TV Aldekerk für die neue Drittliga-Saison gut gerüstet

Handball : Umbruch: TV Aldekerk vertraut Talenten

Dritte Handball-Liga der Frauen: Die neue Trainerin Yvonne Fillgert setzt auf die richtige Mischung aus erfahrenen und jungen Spielerinnen. Unter dem Strich soll für die Grün-Weißen ein Platz im gesicherten Mittelfeld herausspringen.

Mit einem deutlich veränderten Kader starten die Drittliga-Handballerinnen des TV Aldekerk am kommenden Wochenende in die neue Spielzeit. Gleich sechs Abgänge gilt es zu verkraften, wobei sich dieser personelle Aderlass vor allem im Rückraum der Grün-Weißen deutlich bemerkbar macht. Dazu kommt, dass in Yvonne Fillgert auch noch eine neue Trainerin das Kommando auf der Brücke übernommen hat, die versuchen wird, aus erfahrenen Spielerinnen und jungen Nachwuchstalenten ein Team zu formen. „Der Kader ist schon recht schmal“, sagt Fillgert im Gespräch, „doch wir versuchen, auch junge Spielerinnen aus der eigenen Bundeligajugend frühzeitig einzubinden. Das hat in den Vorbereitungsspielen schon gut geklappt und erweitert auch unsere Möglichkeiten.“

So zählen Emma Molderings, Lina Nebel und Christina Zey zum erweiterten Kader, Carina Schütten ist aus der Reserve befördert worden, Linkshänderin Insa Weisz aus der eigenen Jugend. Einzig echter Neuzugang ist Mariko Ikeda aus St. Tönis. Die 36-jährige Rechtshänderin ist eine echte Allrounderin und kann entsprechend vielseitig eingesetzt werden.

„Wir stehen schon vor einem großen Umbruch und kompletten Neuanfang“, gibt Co-Trainer Georg van Neerven zu, der das Team auch in den letzten Jahren schon mit trainiert hat und das sicher am besten beurteilen kann. Dennoch blickt er mit Yvonne Fillgert auf eine durchweg positive Vorbereitungszeit zurück. „Uns ging es da ja auch nicht um Ergebnisse“, sagt die neue Trainerin, die als Spielerin auf eine jahrelange Bundesligaerfahrung zurückblicken kann. „Wir haben viele Testspiele absolviert und Spielerinnen auf neuen Positionen ausprobiert. Die letzten zwei Wochen vor dem Saisonstart haben wir dann genutzt, um an der Abstimmung zu arbeiten und die Deckung zu stabilisieren.“

Im Jahr eins nach Dagmara Kowalska soll auch am Spielsystem noch gedreht werden. Die Umstellung auf eine offensivere Deckungsformation soll dem schnellem Umschaltspiel nach vorne Auftrieb verschaffen und leichte Tore über den Gegenstoß bringen. Dazu haben die Grün-Weißen an der Abstimmung gearbeitet und versucht, der Defensive die nötige Stabilität zu verleihen. Das Trainerduo ist sich einig, dass die Vorbereitungszeit gut verlaufen und eine positive Entwicklung der Mannschaft deutlich sichtbar ist.

Auch sonst herrscht im Hinblick auf den Saisonstart und die angepeilte Platzierung Zuversicht, obwohl schon im Anfangsstadium erste Verletzungen zu beklagen sind. Ein Mittelfeldplatz soll unter dem Strich herausspringen, wobei die neu aufgeteilte Liga sicherlich noch einige Überraschungen bereithalten wird. „Ein guter Saisonstart wäre uns zu wünschen“, sagt Fillgert, die sich und ihr Team gut vorbereitet weiß. Am kommenden Sonntag geht es um 17 Uhr in der heimischen Vogteihalle gegen den Königsborner SV um die ersten Meisterschaftspunkte.

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