich beeindruckt und verlor den Faden. Mit 25:19 und 25:17 gingen die folgende Sätze an die Eintracht, die in diesem Zeitraum wie ein Titelaspirant agierte.

Doch der SV Blau-Weiß Aasee sollte noch eine passende Antwort auf Lager haben. „Uns war schon klar, dass der Gegner im vierten Satz noch einmal alles auf eine Karte setzen würde. Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass meine Mannschaft so den Glauben an sich verliert“, sagte Chung. Bei der Eintracht lief von einem Moment auf den anderen so gut wie gar nichts mehr zusammen. 9:25 – in dieser Deutlichkeit hatte die Gelderner Mannschaft schon lange nicht mehr einen Satz abgeben müssen. Der folgende Match-Tiebreak verlief ausgeglichen. Das nötige Glück hatte das Team aus Münster auf seiner Seite, das mit einem 15:13 den Heimsieg perfekt machte. Am kommenden Samstag, 1. Oktober, geht’s weiter. Im Kampf um den Einzug in die Aufstiegsrunde darf sich die Eintracht im Heimspiel gegen Aufsteiger Hildener AT, der bislang alle Spiele verloren hat, keine Blöße geben.

VC Eintracht Geldern: Schoofs, Haag, Brauweiler, Otto, Baumann, Mülders, Kallweit, Patzke, Schuldt.

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