Handball: TV Aldekerk liefert eine Gala-Vorstellung

Handball : TV Aldekerk liefert eine Gala-Vorstellung

Handball-Regionalliga der Männer: TV Aldekerk - VfB Homberg 34:27 (16:12). Was für ein unglaubliches Spiel. Die Handballer des TV Aldekerk um den alles überragenden Torhüter Florian "Flo" Lindenau spielten den VfB Homberg im Niederrhein-Derby an die Wand, gewannen mit einer Demonstration ihrer Stärke völlig zu Recht mit sieben Toren Unterschied und servierten den Zuschauern einen Auftritt, der zweifelsohne zu den Höhepunkten dieser Saison gehört.

Handball-Regionalliga der Männer: TV Aldekerk - VfB Homberg 34:27 (16:12). Was für ein unglaubliches Spiel. Die Handballer des TV Aldekerk um den alles überragenden Torhüter Florian "Flo" Lindenau spielten den VfB Homberg im Niederrhein-Derby an die Wand, gewannen mit einer Demonstration ihrer Stärke völlig zu Recht mit sieben Toren Unterschied und servierten den Zuschauern einen Auftritt, der zweifelsohne zu den Höhepunkten dieser Saison gehört.

"Mir musst du nicht gratulieren, das kannst du bei der Mannschaft machen", sagte der sichtlich erleichtert wirkende ATV- Couch Matthias Sommer nach der Partie, "ich bin so richtig stolz auf meine Jungs. Den einen Schlüssel zum Erfolg gab es sicherlich nicht, es hat heute ganz einfach alles gepasst."

Dabei fing die Begegnung in der "Vogteihölle", in der die stickige Luft zum Schneiden war, alles andere als verheißungsvoll an. Bereits beim ersten Angriff der Gäste schickten die Unparteiischen Jonas Mumme nach gespielten 50 Sekunden für zwei Minuten auf die Bank, nach zwölf Minuten die zweite Zeitstrafe für den Spielführer. Ein drittes Vergehen hätte den Ausschluss von der Partie für den Leistungsträger bedeutet; ATV-Trainer Sommer nahm ihn zunächst aus dem Spiel und brachte dafür den Trainer der Reserve, Nils Wallrath, der seine Aufgabe in der Abwehrmitte und im Angriff am Kreis mehr als zufriedenstellend erfüllte.

Kampf bis hart an die Grenzen des Erlaubten und darüber hinaus prägten das Spiel über die gesamten 60 Minuten, ein echtes Derby also, bei dem es richtig zur Sache ging und sich die Kontrahenten auf dem Parkett nichts schenkten. Die knappe Führung der Homberger drehte der ATV ab der 20. Minuten durch Treffer von Thomas Jentjens, Can Greven und zweimal Thomas Plhak in einen 13:9-Vorsprung - zu diesem Zeitpunkt wurden die Schnüre um den Sack gelegt. Mit einer verdienten 16:12 Führung ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Wiederanpfiff war bei den Gastgebern die Gier nach Torerfolgen noch längst nicht gesättigt. Den Grün-Weißen gelang fast alles, während die Gäste an den unglaublichen Glanzparaden des ATV-Keeper schier verzweifelten. Beflügelt von der insgesamt starken Abwehrleistung trat der ATV immer selbstbewusster auf. Die Begegnung kam einer Demontage des aufopferungsvoll kämpfenden VfB Homberg sehr nahe; drei Minuten vor dem Schlusspfiff betrug die Führung nach einem Treffer von Christoph Kleinelützum elf Tore, auf der Anzeigetafel leuchtete 32:21.

VfB-Trainer Achim Schürmann setzte noch einmal alles auf eine Karte, aber zu mehr als einer kosmetischen Aufbereitung des Ergebnisses reichte es natürlich nicht mehr.

Der "Mitarbeiter des Tages", Flo Lindenau, dessen Quote zwischenzeitlich auf 50 Prozent gehaltene Bälle gestiegen war, äußerte sich nach dem Spiel gedämpft euphorisch: "Ja, wenn's läuft, dann läuft es. Mich ärgern die fünf Gegentore in den letzten drei Minuten. Es haben ja alle gut gespielt, die Abwehr genauso wie der Angriff."

Nach dem 34:27 klang der Zillertaler Hochzeitsmarsch so schön wie schon lange nicht mehr; trotz der Freude sollte die erneute Kreuzbandverletzung von Janis Kempmann, die er sich im Training vor knapp zwei Wochen zugezogen hat, nicht unerwähnt bleiben.

Am nächsten Samstag reist der ATV zum Tabellenletzten TV Weiden, die Partie wird um 19.45 Uhr angepfiffen.

TV Aldekerk: Lindenau, Schoemackers - Mumme (1/1), Kleinelützum (2), Greven (5), Plhak (7/3), Jentjens (5), Pasch, Liedtke (4), Schwartz, Rampyapedi (1), Reich (2), Tebyl (5), Wallrath (2).

(ütz)
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