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TV Aldekerk kassiert sechste Niederlage im sechsten Spiel

Handball : TV Aldekerk verliert auch das Kellerduell

Der Neuling in der Zweiten Handball-Bundesliga der Frauen unterliegt beim bis dahin ebenfalls noch punktlosen TVB Wuppertal mit 27:30 und bleibt am Tabellenende. Es sind Kleinigkeiten, die in der Partie den Ausschlag geben.

Auch nach dem sechsten Auftritt in der Zweiten Handball-Bundesliga der Frauen muss der TV Aldekerk weiter auf den ersten Punktgewinn warten. Beim TVB Wuppertal, der bis dahin ebenfalls noch keinen Zähler auf dem Konto gehabt hatte, kassierte der Aufsteiger am Samstag eine knappe, insgesamt aber nicht unverdiente 27:30 (12:15)-Niederlage.

Beyeröhdes Trainer Dominik Schlechter hatte seine Spielerinnen vor der Partie noch vor dem Gast aus Aldekerk gewarnt. Trotz guter Leistungen der Grün-Weißen in den Begegnungen zuvor hatte er sein Team allerdings in der Favoritenrolle gesehen und den ersten Saisonsieg gefordert. Dass dieser gelang, lag an Kleinigkeiten. In der Summe machten diese am Samstag in der Sporthalle Buschenburg den Unterschied aus, der sich beim Abpfiff in einer Differenz von drei Treffern niederschlug.

Da war beispielsweise die Tatsache, dass die eine oder andere Spielerin in Aldekerker Reihen erkältet war und deshalb die wichtige Partie nicht hundertprozentig fit angehen konnte. Oder ein einzelner dummer Fehler, den die Gäste sich mehr leisteten als der Gegner. Auf jeden Fall setzte der TVB Wuppertal die ersten Duftmarken und lag nach knapp neun Minuten mit 4:1 vorne. Er hatte dem ATV im Duell der Kellerkinder eine defensive Abwehrformation entgegengestellt, die das Aldekerker Angriffsspiel deutlich hemmte. Dazu kamen noch ein paar unglückliche Angriffsaktionen der Mannschaft von Trainerin Yvonne Fillgert, die wirkungslos verpufften und dem Gegner Möglichkeiten eröffneten.

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„Es waren heute Kleinigkeiten, die den Ausschlag gegeben haben“, sagte auch Fillgert. „Wir haben ein paar blöde Fehler produziert, die uns öfter mal ausgebremst haben. Dazu war Beyeröhde einfach galliger und wollte den Sieg mehr als wir.“ Als kleines i-Tüpfelchen hatte der TVB dann in Dana Centini noch eine starke Torhüterin zwischen den Pfosten, die mit ihren Paraden etliche Aldekerker Einwurfmöglichkeiten vereitelte. Gemixt mit zwei vergebenen Strafwürfen der Grün-Weißen war der Torabstand zum Seitenwechsel nicht groß, aber entscheidend.

Das Bild änderte sich auch im zweiten Durchgang wenig. Die Gastgeberinnen legten vor – und die Aldekerkerinnen mussten zusehen, dass sie den Anschluss hielten. Zumindest in kämpferischer Hinsicht stimmte es beim ATV, dem es auch zweimal noch gelang, den zwischenzeitlichen Abstand von fünf Toren auf zwei Treffer zu verringern. Doch wie so oft kamen die unglücklichen Aktionen zu unmöglichen Zeitpunkten, Wuppertal konnte kontern und die Situation jeweils entschärfen.

Yvonne Fillgert ließ ihre Spielerinnen zum Ende hin auch noch sehr offensiv verteidigen. Doch auch das brachte nichts mehr. So behalten die Aldekerkerinnen die Rote Laterne und sehen eher schweren Zeiten entgegen. „Am nächsten Wochenende kommen die Spreefüchse aus Berlin“, sagt Yvonne Fillgert. „Ich habe der Mannschaft jetzt zwei Tage trainingsfrei gegeben, um Wehwehchen auszukurieren. Ab Dienstag sehen wir weiter.“ Die Partie gegen die Berlinerinnen, die mit 10:2-Punkten auf dem fünften Platz stehen, wird am Samstag, 17.30 Uhr, in der Vogteihalle angeworfen.

TV Aldekerk: Cengiz, Leuf, Kothen – van Neerven (10), Rottwinkel (4), F. Huppers (4/1), Verlinden (3), A. Huppers (3/2), Beugels (2), Albin (1), Molderings, Nebel, Schütten, Strunz, van Katwijk, Nunnendorf.