Dritte Handball-Liga Der TV Aldekerk hat sein Ziel vor Augen

Kerken · Die Mannschaft um Spielertrainer Tim Gentges hat sich mit drei Siegen in Folge eine glänzende Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt verschafft. Am Samstag geht’s zur Reserve eines Bundesligisten.

 Torgefährlich: Julian Mumme (am Ball) präsentiert sich seit Wochen in bestechender Form und hat großen Anteil an der jüngsten Siegesserie.

Torgefährlich: Julian Mumme (am Ball) präsentiert sich seit Wochen in bestechender Form und hat großen Anteil an der jüngsten Siegesserie.

Foto: Heinz Spütz

Der vergangene Spieltag in der Dritten Handball-Liga verlief für den TV Aldekerk wie gemalt. Die Mannschaft machte mit einem 29:26 gegen den TuS 82 Opladen den dritten Sieg in Folge perfekt. Gleichzeitig blieben die engsten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt (Ratingen, Dansenberg und Homburg) sieglos. Lediglich die TSG Haßloch konnte ebenfalls einen Sieg verbuchen und damit das Tabellenende verlassen. Der ATV rückte in der Tabelle bis auf Rang zwölf vor und hat drei Spieltage vor Schluss drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den die TSG Haßloch einnimmt.

Am Samstag reist der Turnverein nach Wetzlar und trifft dort ab 19.30 Uhr im 240 Kilometer entfernten Lahn-Dill-Kreis auf die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II – dahinter verbirgt sich die Reserve des Bundesligisten HSG Wetzlar. Die Ausgangslage: Die Hausherren stehen mit einem Punkt vor den Gästen vom Niederrhein, können nur noch rein rechnerisch absteigen und mit einem Sieg letzte Zweifel über ihren Ligaverbleib aus dem Weg räumen. Nicht ganz so rosig, aber durchaus hoffnungsvoll sieht die Perspektive bei der Gentges-Truppe aus, die den Rechenschieber noch außen vor lässt. Die Grün-Weißen haben es selber in der Hand, mit einem Auswärtssieg den Klassenerhalt nahezu perfekt zu machen.

Aus dem Hinspiel hat die Mannschaft noch eine Rechnung offen. Nach schneller 6:1-Führung hatte der Turnverein am Ende mit 25:28 das Nachsehen. Es war gleichzeitig das Schicksalsspiel von David Hansen. Nach einem Zusammenstoß mit einem gegnerischen Spieler musste zunächst eine blutende Kopfverletzung behandelt werden. Mit einem Turban ging es weiter. Kurze Zeit später wurde der damalige Top-Torjäger der Liga mit einem heftigen Stoß in den Rippenbogen am Wurf gehindert. Unter der daraus resultierenden Verletzung leidet Hansen bis heute und ist von den Ärzten immer noch sportuntauglich geschrieben.

„Wir sind in einer guten Ausgangslage, die viele nicht für möglich gehalten haben, wir aber schon. Da kann man mal sehen, wie schnell sich alles drehen kann. Das nehmen wir auch gleichzeitig als Warnung für uns auf“, sagt Spielertrainer Tim Gentges. „Dutenhofen hat eine enorme Qualität, die mit Ausnahme von Meister Ferndorf jede Mannschaft in der Liga schlagen kann. Trotzdem ist dieses Spiel eine riesengroße Chance für uns. Um dort bestehen zu können, müssen wir mit größter taktischer Disziplin auftreten. Wenn nicht, wird es verdammt schwierig. Zwei Punkte wären ein mächtiger Schritt Richtung Klassenerhalt. Es wird ein brutal hartes Stück Arbeit, aber der Wille, der Charakter und die Mentalität sind da. Wir werden alles dafür tun, die Punkte aus Wetzlar mitzunehmen.“

Roman Grützner hat nach seiner Handverletzung das Training inzwischen wieder aufgenommen und gehört am Samstag wahrscheinlich zum Kader.

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