Dritte Handball-Liga Entscheidung im Abstiegskampf vertagt

Kerken · Der TV Aldekerk verliert bei der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II mit 27:31 und wird bis zum letzten Spieltag zittern müssen. Im Rennen um den Klassenerhalt spielt der Longericher SC das Zünglein an der Waage.

 Trotz größter Anstrengung gab’s für den TV Aldekerk – hier Jonas Mumme – in Wetzlar nichts zu holen.

Trotz größter Anstrengung gab’s für den TV Aldekerk – hier Jonas Mumme – in Wetzlar nichts zu holen.

Foto: Heinz Spütz

Entscheidung vertagt – nach zuvor drei Siegen in Folge hat der TV Aldekerk die Möglichkeit verpasst, den Klassenerhalt in der Dritten Handball-Liga schon am drittletzten Spieltag perfekt zu machen. Es wäre zu schön gewesen, doch am Ende verlor die Mannschaft um Spielertrainer Tim Gentges bei der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II mit 27:31 (11:14) und musste die Heimreise aus Mittelhessen mit einer schwer verdaulichen Niederlage im Gepäck antreten. Der TV Aldekerk bleibt mit jetzt 20:36-Punkten vorerst auf dem rettenden Platz zwölf, dahinter folgen die TSG Haßloch und der TV Homburg (jeweils 19:37), der auf Rang 14 die Abstiegszone anführt. Vieles spricht dafür, dass die Entscheidung zwischen dem ATV und dem TV Homburg fällt – beide Mannschaften treffen zum Abschluss auf die gleichen Gegner. Beide Teams dürften gegen den ungeschlagenen Tabellenführer und künftigen Zweitligisten TuS Ferndorf chancenlos sein. Zünglein an der Waage im Abstiegskampf spielt der Longericher SC, der am Samstag überraschend bei der TSG Haßloch mit 32:36 das Nachsehen hatte. Die Saarländer müssen am 18. Mai in Köln antreten, die Grün-Weißen empfangen den aktuellen Tabellensechsten eine Woche später in der Vogteihalle.

„Das ist ein verdienter Sieg der Wetzlarer“, sagte Tim Gentges unmittelbar nach dem Spiel. „Unser Gegner war in den entscheidenden Momenten, als man den Eindruck hatte, das Spiel könnte zu unseren Gunsten kippen, im Kopf frischer und schneller auf den Beinen als wir. Es kam hinzu, dass wir uns mit eigenen Fehlern diese Chancen zunichte gemacht haben. Wir haben die falschen Entscheidungen im Rückraum, im Angriff getroffen. Das ist eine bittere Pille, die wir schlucken müssen. Natürlich hätten wir hier gerne was mitgenommen. Jeder gottverdammte Punkt hilft uns im Abstiegskampf. Mund abwischen, dann geht es weiter.“

Zum eigentlichen Spiel: Ein überragender Julian Mumme und ein gut aufgelegter Paul Keutmann im Tor des ATV waren am Samstagabend zu wenig, um der Reserve des Bundesligisten HSG Wetzlar Paroli zu bieten. Der Druck, in Wetzlar möglicherweise den entscheidenden Befreiungsschlag setzen zu können, war scheinbar zu groß. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Partie zu einer zähen Angelegenheit wurde und die gute Form der vergangenen Spiele bei weitem nicht erreicht werden konnte. Den besseren Start erwischten die Gastgeber, die nach neun Minuten mit 6:2 vorne lagen. Mit dem sechsten Treffer von Julian Mumme zum 9:10 war der ATV nach 20 Minuten wieder dran. Mit einem 11:14-Rückstand wurden die Seiten gewechselt.

Den Grün-Weißen war die Anspannung deutlich anzumerken, noch war die Hoffnung groß, das Spiel nach dem Seitenwechsel drehen zu können. Die Hausherren ließen sich aber auf nichts ein. Die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II gestaltete das Spiel überlegen, vergrößerte ihren Vorsprung nach 52 Minuten auf sieben Treffer (26:19) und durfte den Ligaverbleib feiern.

TV Aldekerk: Keutmann, Schoemackers – Julian Mumme (13), Plhak (5), Küsters (3), Ellwanger (2), Platen (2), Kirschbaum (1), Lehmann (1), Grützner, Schindler, Gentges, Tobae, Rutten, Jonas Mumme.

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