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Reitsport: Trotz Regen und neuer Örtlichkeit ein Erfolg

Reitsport : Trotz Regen und neuer Örtlichkeit ein Erfolg

Die Issumer Reitertage finden dank der Mithilfe der Nachbarvereine und der Gemeinde reibungslos statt. Es strömen zahlreiche Zuschauer vor allem zur großen Pferdeleistungsschau am Sonntag.

Spannende Finalprüfungen um den Silbernen Hufnagel erlebten am Wochenende die Besucher der Issumer Reitertage. Goldschleife in der Dressurreiterprüfung für die Lohengrin Amazone Lea Haupt (Prior) und in der Stilspringprüfung für Ella Ophey (Grammy) vom RV St. Georg Kevelaer. Allerdings reichten die Siege der beiden Amazonen nicht aus, um am Ende ganz oben auf dem Siegertreppchen zu stehen. Denn es fehlten drei beziehungsweise fünf Punkte zur siegenden Paulina Göritz aus Gahlen. Dennoch war es eine tolle Leistung der jungen Nachwuchsreiterinnen aus dem Kreis Kleve.

Beim Höhepunkt des Turniers, dem M**-Springen, reichte es zwar für Marcel Bühner auf Caira nicht bis auf die Spitzenposition, doch der Sevelener belegte Rang drei hinter Lukas Wilmsen-Himmes (Kranenburg) und Thorsten Nienhaus (Keppeln). Sechste wurde zudem Ina Ginters vom gastgebenden Verein RV Ziethen Issum auf ihrem Pferd Como.

Was die diesjährigen Reitertage anbelangt, so dürften diese wohl auch von den die Mitgliedern des RV Ziethen nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Denn was mit einer sorgfältigen Planung im Vorfeld der Veranstaltung begann, endete kurz vor Beginn der Pferdeleistungsschau beinahe mit einem Desaster. Denn der Turnierplatz war behördlicherseits gesperrt worden. Rückblick: Im Bereich des neuen Mehrgenerationenspielplatzes zwischen Amray und Kapellener Straße vermutete der Kampfmittelräumdienst möglicherweise Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Eine Krisensitzung mit dem benachbarten RV Blücher Sevelen, der Gemeinde Issum, den Fußballvereinen wurde anberaumt, dann die Lösung: die Issumer Reitertage werden auf dem Sportgelände am Koetherdyck in Sevelen ausgetragen.

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"Hier muss ich mich noch einmal ausdrücklich bei dem RV Blücher und bei den Fußballvereinen beider Ortsteile für die großartige Unterstützung bedanken", sagt Ziethen-Vorsitzender Klemens Kisters. Zudem sei er froh, dass die Issumer Bevölkerung trotz der Umlegung in Scharen, vor allem am Sonntag, das Turniergelände am Koetherdyck besuchte. "Wir hatten die Hütte voll und es war trotz aller Widrigkeiten ein tolles Turnier mit einer guten Startauslastung", sagt Kisters. Vergessen der Regen, der am zweiten Turniertag bis zu 30 Millimeter niedergegangen war, die Dressuren wurden kurzerhand in die wettergeschützte Josef-Diebels Reithalle verlegt. "Die Niederschläge waren für den Springplatz kein Problem", ergänzt Kisters.

Aber auch den Reitern schien der Ortswechsel nicht ausgemacht zu haben. So etwa der jungen Alissa Horz aus Weeze, die im Sattel ihres Ponys Doolittle, die zweite Abteilung des Reiterwettbewerbes, in denen die Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp abgefragt wurden, mit einer Wertnote (WN) von 9.00 (sehr gut) anführte. Richtig heimisch fühlte sich am Koetherdyck auch der Sevelener Marcel Bühner, der in der Springpferdeprüfung auf A**-Niveau sein Pferd Coleandro an die Spitze dieser Prüfung ritt. Auch der Keppelner Thorsten Nienhaus wusste im Sattel von Lux mundi in der Siegerrunde der mittelschweren Prüfung zu überzeugen, die er fehlerfrei in Bestzeit beendete.

Hinsehen mochte man auch in der Dressurprüfung auf gleichem Niveau, in der es galt, neben den fliegenden Galoppwechsel die Übergänge zu den anderen Grundgangarten herauszureiten. Goldschleife für Waltraud Spiegels, Eversael, auf Dark Magic SE, die die beste Vorstellung ablieferte.

(sder)