Leichtathletik Das Motto: Etwas Matsch muss sein

Weeze · Querfeldeinrennen für die ganze Familie: Der TSV Weeze lockte bei der fünften Auflage seines Crosslaufs 170 Läuferinnen und Läufer an. Der Xantener Christoph Verhalen feierte einen Start-Ziel-Sieg.

 Am Petrusheim schickte Moderator Laurenz Thissen die Crossläufer noch trockenen Fußes auf die Strecke. Das sollte sich allerdings schon wenige Meter später ändern.

Am Petrusheim schickte Moderator Laurenz Thissen die Crossläufer noch trockenen Fußes auf die Strecke. Das sollte sich allerdings schon wenige Meter später ändern.

Foto: Evers, Gottfried (eve)

Der TSV Weeze feiert aktuell sein 100-jähriges Jubiläum. Auf eine etwas kleinere runde Zahl konnte der Sportverein schon jetzt anstoßen. Zum fünften Mal fand nämlich der Crosslauf am Petrusheim statt. 170 Läuferinnen und Läufer gingen an den Start, um sich auf den diversen Strecken zu verausgaben. Das Wetter war dabei richtig „schmuddelig“, was nicht unbedingt förderlich für Bestzeiten ist, aber zur Veranstaltung gut passte.

„Den richtigen Crossläufern ist das Wetter egal“, betonte auch Laurenz Thissen, der wie gewohnt den Crosslauf moderierte. Die Zuschauer betrafen der Regen und die Kälte ohnehin kaum. Schließlich war der Start- und Zielbereich wieder direkt neben der Cafeteria positioniert. „Das ist für viele ein wichtiger Vorteil bei diesem Crosslauf. Man kann den Start und das Ziel gut sehen und hat es dabei direkt trocken und warm“, so Thissen. Teilnehmerstärkster Verein war einmal mehr der Kevelaerer SV, dessen 43 Starter in allen Altersklassen vertreten waren. Vor allem in den Jugendwettbewerben mischten viele Talente aus der Marienstadt mit. „Im Winter trainieren wir fast ausschließlich in der Halle. Da kommt ein Crosslauf gerade richtig, dort wird dann das gesamte Laufspektrum abgerufen“, erklärte Stefan Zwiener vom Traditionsverein aus der Nachbarstadt.

Gerade auf die Kinder scheint das Querfeldeinrennen schon einen besonderen Reiz auszuüben. Das konnten die Zuschauer beim ersten Start des Wettbewerbs beobachten. Jungen und Mädchen im Alter von sieben bis neun Jahren machten sich am frühen Nachmittag für die Distanz von einem Kilometer bereit. Das war gleichbedeutend mit einer kleinen Runde, die große Runde war zwei Kilometer lang. Auf dieser trat der 10- bis 13-Jährige Nachwuchs nur wenig später an.

„Die Strecke ist sehr vielfältig, mit vielen Steigungen und eigentlich allen Belägen, die es beim Laufen geben kann“, schilderte Zwiener. Eine besondere Herausforderung stellten in diesem Jahr die Steigungen dar, die durch den Regen zu allem Überfluss auch noch ziemlich matschig waren. Diese Erfahrung mussten auch die Jugendlichen und Teilnehmer aus den männlichen und weiblichen Hauptklassen machen, die über drei und vier Kilometer starteten. Im stark besetzten 6000-Meter-Lauf gingen die 18- und 19-jährigen Junioren sowie die Senioren ab 45 an den Start. Felix Kirsten vom Moerser TV setzte sich hier mit 21:04 Minuten an die Spitze. Bei den Frauen, die ab 30 Jahren mitlaufen konnten, kam Michaela Born vom Gastgeber TSV Weeze in 25:33 Minuten mit einer Sekunde Vorsprung auf Christine Terweiden vom TV Goch als Siegerin ins Ziel.

Im Hauptlauf über acht Kilometer wurde es vorne nicht wirklich spannend. Christoph Verhalen von TuS Xanten brauchte nur 26:52 Minuten für die vier großen Runden und war damit einfach nicht zu schlagen. Der Sieger nahm zum ersten Mal am Crosslauf in Weeze teil. „Nächste Woche ist der Crosslauf in Xanten, da wollte ich mich vorher schon mal hier blicken lassen und mich etwas vorbereiten. Das hat sich auch gelohnt, es ist eine schöne Veranstaltung“, sagte Verhalen. Auf den Rängen zwei und drei landeten Armin Beus (SV Sonsbeck) in 27:49 Minuten und Heinz van Dongen aus den Reihen des Gastgebers in 28:47 Minuten.

Geehrt wurden anschließend die besten drei Läufer und Läuferinnen der jeweiligen Altersklasse in jedem Lauf. Die Besucher genossen dabei Kaffee und Kuchen und sparten nicht mit Applaus für die Ausdauersportler. „Der Crosslauf ist sehr familiär, hier kommt man wunderbar ins Gespräch mit den anderen Vereinen und hält so die freundschaftlichen Beziehungen aufrecht“, betonte Stefan Zwiener.

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