1. NRW
  2. Städte
  3. Geldern
  4. Sport Geldern und Kevelaer

Torflaute des Fußball-Regionalligisten SV Straelen dauert an

Fußball-Regionalliga : Der SV Straelen schießt keine Tore mehr

Die Mannschaft muss sich im Heimspiel gegen den Bonner SC mit einem 0:0 begnügen und wartet damit nun schon seit dem 21. November auf einen Treffer in der Meisterschaft. Die kommenden Aufgaben haben es in sich.

Trotz aller Bemühungen hat‘s wieder nicht gereicht. Dem SV Straelen fehlen zurzeit das nötige Quäntchen Glück und eine Spur Cleverness, um nach 90 Minuten den Platz als Sieger verlassen zu können. Trotz drückender Überlegenheit und einer Flut hochkarätiger Möglichkeiten verpasste die Mannschaft die Gelegenheit, einen großen Schritt in Richtung gesichertes Mittelfeld zu machen. Gegen den Abstiegskandidaten Bonner SC sprang unter dem Strich nur eine Nullnummer heraus.

Damit wartet das Team von Trainer Thomas Gerstner nun schon seit dem 21. November (2:1 bei den Sportfreunden Lotte) auf einen Treffer in der Meisterschaft. Seitdem verbuchten die Grün-Gelben gerade einmal zwei Punkte auf dem Konto. Auf den ersten Blick ist der Vorsprung auf die Abstiegszone noch komfortabel. Doch die scheinbare Sicherheit trügt, zumal abgesehen vom designierten Absteiger KFC Uerdingen alle Kellerkinder noch Nachholspiele in der Hinterhand haben.

Zudem sind die nächsten Aufgaben für die Gerstner-Elf nicht von Pappe. Auf dem Spielplan stehen die Begegnungen gegen zwei absolute Topfavoriten auf die Meisterschaft. Zunächst reist der SVS zum Wuppertaler SV. Eine Woche später gibt Fortuna Köln die Visitenkarte an der Römerstraße ab. Da kann sich die Tür zur Kellertreppe ganz schnell öffnen.

  • Straelens Trainer Thomas Gerstner ist erfahren
    Fußball-Regionalliga : „Wir können 50 Punkte und mehr holen“
  • Lötarbeiten waren für einige Schüler während
    Bildung in der Blumenstadt : Aufholen und durchatmen in Straelen
  • Auf Tore von Jens Groetelaers kommt‘s
    Handball : Der SV Straelen befindet sich ab sofort in der Rolle des Gejagten

Zum Spiel: Nach einer gefühlten Ewigkeit lief Linksverteidiger Jannik Stevens wieder in der Startelf auf und lieferte eine souveräne Leistung. Vor ihm übernahm Toshiaki Miyamoto den offensiven Part für den verletzten Irwin Pfeiffer. Der Bonner SC trat mit einer sturen Defensivtaktik auf und hatte in der ersten Hälfe keine Probleme, den harmlosen Gegner vom Strafraum fern zu halten. Der SV Straelen ließ zunächst die nötige Entschlossenheit und kreative Momente vermissen. Die beste Möglichkeit besaß Kelvin Lunga in der 18. Minute, als er aus zehn Metern zum Abschluss kam, aber den Torwart anschoss, der anschließend kurz behandelt werden musste. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff blieb der Torjubel in den Hälsen der 370 Zuschauer stecken. Ein Freistoß von Cagatay Kader strich nur um Millimeter über den Querbalken. „Wir haben in der ersten Hälfte Geduld gezeigt und den Gegner etwas müde gespielt. Das hohe Risiko wollten wir nicht eingehen, um einen Gegentreffer zu vermeiden“, sagte Gerstner.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit erhöhten die Gastgeber den Druck und schnürten den Bonner SC endgültig in der eigenen Hälfte ein. Tobias Peitz, auffälligster Spieler im grün-gelben Dress, wurde im Strafraum zu Fall gebracht (61.) Der Pfiff von Schiedsrichter Johannes Liedtke blieb aus.

So richtig in Fahrt kam die Partie nach 64 Minuten mit der Einwechslung von Neuzugang Musashi Fujiyosho, der Cagatay Kader im Angriff unterstützen sollte. Es war die Initialzündung für das Duo Stevens/Miyamoto, auf der linken Seite mächtig Alarm zu machen. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Tor des Bonner Keepers Kevin Birk. Strafraumszenen und Abschlüsse häuften sich. Es entwickelte sich eine regelrechte Abwehrschlacht, wobei der SV Straelen fahrlässig mit seinen Chancen umging. Vier Minuten Nachspielzeit zeigte der Unparteiische schließlich an. Um ein Haar hätte der SV Straelen mit den letzten Aktionen des Spiels die lange Flaute beendet. Nach einem Eckstoß wehrte der Bonner Keeper einen Flugkopfball von Peitz spektakulär auf der Linie ab. Der Ball landete bei Kader, der aus kurzer Entfernung lediglich den Außenpfosten traf. Dann ertönte der Abpfiff – die Gäste aus der ehemaligen Hauptstadt durften mit einem Punkt die Heimreise antreten.

„Natürlich haben wir heute gegen einen Gegner gespielt, den wir schlagen müssen. Wir haben alles versucht. Das Bemühen war da. Wir haben aber leider wieder einmal kein Tor geschossen und müssen nun mit dem einen Punkt leben“, lautete das kurze Fazit von Thomas Gerstner.