TV Aldekerk trennt sich von Trainerin Dagmara Kowalska

Handball : TV Aldekerk trennt sich von Kowalska

Im Sommer heißt es Abschied nehmen. Trainerin Dagmara Kowalska hat die Handballerinnen der Grün-Weißen in die Dritte Liga geführt und mit der Mannschaft viele Erfolge gefeiert. Jetzt suchen die Verantwortlichen einen Nachfolger.

Der TV Aldekerk stellt für seine Drittliga-Handballerinnen bereits jetzt die Weichen für die kommende Saison. Und die Verantwortlichen haben dabei eine ganz wichtige Entscheidung getroffen. Während die Gespräche mit den Spielerinnen noch anstehen, werden der ATV und die derzeitige Trainerin Dagmara Kowalska im Sommer getrennte Wege gehen.

„Wir haben mit Dagmara eine sehr erfolgreiche Zeit gehabt“, blickt Willi Nellessen, stellvertretender Vorsitzender des Turnvereins, auf die schon mehr als dreijährige Zusammenarbeit mit der ehemaligen polnischen Nationalspielerin zurück. „Trotz einiger Höhen und Tiefen hat sich das Team über die Jahre hinweg immer stetig weiterentwickelt. ,Daggi’ hat gute Arbeit geleistet und hinterlässt ihrem Nachfolger ein intaktes Team.“

Dennoch haben sich die Verantwortlichen zu einem Trainerwechsel entschlossen. „Nach einer gewissen Zeit kommt immer wieder der Moment für neue Ideen und Impulse. Die ist jetzt einfach gekommen“, erklärt Nellessen und betont im gleichen Atemzug: „Dagmara hat beim ATV zuverlässig und absolut professionell gearbeitet.“

Ein Blick auf die Bilanz der zurückliegenden Spielzeiten belegt seine Einschätzung. Im ersten Jahr von Kowalskas Engagement stiegen die Frauen des ATV nach dem souveränen Gewinn der Oberliga-Meisterschaft und dem Sieg im Entscheidungsspiel gegen Rheinlandmeister Bonn 2016 in die dritthöchste deutsche Spielklasse auf. Von diesem Zeitpunkt an ging es Saison für Saison langsam, aber stetig aufwärts. Zunächst gelang noch etwas mühsam der Klassenerhalt. Anschließend wurde es immer besser, die Mannschaft stabilisierte sich und wird auch in dieser Saison mit dem Abstieg nichts zu tun haben.

„Die Mädchen sind mir über die Jahre sehr ans Herz gewachsen“, gibt Kowalska zu. „Aber für Wehmut ist es jetzt noch etwas früh, die Saison ist noch nicht vorbei. Es liegen noch ein paar Monate vor uns, die Spielerinnen sind fleißig, wir können noch einiges erreichen.“ In der laufenden Spielzeit war es in erster Linie die Auswärtsschwäche der Grün-Weißen, die eine bessere erste Saisonhälfte verhinderte. Es fehlte ganz einfach die nötige Konstanz. Begeisternden Auftritten in der heimischen Vogteihalle folgte anschließend in der Fremde zu oft die Ernüchterung.

Dennoch steckt genügend Potenzial in der Mannschaft, um sich dauerhaft in der Dritten Liga etablieren zu können. Kowalska und ihre Mannschaft werden die Rückrunde auf jeden Fall noch gemeinsam mit voller Kraft in Angriff nehmen. Am kommenden Sonntag, 27. Januar, geht’s zum punktgleichen Tabellennachbarn nach Leverkusen. Bis dahin wird noch fleißig trainiert, um den fünften Tabellenplatz behaupten und vielleicht noch den einen oder anderen Favoriten ärgern zu können. Die Suche nach einem neuen Coach ist bei den Grün-Weißen derweil schon in vollem Gange.

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