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TV Aldekerk ist auch gegen den HC Leipzig krasser Außenseiter

Zweite Handball-Bundesliga der Frauen : Großer Traditionsclub in der Vogteihalle zu Gast

Zweite Handball-Bundesliga der Frauen: TV Aldekerk trifft am Sonntag auf den HC Leipzig, der einen langen Briefkopf hat. Die Gastgeberinnen möchten endlich einmal für eine Überraschung sorgen.

21 Deutsche Meisterschaften, zehn Pokalsiege und einmal der Gewinner des DHB-Supercup – die Liste der nationalen Titel des HC Leipzig ist beeindruckend, dazu stehen zwei Europapokalsiege der Landesmeister und ein EHF-Pokal-Sieg auf der Erfolgsliste des sächsischen Handballclubs. Auch wenn die Erfolgsgeschichte des HCL mit dem Zwangsabstieg aus der Belétage im Jahr 2017 erst einmal ihr Ende fand, wird das Duell mit den Blau-Gelben am Sonntag ab 15 Uhr für die Aldekerkerinnen zu einer große Aufgabe.

Nicht genug damit, dass man sich als Neuling die Anerkennung der Konkurrenz in der Zweiten Bundesliga erst verdienen muss. Auch der missglückte Saisonstart macht die Mannschaft um Trainerin Yvonne Fillgert nicht gerade zum Favoriten. Mit einem Minus von 33 Treffern stehen die Aldekerkerinnen punktlos am Tabellenende und gehen auch in der heimischen Vogteihalle als Außenseiter auf die Platte.

Doch trotz aller bislang so widrigen Umstände und eher düsteren Prognosen sind die Grün-Weißen weit davon entfernt, den Kopf in den Sand zu stecken. „Wir haben uns die Woche über gut vorbereitet und wissen, dass wir uns wenig oder keine Fehler erlauben dürfen, um am Ende unser Punktekonto mal klingeln hören zu können“, gibt sich Torhüterin Nadja Leuf kämpferisch. „Wir werden unser Saisonziel nicht aus den Augen verlieren. Und das lautet bekanntlich Klassenerhalt.“

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Die Gäste aus Sachsen treten die weite Reise an den Slousenweg als Tabellenachter an. Einem nahezu optimalen 27:19-Einstand gegen Mainz 05 ließ die Mannschaft von Fabian Kunze eine denkbar knappe Heimniederlage gegen Gräfrath folgen. Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Nina Reißberg und Linkshänderin Julia Weise kurz vor dem Ligastart bringen die Leipzigerinnen noch genug Qualität mit, um auch am Niederrhein die Punkte mitzunehmen.

„Leipzig spielt schnell und druckvoll und geht als klarer Favorit ins Spiel“, weiß auch ATV-Trainerin Yvonne Fillgert. „Doch wir haben hart trainiert und an unseren Fehlern gearbeitet.“ Die Fronten wären damit eindeutig geklärt, doch muss das Spiel für die Punktevergabe erst noch gespielt werden. Konkrete Erwartungen hat Fillgert nicht, dafür aber eine klare Hoffnung. „Wir wollen es einfach besser machen als in den ersten drei Begegnungen und zeigen, dass wir schon einiges gelernt haben. Und dann werden wir sehen, was dabei herausspringt.“