Volleyball VC Eintracht Geldern verpasst Aufstieg

Geldern · Aufstiegsrunde zur Dritten Liga der Frauen: Die Mannschaft um Trainer Eung-Zoll Chung wird auf der Zielgeraden noch vom PTSV Aachen II abgefangen. Dem 3:2 gegen den TV Hörde II folgt ein 1:3 in Borken – zu wenig.

 Eintracht-Trainer Eung-Zoll Chung schwört seine Mannschaft ein. Im letzten Spiel fehlte ein einziger gewonnener Satz, um sich den Traum von der Dritten Liga zu erfüllen.

Eintracht-Trainer Eung-Zoll Chung schwört seine Mannschaft ein. Im letzten Spiel fehlte ein einziger gewonnener Satz, um sich den Traum von der Dritten Liga zu erfüllen.

Foto: Evers, Gottfried (eve)

Ist das bitter ! Im allerletzten Moment einer überaus erfolgreichen Saison in der Volleyball-Regionalliga der Frauen ist der VC Eintracht Geldern auf dem Weg in die Dritte Liga noch abgefangen worden. In der Aufstiegsrunde setzte sich letzten Endes der PTSV Aachen II durch, der sich mit der Gelderner Mannschaft am Wochenende ein nervenaufreibendes Fernduell um Platz eins lieferte.

Ausgerechnet jener Konkurrent also, den die Eintracht in der Vorrunde zweimal geschlagen und sich somit eine glänzende Ausgangsposition verschafft hatte. Die Aachener Mannschaft legte in beeindruckender Weise vor. Am Freitagabend gelang zunächst ein ungefährdetes 3:0 gegen die SG SV Werth/TuB Bocholt. Und auch am frühen Samstagnachmittag machte der Gelderner Verfolger mit einem 3:1 gegen den RC Borken-Hoxfeld II seine Hausaufgaben.

Nach diesen beiden Erfolgen hatte Aachen 20 Punkte auf seinem Konto, der VC Eintracht Geldern zu diesem Zeitpunkt noch zwei Aufgaben vor der Brust. Drei Punkte mussten noch her, um Aachen wieder abzufangen. Es sollten allerdings nur zwei werden – statt „Abenteuer Dritte Liga“ steht damit für die Mannschaft um Trainer Eung-Zoll Chung auch in der kommenden Saison die Regionalliga West auf dem Programm. Dabei war eigentlich schon alles für die Meisterfeier angerichtet. Vor vollen Rängen in der heimischen Sporthalle „Am Bollwerk“ traf die Eintracht am Samstagabend auf den Tabellenletzten TV Hörde II. Zunächst schien gegen den Gegner aus dem Dortmunder Stadtteil alles nach Plan zu laufen. Die Gastgeberinnen entschieden unter dem Jubel des Publikums den ersten Satz mit 25:14 für sich und schienen ihrer Favoritenrolle problemlos gerecht werden zu können.

Doch weit gefehlt. Eintracht-Trainer Eung-Zoll Chung weist gerne einmal darauf hin, dass der Volleyball-Sport auch eine Angelegenheit der mentalen Stärke ist. Das sollte sich fortan auch im Spiel seiner Mannschaft zeigen. Die Geldernerinnen hatten das große Ziel dicht vor Augen – und plötzlich begannen die Schlagarme zu zittern. Immer wieder schlichen sich Unkonzentriertheiten und Flüchtigkeitsfehler in die Aktionen der Eintracht ein. Der Gegner dachte überhaupt nicht daran, Gastgeschenke zu verteilen und sorgte mit einem 25:20 für den Ausgleich. Mit einem 25:20 im dritten Durchgang sicherte sich der VCE schon einmal den ersten der drei benötigten Punkte. Dann die Ernüchterung. 16:25, 2:2 – Entscheidung vertagt. Wenigstens konnte kurze Zeit später mit einem 15:10 im Tiebreak Punkt Nummer zwei im Titelrennen verbucht werden.

Am Sonntag startete der Bus in Richtung Münsterland. Beim RC Borken-Hoxfeld II hätte ein 2:3 gereicht, um nach der Rückkehr in Geldern die Aufstiegsparty starten zu können. Wie schon gegen Hörde erwischte die Eintracht, die von vielen Fans begleitet wurde, einen Start nach Maß. 25:22, 1:0 – jetzt fehlte nur noch ein einziger gewonnener Satz zum Aufstieg in Liga drei. Doch dann passierte das, was nicht passieren durfte: 19:25, 19:25, 15:25 – Aus der Traum.

(lmue)