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TV Aldekerk in der Handball-Hochburg Gummersbach gefordert

Handball : TV Aldekerk plant dritten Sieg in Serie

Vor den Toren der Handball-Hochburg Gummersbach tritt der Regionalligist am Samstag ab 20 Uhr beim Aufsteiger HC Gelpe/Strombach an. Der Gegner steht bereits mit dem Rücken zur Wand. Can Greven feiert sein Comeback.

Das ist das dann mal ein echtes Auswärtsspiel. Regionalligist TV Aldekerk macht sich am Samstag auf eine 140 Kilometer lange Reise, die bis ins Oberbergische vor die Tore der Handball-Hochburg Gummersbach führt. In der altehrwürdigen Eugen-Haas-Halle, in der der VfL Gummersbach in den 70er Jahren seine legendären Erfolge feierte, trifft das Team um ATV-Trainer Nils Wallrath ab 20 Uhr auf den HC Gelpe/Strombach. Beim Gegner handelt es sich um den Zusammenschluss der Handball-Abteilungen der beiden Stammvereine TV Strombach und TV Gelpetal.

In der abgebrochenen Corona-Saison konnte sich der Verein nach der Quotientenberechnung knapp vor dem Pulheimer SC in der Oberliga durchsetzen und feierte somit den Aufstieg in die Regionalliga Nordrhein. Allerdings wartet der Neuling noch auf den ersten Punktgewinn. In eigener Halle ging die Mannschaft gegen HSG Siebengebirge (25:28) und SG Langenfeld (28:29) leer aus. Beim OSC Rheinhausen handelte sich der HC Gelpe/Strombach ein 22:27 ein und hat damit ebenso wie der Neusser HV und der MTV Rheinwacht Dinslaken 0:6-Punkte auf seinem Konto.

Wesentlich rosiger sieht die aktuelle Situation für die Grün-Weißen aus Aldekerk aus: Nach der Niederlage im ersten Saisonspiel beim TV Korschenbroich zeigte sich die Wallrath-Sieben in den folgenden beiden Partien gut erholt und gewann unter dem Strich recht souverän beim OSC Rheinhausen und in der heimischen Vogteihalle gegen MTV Dinslaken.

„Über unseren Gegner ist mir sehr wenig bekannt“, sagt Wallrath. „Aber wir müssen ohnehin auf uns gucken. Ich hoffe, dass wir die Euphorie aus den beiden gewonnenen Spielen mitnehmen können und den Gegner auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen.“ Dazu besteht auch überhaupt kein Anlass, da sich der Aufsteiger möglicherweise schon in naher Zukunft stark verbessert präsentiert. „Natürlich habe ich mir Videomaterial angeschaut. Aber die Mannschaft hatte ganz offensichtlich personelle Probleme. Möglicherweise stoßen schon gegen uns neue Spieler zur Mannschaft, die auf den Videos gar nicht zu sehen waren“, warnt der ATV-Coach. Dass die Gastgeber bereits nach drei Spieltagen mit dem Rücken zur Wand stehen und unbedingt punkten müssen, um nicht frühzeitig den Anschluss zu verlieren, macht die Sache für den ATV keineswegs einfacher. Die Ansprüche des gegnerischen Trainers Michiel Lochtenbergh, der in seiner aktiven Zeit 82 Mal für die niederländische Nationalmannschaft auflief, dürften sich nicht mit den bisher erzielten Ergebnissen seiner Truppe decken. Dementsprechend wird der Ex-Bundesliga-Profi seine Männer motivieren, um sich in der nächsten Zeit etwas freundlicheren Tabellenregionen annähern zu können.

Auch der TV Aldekerk beklagt schon in der Anfangsphase einige personelle Probleme. Der etatmäßige Linksaußen Christopher Tebyl hat sich bekanntlich mit einem Kreuzbandriss bereits für den Rest Saison von der Mannschaft verabschiedet. Sein Stellvertreter Robin Appelhans fehlt am Samstag aus beruflichen Gründen. Nils Wallrath: „Wir werden für dieses Problem eine interne Lösung finden.“ Die gute Nachricht für die Aldekerker Handballfreunde: Nach überstandener Oberschenkelverletzung feiert Allrounder Can Greven im Oberbergischen seinen Saisoneinstand.