VC Eintracht Geldern plant Sprung auf Platz zwei

Volleyball : VC Eintracht kämpft um den Vizetitel

Volleyball-Regionalligist VC Eintracht Geldern möchte am Samstag mit einem Sieg beim TuS Herten auf Platz zwei vorrücken. Die Mannschaft ist allerdings gewarnt: Spiele in der Knappenhalle sind immer etwas ganz Besonderes.

Volleyball-Regionalliga der Frauen: TuS Herten – VC Eintracht Geldern (Sa., 18 Uhr, Knappenhalle in Herten). Die wichtigste Frage ist drei Spieltage vor Saisonende bereits geklärt: Der TV Hörde aus Dortmund hat sich zuletzt mit einem 3:1 in Geldern die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Dritte Liga gesichert. Doch für die nötige Portion Spannung ist weiterhin gesorgt. Denn der VC Eintracht Geldern liefert sich mit dem FCJ Köln II ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen um die Vizemeisterschaft und besitzt glänzende Chancen, im Endspurt die Nase vorn zu haben. Die Mannschaft um Trainer Steffen Bertram möchte den großen Erfolg aus dem vergangenen Jahr wiederholen. Damals hatte die Eintracht den zweiten Platz erreicht, aber auf den möglichen Aufstieg verzichtet. Weil die Dritte Liga mit Auflagen verbunden ist, die für einen vergleichsweise kleinen Verein kaum zu stemmen sind. Die Ausgangssituation ist klar: Mit einem Sieg beim TuS Herten kann die Eintracht am Rivalen aus Köln vorbeiziehen, der am Wochenende spielfrei hat. Zwei Wochen später steht dann in Geldern das Duell der beiden Verfolger des übermächtigen Meisters aus Hörde auf dem Proggramm.

Der kommende Gegner aus Herten rangiert derzeit mit 24 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz. Die Geldernerinnen müssen sich in der Knappenhalle auf ein Spektakel gefasst machen. Denn die Fans der Gastgeberinnen, die als „Tultras“ ihre Mannschaft auch gerne zu Auswärtsspielen begleiten, sind für ihre lautstarken Gesänge und Trommelwirbel bekannt. Nach der unerwarteten Heimniederlage gegen den SC 99 Düsseldorf, der noch in den Kampf um den Klassenerhalt verwickelt ist, dürften die Gastgeberinnen auf Wiedergutmachung aus sein.

Die Geldernerinnen reisen trotz der jüngsten Heimniederlage gegen den Meister aus Dortmund mit viel Selbstvertrauen an und möchten drei Punkte mitnehmen, um den FCJ Köln II am 6. April als Tabellenzweiter in der Sporthalle „Am Bollwerk“ empfangen zu können. Das Spiel verspricht somit einiges an Spannung. Auch Gelderns Trainer Steffen Bertram richtet sich auf einen offenen Schlagabtausch ein: „Ein Auswärtsspiel in Herten ist immer etwas besonderes. Das Ambiente in der Knappenhalle ist für Regionalliga-Verhältnisse einmalig; die Zuschauer sorgen dort immer für eine überragende Stimmung. Unser Gegner ist allerdings deutlich unter den eigenen Erwartungen geblieben.“ In der Tat ist es etwas überraschend, dass der TuS Herten in der Tabelle nur auf Platz sechs zu finden ist und mit dem Kampf um die Meisterschaft zu keinem Zeitpunkt etwas zu tun hatte. Schließlich gehören etliche Spielerinnen zum Hertener Kader, die Zweitliga-Erfahrung mitbringen.

Die Eintracht hat gute Erinnerungen an das Hinspiel – am 24. November gelang in eigener Halle ein ungefährdeter 3:0-Erfolg. „Viel dürfte davon abhängen, dass wir uns von der Stimmung mitreißen lassen und an unsere Leistungsgrenze gehen“, sagt Bertram.

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