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TuS Lintfort für Zweitliga-Neuling TV Aldekerk eine Nummer zu groß

Zweite Handball-Bundesliga : Erste Lehrstunde für den TV Aldekerk

Zweite Handball-Bundesliga der Frauen: Der TuS Lintfort war zum Auftakt für den Neuling eine Nummer zu groß. Die Mannschaft von Trainerin Yvonne Fillgert kassiert eine 24:35-Niederlage, hält aber in der zweiten Hälfte gut dagegen.

Das Abenteuer Zweite Handball-Bundesliga der Frauen hat für den TV Aldekerk mit einer deutlichen Niederlage begonnen. Der Aufsteiger hatte am Samstag beim TuS Lintfort mit 24:35 (8:18) das Nachsehen. „Klar, wir haben hoch verloren. Aber wenn man das Spiel in Gänze betrachtet, war nicht alles so schlecht.“ Die Einschätzung der Aldekerker Trainerin Yvonne Fillgert nach dem ersten Spiel einer Frauen-Mannschaft des TV Aldekerk in Liga zwei war nüchtern und klang etwas nach Kopf-hoch-Motivation. Aber die Leistung ihrer Schützlinge in der zweiten Halbzeit lieferte Anlass zu leichtem Optimismus.

In der Partie gegen den Tabellenvierten der Vorsaison erwischten die Aldekerkerinnen einen nervösen Start. In der Abwehr hinterließen die Gäste zwar einen recht sicheren Eindruck. Und Torhüterin Tugce Cengiz wartete direkt am Anfang mit zwei guten Paraden auf. Doch die Grün-Weißen waren nicht in der Lage, daraus Kapital zu schlagen. Zu leicht gaben die Aldekerkerinnen im Angriff die Bälle her oder scheiterten am Lintforter Block. Was dann noch durchkam, wurde zur Beute der gut aufgelegten Laura Graef im Lintforter Tor.

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Je unsicherer der Aufsteiger mit zunehmender Spieldauer wurde, desto mehr zeigten die Gastgeberinnen ihre Klasse und Abgeklärtheit. Yvonne Fillgert hatte schon nach knapp zehn Minuten versucht, dem Treiben des TuS Einhalt zu gebieten und ihr Team neu auszurichten. Doch auch die personelle Änderung brachte nicht den gewünschten Erfolg. Die Favoritinnen aus Lintfort trugen ihre Angriffe weiterhin geduldig vor und kamen routiniert zu ihren Torerfolgen. Über 10:5 und 13:7 steuerten die Gastgeberinnen einer deutlichen Halbzeitführung entgegen und hatten für den zweiten Durchgang alle Trümpfe in der Hand.

„Vielleicht hatten wir zu Beginn auch mit dem Drumherum zu viel zu tun“, sagte Fillgert nachher. „Wir durften wieder spielen, gleich das Nachbarschaftsduell zum Auftakt, und die Tribüne war auch wieder erfreulich voll“, sagte sie und hatte die Gründe für die Nervosität ihrer Mannschaft gleich ausgemacht. Doch ausgerechnet eine der jüngsten Spielerinnen im Aldekerker Aufgebot zeigte im zweiten Abschnitt, dass es auch anders geht. Emma Molderings kam erst zu Beginn der zweiten Halbzeit ins Spiel, zeigte sich vom Rückstand ihrer Farben unbeeindruckt und konnte sich direkt dreimal in Folge in die Torschützenliste eintragen.

Vielleicht hatte ihre gute Leistung auch etwas Signalwirkung. Der Rückstand war hoch, Lintfort blieb das bessere Team. Aber der TV Aldekerk gab nicht auf und sorgte dafür, dass zumindest der Abstand nicht größer wurde. Genauso, wie ihre Kollegin Bettina Grenz-Klein auf Lintforter Seite, wechselte Fillgert durch und bot allen Spielerinnen die Möglichkeit, Spielpraxis zu sammeln.

Am Ende stand für den TV Aldekerk eine mit elf Toren Differenz deutliche und auch in der Höhe verdiente Niederlage, die die Aldekerkerinnen jedoch nicht in eine tiefe Depression stürzen sollte. „Die Saison ist noch lang“, sagte Yvonne Fillgert zum Abschluss. „Wir müssen heute einfach das Positive mitnehmen. Ich glaube, wenn wir ein bisschen mehr Routine bekommen, werden wir auch gegen solche starken Gegner etwas besser zum Zug kommen.“

TV Aldekerk: Cengiz, Leuf, Kothen – Molderings (5), A. Huppers (5), van Neerven (4), Beugels (3), F. Huppers (3/1), Verlinden (2), Albin (1), Rottwinkel (1), Nebel, Strunz, Korsten, Schütten, Nunnendorf.