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VC Eintracht Geldern ist zum Saisonauftakt chancenlos

Volleyball : VC Eintracht Geldern erwischt Fehlstart

Volleyball-Regionalliga der Frauen: Die junge Mannschaft um Trainer Eung-Zoll Chung ist beim Titelaspiranten VV Humann Essen chancenlos und verliert mit 0:3. Kapitänin Nicole Gey ist frühestens im neuen Jahr wieder dabei.

Zum Saisonauftakt in der Volleyball-Regionalliga der Frauen ist genau das eingetreten, was Trainer Eung-Zoll Chung schon im Vorfeld befürchtet hatte. Die junge Mannschaft des VC Eintracht Geldern war angesichts der personellen Engpässe beim VV Humann Essen überfordert und kassierte eine 0:3 (12:25, 17:25, 22:25)-Niederlage. Die einseitige Partie dauerte gerade einmal 75 Minuten – die Gastgeberinnen, die sich in jedem Fall einen der ersten drei Plätze für die Aufstiegsrunde sichern möchten, machten im wahrsten Sinne des Wortes kurzen Prozess.

„Man muss das gar nicht beschönigen. Wir haben überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel bekommen. Essen war der erwartet starke Gegner, der uns von Anfang an keine Chance gelassen hat“, sagte Chung. In den ersten beiden Sätzen diktierte der VV Humann, der bereits am Abend zuvor einen 3:1-Erfolg beim SC 99 Düsseldorf gefeiert hatte, das Geschehen geradezu nach Belieben. Erst im dritten Satz mischte die Eintracht über weite Strecken mit und lag am Ende sogar mit 21:20 in Führung.

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„Das lag allerdings in erster Linie daran, dass der Gegner einen Gang zurückgeschaltet hat. Das ist bei einer 2:0-Führung ganz normal, weil Volleyball nun einmal von höchster Anspannung und Konzentration lebt. Uns fehlte in der Situation noch die nötige Erfahrung, um den Satz für uns zu entscheiden“, so Chung. Der erfahrene Coach ging allerdings anschließend mit seiner Mannschaft nicht allzu hart ins Gericht. Denn viele Spielerinnen, denen die Zukunft gehört, mussten wegen der vielen Ausfälle gleich einmal Verantwortung übernehmen. Die 19-jährige Zuspielerin Alexandra Otto vertrat Alina Verheyen, die angeschlagen auf der Bank saß. Auch Neuzugang Maxima Schröder, die nach ihrer Zeit auf dem Volleyball-Internat in Schwerin eine längere Pause eingelegt hatte, die 16-jährige Fabienne Schuldt und Katharina Haag, Neuzugang vom Verbandsligisten Verberger TV, wurden im Duell mit dem Aufstiegskandidaten ins kalte Wasser geworfen.

„Sie haben ihre Sache auch gut gemacht. Man darf von den jungen Spielerinnen natürlich keine Wunderdinge erwarten und muss Geduld haben“, sagte Chung. Auf der Bank saßen neben Alina Verheyen noch zwei weitere erfahrene Leistungsträgerinnen, mit denen sich das Auftaktspiel höchstwahrscheinlich nicht zu einer solch einseitigen Angelegenheit entwickelt hätte. Kapitänin Nicole Gey wird ihrer Mannschaft noch lange fehlen. Sie kann wegen einer schweren Knieverletzung (Meniskusriss und Kreuzbandanriss) frühestens im neuen Jahr wieder mitwirken.

Außerdem fehlte Katrin Baumann, die sich bei einem Vorbereitungsturnier in Herten eine Daumenverletzung zugezogen hatte. „Wir wollten bei ihr kein unnötiges Risiko eingehen. Katrin hätte zwar mit einem Tapeverband spielen können. Doch wenn die Verletzung wieder aufgebrochen wäre, hätte eventuell eine mehrwöchige Pause gedroht“, erklärte Chung.

Ab sofort bereitet sich die Eintracht auf das nächste Spiel vor, das am Sonntag, 31. Oktober, beim SC 99 Düsseldorf auf dem Programm steht. Dort sind dann voraussichtlich wieder Alina Verheyen und Katrin Baumann mit von der Partie. „Das ist bereits ein sehr wichtiges Spiel, das wir unbedingt gewinnen wollen. Denn im Falle einer Niederlage ist der Zug in Richtung Aufstiegsrunde für uns eventuell schon abgefahren. Dann müssen wir uns mit dem Thema Klassenerhalt beschäftigen“, sagte der Eintracht-Coach.

VC Eintracht Geldern: Schoofs, Haag, Schröder, Djurdjevic, Otto, Mülders, Kallweit, Schuldt, Patzke.