1. NRW
  2. Städte
  3. Geldern
  4. Sport Geldern und Kevelaer

TV Aldekerk und TSV Bonn rrh. trennen sich leistungsgerecht 33:33.

Handball-Regionalliga : Tolle Atmosphäre und Spannung pur

Handball-Regionalliga: Unter dem Strich sind alle Beteiligten mit dem 33:33 zum Saisonauftakt zwischen dem TV Aldekerk und dem TSV Bonn rrh. zufrieden. Das erste Spiel nach langer Pause macht jedenfalls Lust auf mehr.

Zu einem perfekten Abend fehlte eigentlich nur der Siegtreffer der Grün-Weißen. Die Zuschauer in der Vogteihalle bekamen am Samstag zum Saisonauftakt in der Regionalliga beim 33:33 (17:16) zwischen Gastgeber TV Aldekerk und dem TSV Bonn rrh. all’ das geboten, was das Handballherz begehrt: Tempo, jede Menge Tore und Spannung bis zur letzten Sekunde. Auch ATV-Trainer Nils Wallrath zeigte sich nach der Partei zufrieden: „Es war ein typisches erstes Spiel, da laufen einige Automatismen noch nicht so richtig zusammen. Aber es hat unheimlich Bock gemacht, hier vor einem vollen Haus zu spielen und alle endlich mal wiederzusehen. In der Summe hatte das Spiel keinen Sieger verdient.“

Der TV Aldekerk erwischte einen nervösen Start, während bei den Gästen die Abläufe besser aufeinander abgestimmt waren. Zunächst konnte sich keine Mannschaft absetzen – nach 13 Minuten lautete der Spielstand 6:6. Innerhalb von nur zwei Minuten erspielten sich die Bonner einen Drei-Tore-Vorsprung. Wallrath legte die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch, um mit einer Auszeit den Spielfluss des Gegners zu unterbrechen und seine Jungs neu einzunorden. Eine Maßnahme, die zunächst ihre erhoffte Wirkung verfehlte.

  • Marcel von Bonn hat auch in
    Fußball, Bezirksliga : Kreuzbandriss bei Hösels Kapitän von Bonn
  • KFC-Trainer Dmitry Voronov.
    Remis bei Wegberg-Beeck : KFC Uerdingen behält die Rote Laterne
  • Kölns Anthony Modeste (r) und Leipzigs
    Vier Tore nicht gegeben : Verrücktes Spiel zwischen Köln und Leipzig endet ohne Sieger

Doch mit zunehmender Spieldauer stand die Abwehr vor ATV-Torwart Paul Keutmann immer kompakter. Die Aldekerker pirschten sich heran. Drei Minuten waren im ersten Durchgang noch zu absolvieren, als die Hausherren in der Abwehr in Ballbesitz kamen, Spielführer Jonas Mumme seine ungeahnten Sprint-Qualitäten unter Beweis stellte und den Tempogegenstoß mit dem Treffer zur 15:14-Führung abschloss. Mit einer knappen 17:16-Führung ging es in die Halbzeitpause. Thomas Jentjens eröffnete als frischgebackener Vater mit einem Treffer die zweite Halbzeit. Die Gastgeber blieben mit der Nase vorne, ohne sich entscheidend absetzen zu können. 15 Minuten waren noch zu spielen, als Tim Gentges, der in der Schlussphase immer mehr die Verantwortung für das Spiel seiner Truppe übernahm, zum ersten Mal für einen Vorsprung von drei Toren sorgte. Die Gäste zeigten Moral und konnten mit einem 3:0-Lauf ausgleichen.

57 Minuten und 43 Sekunden zeigten die roten Leuchtdioden der Hallenuhr an, noch 137 Sekunden. Beginn der Crunch-Time. ATV führt mit einem Tor, als Julian Mumme verwirft. Bonn im Angriff. Zeitstrafe für Marcel Görden, der ATV wird die Partie in Unterzahl beenden müssen. Ausgleich Bonn zum 32:32. Die Schiedsrichter zeigen Zeitspiel gegen den ATV an. Trickwurf Julian Mumme zur Führung. Auszeit Bonn, noch 20 Sekunden, der letzte Angriff wird besprochen. Ausgleich Bonn zum 33:33. Auszeit ATV. Noch 10 Sekunden auf der Uhr, die Punkteteilung ist sicher, reicht die Zeit noch zum doppelten Punktgewinn? Julian Mumme steigt hoch, zieht ab und wird gefoult. Die Hallensirene ertönt. Das Spiel ist aus, aber der fällige Freiwurf wird noch ausgeführt. „Da kann man auch taktisches Foul, zwei Minuten Zeitstrafe für Bonn und auf Strafwurf entscheiden“, meinte Wallrath nach dem Spiel, ohne die Schiedsrichter allzu sehr in die Kritik nehmen zu wollen. Der Freiwurf landet in die Mauer. Ende.

„Natürlich haben wir hier einen Punkt gewonnen“, sagte Gäste-Trainer Frank Berblinger nach der Partie. „Die Vogteihalle ist eine Festung. Und die Stärke der Aldekerker ist bekannt.“ Anders als beim höherklassigen Fußball verschwinden die Regionalliga-Spieler nicht direkt in ihren Kabinen. Anschließend trafen sich die Aldekerker Handballer noch in Thekennähe mit ihren Fans, um sich in aller Ruhe auszutauschen – die familiäre Atmosphäre ist zurückgekehrt.

TV Aldekerk: Keutmann, Schoemackers – Jentjens (8), Julian Mumme (7), Gentges (5), Plhak (5/4), Jonas Mumme (4), Küsters, (2), Görden (1), Grützner (1), Upietz, Tebyl, Linden.