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VC Eintracht Geldern bejubelt den ersten Saisonsieg

Volleyball : Endlich hat’s geklappt: VC Eintracht feiert den ersten Saisonsieg

Volleyball-Regionalliga der Frauen: VC Eintracht Geldern – SC Grün-Weiß Paderborn 3:1 (25:16, 21:25, 25:11, 25:22). Die Leistung ist noch ausbaufähig.

(mahei) Der Knoten ist geplatzt: Im dritten Anlauf durfte Volleyball-Regionalligist VC Eintracht Geldern endlich den ersten Saisonsieg bejubeln. Die Mannschaft startete vor eigenem Publikum in der Sporthalle „Am Bollwerk“ verhalten. Die Anspannung, nach den beiden 2:3-Niederlagen zum Auftakt Punkte einfahren zu müssen, war deutlich spürbar.

Erst zur Mitte des Satzes hatte die Mannschaft ihren Rhythmus gefunden und verschaffte sich einen Vier-Punkte-Vorsprung, den sie bis zum Ende kontinuierlich ausbaute. Für den zweiten Durchgang hatten sich die Gastgeberinnen fest vorgenommen, noch konsequenter im Block und im Aufschlag zu agieren, um frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen zu können. Aber das Gegenteil war der Fall. Paderborn war plötzlich auf der Höhe und verschaffte sich mit lockeren und gezielten Angriffsschlägen eine 11:6-Führung.

Auch der Wechsel von Mittelblockerin Anja Schoofs und Katrin Baumann, die ihren ersten Regionalliga-Einsatz als fester Bestandteil des Teams hatte, brachte nicht den gewünschten Schwung. Zwar konnte sich die Eintracht noch einmal herankämpfen, aber letztlich ging der Satz mit 25:21 an die Gäste. Die Zuschauer und das Trainerteam hatten zu diesem Zeitpunkt die Befürchtung, dass sich die Geschehnisse der ersten beiden Spiele wiederholen sollten.

Aber die Mannschaft schwor sich in der Pause erneut noch einmal ein: Insbesondere Kapitänin Lisa Harmsen, die später als „MVP“ (wertvollste Spielerin) ausgezeichnet werden sollte, fand klare Worte und forderte den nötigen Kampfgeist ein. Und dieser Appell brachte den gewünschten Erfolg.

Vor allem Dörthe Kallweit zeigte sich im Block und im Angriff wach und agil und erzielte viele Punkte. Schnell lagen die Gastgeberinnen mit 7:2 und 14:5 vorn. Diesmal verlor die Eintracht nicht den Faden, zeigte sich bis zum Ende des Satzes selbstbewusst und mutig und stellte mit einem 25:11 die Weichen auf Sieg. Der SC Paderborn wehrte zwar noch drei Satzbälle ab, ohne jedoch an den klaren Verhältnissen, die jetzt in der Halle herrschten, etwas ändern zu können. Die Zuschauer erlebten eine Gelderner Mannschaft, die unbedingt den ersten Dreier der neuen Saison einfahren wollte. Dieses Ziel geriet kurzzeitig noch einmal in Gefahr, nachdem die Eintracht im vierten Satz einen Vier-Punkte-Vorsprung verspielt hatte und Paderborn beim Stand von 19:19 auf den Ausgleich zum 2:2 hoffen durfte. VCE-Trainer Steffen Bertram trieb der Leistungsabfall seiner Mannschaft Sorgenfalten auf die Stirn. Nach dem Spiel bemängelte er fehlende Souveränität und Konstanz seiner Spielerinnen.

Angeführt von Lisa Harmsen schaffte es die Eintracht aber zum Ende noch einmal, die letzten Reserven zu aktivieren. Unter dem Jubel der Zuschauer fand schließlich der Matchball den Weg ins Ziel. Trainer Steffen Bertram stellte nach der Begegnung treffend fest: „Wir können mehr als wir heute gezeigt haben. Manche Spielzüge erinnern an unser Leistungsvermögen. Aber uns fehlt die Konstanz, dieses Potenzial vollständig abzurufen und über drei Sätze Dominanz auszustrahlen. Hoffentlich erweist sich dieser Sieg als Befreiungsschlag.“

VC Eintracht Geldern: Johanna Aengenendt, Bärbel Heynen, Anastasia Djurdjevic, Nicole Gey, Katrin Baumann, Dörthe Kallweit, Anja Schoofs, Leonie Bock, Lisa Harmsen, Leonie Mülders, Patricia Primus, Laura Höing.