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Torhüterin Nadja Leuf ist der gute Geist des TV Aldekerk

Handball : Mit verlorener Wette fing alles an

Nadja Leuf gehört seit vielen Jahren zu den Leistungsträgerinnen des TV Aldekerk. Die Torhüterin des Drittliga-Teams kann den Saisonstart kaum noch abwarten.

Sie gilt als der gute Geist in der Mannschaft des Handball-Drittligisten TV Aldekerk. Nadja Leuf hat für ihre Mitspielerinnen immer ein offenes Ohr und besitzt eine ansteckende Fröhlichkeit. Als gelernte Kauffrau für Büromanagement arbeitet sie in ihrer Heimatstadt Krefeld in der Hauptstelle der Sparkasse.

Ihre sportliche Laufbahn begann sie als Schwimmerin. Doch schon mit sieben Jahren schloss sie sich dem SSV Gartenstadt an und landete dort wegen einer verlorenen Wette im Tor. Ein Schicksal, das sie bis heute nicht bereut hat. Sieben Jahre spielte die gebürtige Krefelderin für ihren Heimatverein, dann kam das Angebot vom TV Aldekerk. „Die Chance konnte ich mir nicht entgehen lassen, denn ich wollte mich weiterentwickeln“, sagt sie.

Drei Jahre stand sie im Tor des ATV und wurde in dieser Zeit regelmäßig in die Auswahlmannschaft des Handball-Verbandes Niederrhein berufen. In ihrem letzten Jahr als A-Juniorin wurde sie vom Bundesligisten Bayer Leverkusen verpflichtet, errang dort mit der Mannschaft die Deutsche Vizemeisterschaft und sammelte erste Erfahrungen in der Dritten Liga. Bereits 2017 entschloss sie sich zur Rückkehr zum TV Aldekerk. „Das war wie nach Hause kommen. Hier fühle ich mich wohl. Der Zusammenhalt auch außerhalb des Feldes kann ganz einfach nicht besser sein“, sagt sie heute.

Den Job im Tor des Drittligisten teilt sie sich mit Tugce Cengiz. Eine Nummer eins gebe es nicht, alles sei abhängig von den Trainingseindrücken und der Tagesform. Als ihre Stärken bezeichnet sie ihre genauen Abwürfe bei Tempogegenstößen und die Fähigkeit, die Abwehr lautstark zu dirigieren. Ferner beschreibt sie sich als kritikfähig und kann gut damit leben, bei der Videoanalyse auf Fehler hingewiesen zu werden. Verbesserungspotenzial sieht sie eindeutig bei Hebern. Da erkenne sie oft zu spät die Absicht der Schützin und sei auf diese Art leichter zu bezwingen.

Dass der Saisonbeginn nun um einen Monat nach hinten auf Oktober verschoben wurde, gefällt ihr überhaupt nicht: „Seit sechs Wochen bolzen wir jetzt schon Kondition. Allmählich reicht es aber auch. Wir wollen wieder Handball spielen.“ Die Einteilung in eine neue Gruppe mit neuen Mannschaften und weiteren Anreisen findet die 21-Jährige eher suboptimal, aber das müsse man jetzt einfach so hinnehmen, wie es ist. Eine klare Zielsetzung für die neue Spielzeit will sie nicht abgeben, da müsse man die Hinrunde abwarten und dann mal weitersehen.