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TV Aldekerk zahlt in der Zweiten Handball-Liga der Frauen Lehrgeld

Weite Auswärts-Tour : TV Aldekerk lässt sich noch nicht aus der Ruhe bringen

Zweite Handball-Bundesliga der Frauen: Aufsteiger tritt die weite Reise nach Baden-Württemberg an. Trotz der beiden Auftaktniederlagen ist die Stimmung nach wie vor gut.

Die Zweite Bundesliga hat’s in sich – deshalb darf man im Lager des TV Aldekerk die Erwartungen an die Handballerinnen auch nicht zu hoch schrauben. Nach zwei deutlichen Niederlagen zum Saisonauftakt treten die Grün-Weißen die weite Reise nach Baden-Württemberg an. Dort trifft der Aufsteiger am Sonntag ab 16 Uhr auf einen Gegner, dessen Vereinsgründer sich bei der Namensgebung etwas gedacht haben müssen: SG H2Ku Herrenberg.

Zwar haben auch die Gastgeberinnen ihre ersten beiden Spiele verloren. Doch der ATV befindet sich ein weiteres Mal in der Außenseiterrolle. „Herrenberg hatte zum Auftakt zwei Auswärtsspiele, das wird in eigener Halle eine andere Nummer“, sagt Aldekerks Trainerin Yvonne Fillgert und weiß ganz genau, was in der Markweg-Sporthalle auf sie und ihr Team zukommt.

Bevor die Aldekerkerinnen sich jedoch mit dem kommenden Gegner beschäftigen konnten, stand erst einmal die Aufarbeitung der Auftaktpartien auf dem Trainingsplan. Die Grün-Weißen mussten in den ersten Spielen kräftig Lehrgeld bezahlen. Vor allem im Heimspiel gegen Bremen wirkte das Team verunsichert, planlos und von der Bestform noch weit entfernt. Vor eigenem Publikum hatte der letzte Wille gefehlt, sich gegen die Übermacht des Gegners zu stemmen.

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Vielleicht bietet der Auftritt im gut 500 Kilometer entfernten Herrenberg eine Chance, das verloren gegangene Selbstvertrauen und die eigenen Stärken zurückzufinden. Die „H2Kuties“, wie die Mannschaft der SG genannt wird, stehen ebenfalls unter Zugzwang. Nach der 25:33-Auftaktniederlage beim Bundesligaabsteiger der Kurpfalz Bären gab es auch in Gräfrath mit zehn Toren Differenz eine deftige Klatsche. Im ersten Heimspiel gegen Aldekerk soll in diesem richtungweisenden Duell für die Mannschaft um Trainer Mike Leibssle möglichst die Wende her.

Beim ATV lässt man sich jedoch nicht verrückt machen. Die Mannschaft hat im Training gezielt daran gearbeitet, die hohe Fehlerquote zu reduzieren. „Die Stimmung im Team ist nach wie vor gut“, sagt Yvonne Fillgert. „Aus jedem Spiel nimmt man immer etwas mit, gleich ob gut oder schlecht. Wir lernen in jedem Spiel etwas dazu.“ Und am Sonntag auch eine neue Landschaft kennen – der Reisebus macht sich auf den Weg in den Landkreis Böblingen.