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TSV Wachtendonk-Wankum will sich in der Landesliga etablieren

Fußball : TSV Wachtendonk-Wankum will sich in der Landesliga etablieren

Die Mannschaft war in der vergangenen Bezirksliga-Saison eine Klasse für sich. Jetzt will sich das mit sieben Neuzugängen verstärkte Team von Trainer Frank Goldau eine Liga höher von der Abstiegszone fernhalten.

Als der TSV Wachtendonk-Wankum in der vergangenen Saison in der Fußball-Bezirksliga die ersten neun von zehn Meisterschaftsspielen gewonnen hatte, war seine Favoritenrolle nicht mehr zu leugnen. Am Ende sicherte sich das Team souverän den Titel. Der TSV Wa.-Wa. holte bis zum Abbruch der Saison 60 von 69 möglichen Punkten und hatte 15 Zähler Vorsprung vor dem Tabellenzweiten VfL Tönisberg. „Wir sind schon ambitioniert in die Serie gestartet. Aber dass wir am Ende so deutlich vorne liegen würden, war nicht zu erwarten. Schließlich hatte das Team in der Spielzeit zuvor noch einige Probleme gehabt“, sagt Frank Goldau, der gleich in seinem ersten Trainerjahr beim TSV den Aufstieg perfekt machte. Jetzt will er sich mit dem Team in der Landesliga etablieren.

Das Personal Fünf Spieler verließen den Neuling. Julius Pasch und Charalabos Michos zog es zum SC Auwel-Holt, weitere Abgänge waren Sandro Meyer (TuRa Brüggen) und Marco Härtner (FC Aldekerk). Tom Fleming legt eine Pause ein. Dem stehen sieben Neuzugänge gegenüber, die das Team auf Landesliga-Niveau hieven sollen. So wurde in Job ten Barge (Viktoria Goch) ein zweiter Keeper verpflichtet, als Torwart-Trainer kam Thorben Gbur (Arminia Kapellen), der auch im Notfall einspringen kann. Viel Erfahrung bringt der 34-jährige Mittelfeldakteur El Houcine ­Bougjdi (Fichte Lintfort) mit, der schon in der Regionalliga für den KFC Uerdingen spielte. Auch der 19-jährige Niels Blaszczyk, ausgebildet bei VVV Venlo, gilt als hoffnungsvolle Verstärkung. Das trifft ebenfalls auf Atila Ercan (Viktoria Goch), Martin Stroetges (SC Union Nettetal) und Philipp Cox (ASV Süchteln) zu, der die Viererkette verstärken soll. „Wir hätten Sandro Meyer gerne gehalten, da wir personell in der Offensive etwas schwach besetzt sind“, sagt Goldau.

Die Stärken Durch die individuelle Klasse einiger Spieler wie Torjäger Markus Müller, der im jüngsten Testspiel gegen Veen allein fünf Treffer erzielte, sind die Wachtendonker für so manchen Gegner schwer einzuschätzen. Sichere und schnelle Kombinationen in der Offensive gepaart mit einer soliden Defensive gehören weiter zu den Stärken der Mannschaft.

Die Schwächen Der TSV wurde in der vergangenen Saison in der Bezirksliga nur selten ernsthaft auf die Probe gestellt. Schwächen zeigte er da nicht. Nun muss er sich aber auf einem anderen Niveau eine Liga höher beweisen.

Die Form In einigen Vorbereitungsspielen – wie gegen den SV Millingen – zeigte sich, dass noch nicht alles rund läuft. „Die ersten Trainingswochen liefen personalbedingt nicht so gut, da müssen wir noch nacharbeiten“, sagt Frank Goldau. Der Coach hofft, das sein Team im letzten Testspiel daheim gegen Oberligist TSV Meerbusch (Samstag, 16 Uhr) die Reifeprüfung für die Landesliga abliefern wird.

Das Ziel Nur 14 Mannschaften gehen in Gruppe zwei der Landesliga an den Start. Bei voraussichtlich drei Absteigern kann es da sehr schnell eng werden. „Die Vorgabe ist, dass es uns gelingt, frühzeitig in einen gesicherten Bereich zu kommen und wir uns von den unteren Tabellenplätzen fernhalten“, sagt Goldau.