TSV Wachtendonk-Wankum ist das Maß aller Dinge

Fußball : TSV Wa.-Wa. eilt der Konkurrenz davon

Fußball-Bezirksliga: Spitzenreiter demonstriert seine Vormachtstellung mit einem 2:0 beim Verfolger Sportfreunde Broekhuysen.

Der TSV Wachtendonk-Wankum bleibt in der Gruppe 4 der Fußball-Bezirksliga das Maß der Dinge. Im Derby gab sich der Spitzenreiter beim Zweitplatzierten aus Broekhuysen keine Blöße und gewann auch in Unterzahl. Beim zweiten Derby am Walbecker Bergsteg setzte sich Neuling TSV Weeze beim Schlusslicht SV Walbeck knapp mit 2:1-Toren durch. Mit einem 1:0-Heimerfolg gegen den SV Budberg schaffte der FC Aldekerk den Sprung ins gesicherte Mittelfeld der Tabelle. Aufatmen konnte man auch in Twisteden, die durch einen 1:0-Erfolg gegen die Zweitvertretung vom 1. FC Kleve den Sprung von den Abstiegsplätzen schafften. Diese Chance verpasste der SV Straelen II im Kellerduell gegen den GSV Moers, der sich in der Blumenstadt mit 3:0-Toren durchsetzen konnte.

Sportfreunde Broekhuysen – TSV Wachtendonk-Wankum 0:2 (0:1). Meisterlich und ganz anders fokussiert als in den letzten Spielen trat der Tabellenführer in diesem Spitzenspiel auf. Für die Gäste war es ein Spiel mit Handicap, denn ab der 23. Minute musste der vorbelastete Gerrit van Dinther nach einem Foulspiel an Marcel Thissen vorzeitig unter die Dusche. Auch Thissen musste verletzt vom Platz, für ihn kam Igor Puschenkow. Doch von der Unterzahl der Gäste war nur wenig zu spüren, das musste auch Broekhuysens Spielertrainer Sebastian Clarke nach dem Spiel eingestehen. „Bis zur gelb-roten Karte waren wir präsent, danach war bei uns ein Bruch im Spiel.“ In der 34. Minute war es dann auch passiert, als Eric Holz nach einem Eckball Maß nahm und mit einem Drop-Kick unhaltbar zur Pausenführung einschoss.

Nach dem Wechsel suchte die Heimelf Wege zum Ausgleichstreffer, tat sich aber gegen zwei Viererketten der Gäste und einen Markus Müller im Wachtendonker Sturmzentrum schwer. Einigen Schusschancen, so wie jener von Igor Puschenkow in der 50. Minute, fehlte es an der nötigen Präzision. Der TSV lauerte auf seine Konterchancen, war weiter gut im Spiel und hatte in der 68. Minute Glück, als Abwehrmann Christoph Elspaß der Ball unglücklich über den Schlappen rutschte. Lewis Brempong hatte keine Mühe, den Ball frei stehend einzuschießen. Zwar hatte die Heimelf in der Schlussphase noch die eine oder andere Möglichkeit, so richtig zwingend war das aber nicht. „Meine Mannschaft hat nach dem Platzverweis eine gute Reaktion gezeigt, das gut weggesteckt und eine ganz andere Qualität als zuletzt auf den Platz gebracht“, freute sich TSV-Trainer Frank Goldau. „Wir haben zu wenig Lösungen gefunden und es nicht geschafft, Wachtendonk vor große Probleme zu stellen“, so das Resümee von Trainer Sebastian Clarke.

SV Walbeck – TSV Weeze 1:2 (1:0). Dieses Derby war ein echtes Kellerduell, das vor allem auch nach der Pause recht hitzig geführt wurde. Der erste Durchgang war recht ausgeglichen, allerdings mit Feldvorteilen für die Gäste aus Weeze. Doch den Platzherren gelang die frühe Führung, eine Flanke von Maurice Koppers verwandelte Marcel Giesen nach dreizehn Minuten. In der kampfbetonten zweiten Hälfte forderten die Walbecker nach einem Zweikampf im Strafraum einen Elfmeter, der Unparteiische sah es anders. Unstrittig dagegen der Weezer Ausgleich nach einer Stunde, als Florian Feddema einen Freistoß direkt verwandelte. Nur drei Minuten später die Führung der Gäste, schön herausgespielt und vollendet von Hakan Erkis. Weeze war die bissigere Mannschaft, hatte mehr Spielkontrolle. Walbeck blieb, bis auf eine Kopfballchance durch Phillip Pasch kurz vor Spielende, zu harmlos. „Den Willen kann ich keinem Spieler absprechen, aber wir waren nach der Pause zu weit weg vom Gegner“, meinte Walbecks Trainer Klaus Thijssen. „Wir haben in diesem kampfbetonten Spiel am Ende zu Recht gewonnen“, resümierte TSV-Coach Marcel Zalewski.

FC Aldekerk – SV Budberg 1:0 (0:0). Stefan Herrschafts Zuspiel auf Jimmy Altgen war so ziemlich die letzte Aktion in diesem Spiel, Altgen behielt die Nerven und traf in der 93. Minute zum Siegtreffer. Dass die Heimelf am Ende Glücksgöttin Fortuna bemühen musste, war auch der Tatsache geschuldet, dass man vor allem im ersten Durchgang die Chancen nicht nutzte. Als es dann zwischenzeitlich für die Aldekerker nicht so gut lief, hatten auch die Budberger Möglichkeiten zur Führung. Das Chancenplus aber war eindeutig auf Seiten der Gastgeber, so hätten Oliver Martens und Jimmy Altgen, der kurz vor dem Siegtreffer noch die Latte traf, mit ihren Möglichkeiten die Partie wesentlich spannungsärmer gestalten können.

DJK Twisteden – 1. FC Kleve II 1:0 (0:0). Es geht nur über den Kampf, da zeigte die Heimelf sich von ihrer besten Seite. „Natürlich hatten wir auch etwas Glück in diesem Spiel“, musste Trainer Stefan Dösselmann gestehen. Denn auch die Klever hatten Chancen und nach der Pause Pech bei einem Pfostenschuss. So war es dann ein Handelfmeter in der 80. Spielminute, der das Spiel entschied. Marc Brouwers war nervenstark genug und verwandelte sicher zum Siegtreffer.

Lautstark und charmant: Die Spieler des Tabellenführers aus Wachtendonk können sich auf die Unterstützung ihrer weiblichen „Ultras“ verlassen. Foto: Evers, Gottfried (eve)

SV Straelen II – GSV Moers 0:3 (0:1). Früh in Rückstand gerieten die Straelener in dieser wichtigen Begegnung bereits in der achten Spielminute. Zwei gute Ausgleichsmöglichkeiten ließen die Platzherren aus. Zunächst scheiterte Martin Sekela aus kurzer Distanz, dann traf Luqmane Bezzat an die Unterkante der Latte. Den Ball hatten viele Zuschauer schon hinter der Linie gesehen. Ein Eigentor bescherte den Gästen (65.) die 2:0-Führung. In der Nachspielzeit gelang dem GSV Moers sogar noch der Treffer zum 3:0-Endstand. „Es fehlt uns derzeit ganz einfach an der nötigen Konstanz. Wir hatten uns für den zweiten Durchgang viel vorgenommen, haben aber leider nur wenig umsetzen können“, kommentierte Trainer Marcel Blaschkowitz die bittere Niederlage.