Handball-Landesliga TV Issum bejubelt endlich einmal wieder einen Derbysieg

Issum · Der Gastgeber bestimmt von Beginn an das Geschehen und schlägt den SV Straelen auch in der Höhe verdient mit 33:23. Matthias Leenings steuert 13 Treffer bei.

 Der TV Issum – hier Kreisläufer André Schmetter beim Abschluss – bestätigte gegen den Lokalrivalen SV Straelen den Aufwärtstrend.

Der TV Issum – hier Kreisläufer André Schmetter beim Abschluss – bestätigte gegen den Lokalrivalen SV Straelen den Aufwärtstrend.

Foto: Evers, Gottfried (eve)

Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel keimte auf Seiten des SV Straelen noch einmal Hoffnung auf. Max Blum hatte im Derby der Handball-Landesliga beim TV Issum zum 17:22 getroffen. Der zwischenzeitliche Zehn-Tore-Rückstand war damit halbiert. Wenig später erlosch das grün-gelbe Strohfeuer jedoch schon wieder. An diesem Tag selten ernsthaft geforderte Gastgeber rückten das Kräfteverhältnis schnell wieder gerade, siegten nach 60 einseitigen Minuten schließlich überraschend deutlich und auch in der Höhe verdient mit 33:23 (17:8).

„Was wir in den ersten 20 Minuten abgeliefert haben war ganz, ganz schlimm, hatte mit Handball wenig zu tun. Da hat es schlichtweg an allem gefehlt“, ließ SVS-Coach Martin Jacobs nach der Partie Dampf ab. Technische Fehler und schwache Abschlüsse spielten dem TV Issum in die Karten. „Nach kurzem Anlauf ist es uns gelungen, mit Tempo nach vorne zu spielen“, freute sich TVI-Trainer Oliver Cesa über große Ballsicherheit im Gegenstoß. Von 3:1 über 7:2 zogen die Blau-Weißen auf 10:4 davon.

Auch im aufgebauten Angriff arbeitete der Gastgeber über die linke Angriffsseite und den Kreis beste Chancen heraus, die hochprozentig verwertet wurden. „Wir waren zu passiv, sind dem Gegner ständig hinterherlaufen“, so Jacobs. Issums Matthias Leenings erzielte mit seinem achten von am Ende überragenden 13 Treffern das 18:8, danach war kurzzeitig Grün-Gelb am Drücker. „Das war die einzige Phase, in der uns ein wenig der Zugriff gefehlt hat“, so Cesa. Ernsthafte Sorgen mussten sich die zahlreichen Issumer Fans in der rappelvollen Sporthalle jedoch nicht machen. Der SVS gönnte sich in der Folge drei schlechte Entscheidungen, die der Gastgeber nutzte, um schnell wieder in die Spur zu kommen. Vier Minuten und 5:1-Tore (27:18) später war die Begegnung entschieden.

Ein weiteres Aufbäumen des SV Straelen blieb aus. „Dazu fehlten uns nach den Ausfällen von Jens Groetelaers und Nermin Rufatovic sowie der vertretbaren Roten Karte gegen Julian Zetzen die Power und die Alternativen“, sagte Jacobs. Wesentlich bessere Laune hatte sein Kollege Oliver Cesa: „Wir haben Straelen nie wirklich ins Spiel kommen lassen, haben unser Ding bis zum Schluss durchgezogen.“ In der Tabelle stehen die beiden Teams jetzt punktgleich (14:16) im breiten Mittelfeld der Liga.

TV Issum: Holsteg, Pattberg – M. Leenings (13/5), Schmetter (5), Höhner (5), Krahl (4/1), van Stephaudt (2), Ernst (2), C. Leenings (2), Sakulenski.

SV Straelen: Meyers, Kirking – Meyer (5), Blum (5), Pooth (4), Mangelmann (3), Venn (2), Beyer (2/1), Sonnen (1), Zetzen (1), Kessel.

(terh)
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