Handball: TV Issum macht kurzen Prozess

Handball: TV Issum macht kurzen Prozess

Handball-Landesliga Männer, Gruppe 3: 39:21 (18:8)-Heimsieg gegen TV Biefang.

Der Auftritt von Issums Handballmännern im Heimspiel gegen Biefang verlief genau so, wie Trainer Oli Cesa sich das im Vorfeld ausgerechnet hatte. Oder zumindest überwiegend, denn eine kleine Kritik an seinem Team hatte der Coach dann doch parat: "Wir hätten schon zur Halbzeit noch deutlicher führen können und am Ende wären mehr als 40 Tore für uns und weniger als 20 für die Gäste auch angebracht gewesen. Aber der Sieg ist ja trotzdem noch deutlich genug ausgefallen und insofern sind wir alle sehr zufrieden."

Jammern auf hohem Niveau könnte man das auch nennen, aber in der Tat ließen die Issumer sowohl nach rund 20 Minuten der ersten Hälfte wie auch über weite Strecken des zweiten Durchgangs ein wenig die Zügel schleifen und so die Gäste jeweils etwas besser ins Spiel kommen. Dank der Umsetzung der zuvor zurechtgelegten Taktik war es dem TVI allerdings gelungen, gut ins Spiel hineinzufinden. Die gut gestaffelte Abwehr und erfolgreich vorgetragene erste und zweite Wellen sorgten schnell für die Führung und schon nach wenigen Minuten für einen respektablen Vorsprung. Bis auf 18:5 zogen die Hausherren davon, ehe die ersten Nachlässigkeiten auftraten. "Es wirkte, als hätten wir uns eine Auszeit genommen", kommentierte Cesa später die Fehler im Team, die Biefang bis zur Pause herankommen ließen - wenn man das bei einem Zehn-Tore-Rückstand überhaupt so nennen kann. "Aber es hätte gut und gerne auch 23:5 stehen können und dürfen", betonte Cesa.

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Wie auch immer es zum kleinen Leistungseinbruch gekommen war, nach dem Seitenwechsel waren die Issumer wieder voll da. Wie zu Beginn des Spiels agierte das Team voll konzentriert und baute den Vorsprung entsprechend schnell wieder aus. Einer stach dabei besonders heraus: André Schmetter, sonst eigentlich nur in der Abwehr eine unverzichtbare Kraft, schaltete sich in diesem Spiel auch im Angriff aktiv mit ein und ließ in der Trefferquote den gesamten Rest seiner Mannschaft hinter sich. "André hat heute in der Tat ein Sonderlob verdient: Hinten wie immer eine Bank und vorne auch super." Ob es danach allerdings Mitleid war oder schon Kräfte-Schonen vor der nächsten Aufgabe muss wohl jeder einzelne Spieler für sich bewerten, denn auch in dieser Hälfte ließ der TVI wieder nach. "Das Spiel plätscherte eigentlich nur noch vor sich hin, und so haben wir am Ende eben vier bis fünf Tore zu viel kassiert gegen ein Team, das uns in allen Belangen unterlegen war. Das war tatsächlich ein Gegner, gegen den wir nie und nimmer hätten Federn lassen dürfen."

TV Issum: Holsteg - Schmetter (10), Höhner (9), S. Hericks (5), Teuwsen (4), Lippkow (4), Hartges (3/1), Kaub (2), van Stephaudt (1), Nießen (1), C. Leenings.

(stemu)