Fußball : Union Wetten steckt tief im Abstiegskampf

Das Team holte in sieben Spielen nur drei Punkte und steht in der Gruppe zwei der Kreisliga A Kleve/Geldern am Tabellenende. Erst nach einer taktischen Umstellung gab es den ersten Erfolg.

Christian Offermanns, Spielertrainer von Union Wetten, verbreitete vor dem Start in die Saison in der Gruppe zwei der Fußball-Kreisliga A Optimismus. „Wir haben keinen Abgang zu verzeichnen. Und Spieler aus der zweiten Mannschaft sind jederzeit greifbar. Wir sind in der Breite gut, punktuell sogar sehr gut aufgestellt“, sagte er damals. Kurzum: Er sah sein Team für den Abstiegskampf gerüstet. Zum Zeitpunkt der Unterbrechung des Spielbetriebs Anfang November zeichnet die Tabelle ein anderes Bild. Union ist das Schlusslicht der Liga. Sechs Mal ging das Team bereits als Verlierer vom Platz. Ein 2:1-Erfolg über SF Broekhuysen sorgte für die einzigen drei Punkte, die bislang auf dem Konto sind.

Ärgerlich für Offermanns und seine Mannschaft: Just in dem Moment, als die Formkurve ein wenig nach oben zeigte, wurde der Amateurfußball erneut in den Lockdown geschickt. „Vor dem Spiel gegen Broek­huysen haben wir eine System­umstellung vollzogen“, sagt der Coach. Er hatte in der Abwehr von einer Fünfer- auf eine Vierer-Kette umgestellt. Er selbst – bisher immer im Abwehrzentrum aktiv – sei als Stürmer aufgelaufen.

„Bei vermeintlichen Mitstreitern aus der Abstiegsrunde haben wir zuvor nur Punkte liegengelassen. Mit einer neuen Taktik hat es dann gegen Broekhuysen endlich zum ersten Mal geklappt“, sagt der 37-jährige. Es folgte eine 2:5-Niederlage gegen Tabellenführer Vernum. Danach sei Offermanns bereits klar gewesen: „Das ist wahrscheinlich das letzte Spiel in diesem Jahr.“ So kam es dann auch.

Ein Problem, dass die Mannschaft schon seit Beginn der Saison begleitet, sind Ausfälle von Spielern durch die Corona-Krise. So sei man beispielsweise mit einer Rumpfelf nach Veert (0:4) gefahren. „Das war unser letztes Aufgebot. Im Sinne der Gesundheit haben wir immer mal wieder ein, zwei Spieler, die möglicherweise auch nur über Ecken in Kontakt zu einer infizierten Person standen, aus dem Spiel gelassen“, sagt Offermanns. Auch bei der 2:5-Heimniederlage gegen den TSV Nieukerk habe man deshalb praktisch die ganze Abwehr austauschen müssen.

Die heikle Tabellensituation bewertet der Coach zum jetzigen Zeitpunkt noch recht entspannt. „Wir müssen nun erst einmal abwarten, wie es weitergeht“, sagt Offermanns. Eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Januar hält er für utopisch.