Handball: TV Aldekerk blamiert sich und muss plötzlich wieder zittern

Handball: TV Aldekerk blamiert sich und muss plötzlich wieder zittern

Handball-Regionalliga: 21:28 (11:13)-Niederlage beim Vorletzten TV Rheinbach.Trainer Matthias Sommer bemängelt Harm- und Ideenlosigkeit im Angriff.

Im letzten Heimspiel spielte der TV Aldekerk gegen die SG Ratingen speziell in der ersten Halbzeit noch begeisternden Handball. Aber genau das Gegenteil war im äußerst wichtigen Spiel gegen den Abstiegskandidaten TV Rheinbach der Fall. Sang- und klanglos ging die Mannschaft von ATV-Trainer Matthias Sommer mit 21:28 unter.

Die Enttäuschung über die schwache Vorstellung seiner Mannschaft saß bei Sommer lange nach dem Spiel noch sehr tief. Eine plausible Erklärung für den Leistungsabfall konnte er nicht bieten, aber er beklagte die Ideenlosigkeit im Angriffsspiel und die Vielzahl der leichten Fehler. "Was sind 21 Tore? Damit gewinnt man nichts in der Liga. Und wenn wir weiter so eine schwache Angriffsleistung zeigen, gewinnen wir in dieser Saison kein Spiel mehr", lautete seine nüchterne Bilanz.

Nach Can Greven, der schon gegen Ratingen gespielt hatte, meldelte sich in Rheinbach ein weiterer Langzeitverletzter zurück: Tobias Reich. Schnell gingen die Gastgeber mit 3:0 in Führung. Nach 15 Spielminuten war dieser Vorsprung auf beachtliche sechs Tore angewachsen. Kurz vor der Pause keimte noch einmal Hoffnung im Aldekerker Lager auf, als die Mannschaft mit vier Toren in Folge auf 11:13 verkürzt hatte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte trat der Vorletzte wieder wesentlich entschlossener auf. Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, da lag der Gastgeber bereits wieder mit 18:12 vorne. Der Rest des Spiels ist schnell erzählt, die Gastgeber gaben sich keine Blöße mehr und siegten verdient mit 28:21 gegen eine maßlos enttäuschende Aldekerker Mannschaft.

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"Vielen von uns scheint der Ernst der Lage gar nicht bewusst zu sein", bemängelte Spielführer Jonas Mumme. "Anders lässt sich solch ein beschämender Auftritt nicht erklären. An der Abwehr hat es nicht unbedingt gelegen, da haben wir ganz gute Arbeit geleistet, aber vorne ging ja gar nichts bei uns. Auch unsere Torhüter hatten nicht ihren besten Tag."

Nach Einschätzung von Mumme müssen mindestens zwei Siege aus den letzten Partien herausspringen - ansonsten könnte es ein böses Erwachen geben.

Vier Matchbälle hat der ATV noch, es stehen die beiden Auswärtsspiele gegen den Tabellenletzten aus Weiden und den Tabellenfünften TuS Opladen an; im letzten Spiel kommt es zum Duell mit den Adlern aus Königshof. Aber zunächst erwartet der TV Aldekerk am Samstag den VfB Homberg mit dem langjährigen ATV-Trainer Achim Schürmann.

(ütz)
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