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Tolle DM-Bilanz der Kevelaerer Sportschützinnen

Sportschießen : Bilanz: Fünf Medaillen und ein Rekord

Die Ausbeute der Sportschützinnen der SSG Kevelaer bei der Deutschen Meisterschaft in München kann sich sehen lassen. Im Kleinkaliber-Wettbewerb (3 mal 20 Schuss) gab’s Gold für Anna Janshen und die Mannschaft.

(RP) Fünf Medaillen, ein neuer deutscher Rekord und viele Spitzenplatzierungen – so lautet die stolze Ausbeute der Schieß-Sport-Gemeinschaft (SSG) Kevelaer) bei den Deutschen Meisterschaften in München.

Die Strecke von Kevelaer nach  München wird von den Meisterschützen aus der Marienstadt seit jeher auf unterschiedliche Weise zurückgelegt. Die einen bevorzugen das Auto, die anderen sind lieber mit Bus und Bahn unterweg. Ihr gemeinsamer Nenner: Sie haben sich jeweils für mindestens eine Disziplin bei den  Titelkämpfen im Sportschießen qualifiziert. Zwei Wochen lang wurden jetzt die diversen Wettkämpfe im Olympia-Stützpunkt Garching-Hochbrück ausgetragen.

Die Delegation aus Kevelaer schlug ein Zeltlager auf dem Gelände auf, um die Wettkampf-Stätte ganz einfach erreichen zu können und nah am Geschehen zu sein. Das „Olympische Wochenende“, zu dem der Deutsche Schützenbund (DSB) als Gastgeber eingeladen hatte, begann für die „Tiger“ aus Kevelaer mit den Luftgewehr-Wettkämpfen. Und die erste Medaille sollte nicht lange auf sich warten lassen. Die Zwillinge Anna und Franka Janßen holten mit Lara Quickstern vom SSV St. Hubertus Elsen Bronze in der Mannschaftswertung. Die Juniorinnen II-Auswahl ist das Ergebnis einer Kooperation beider Vereine und war  bereits vor zwei Jahren in dieser Konstellation erfolgreich. In der Einzelwertung landete Anna Janshen mit 414,1 Ringen auf Platz fünf, Franka folgte auf Rang neun (412,1). Für Lara Quickstern sprang immerhin noch Platz 21 heraus (409,9).

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In der Altersklasse Juniorinnen I schoss Maike Trötschkes 409,2 Ringe und belegte damit Platz 28. Bei den Damen wusste Bundesliga-Schützin Katharina Kösters mit 411,6 Ringen und Rang 39 zu überzeugen. Die Herren-Riege kämpfte ebenfalls am Luftgewehrstand um die besten Platzierungen: Bundesliga-Schütze Alexander Thomas brachte satte 621,7 Ringe auf die Scheibe und verfehlte als Zehnter äußerst knapp das Finale der besten acht Schützen. Platz 59 mit 613,2 Ringen ging an Markus Bauer vor Simon Janshen mit 609,1 Ringen (Rang 86).

Alison Bollen (Altersklasse Jugend) erzielte 404,9 Ringe und Platz 33. Rang 44 sprang für die Kevelaerer Schülerin Hannah Wehren   mit 199,0 Ringen in der Disziplin „Luftgewehr stehend“ heraus. In der Ausscheidung des Wettkampfs „Luftgewehr Dreistellung“ freute sie sich  über einen guten 29. Platz (577 Ringe).

Seine Premiere  bei den Deutschen Titelkämpfen  feierte der Luftgewehr-Mixed-Wettkampf. Franka Janshen trat mit Nationalkader-Kollege Bastian Blos für den Rheinischen Schützenbund (RSB) an die Schießlinie. Nach einem sehr guten Vorkampfergebnis (828,2 Ringe) mussten sich die beiden im Finale nur dem Team aus Bayern geschlagen geben und nahmen Silber in Empfang.

Auch in den Kleinkaliber-Entscheidungen hatten die Kevelaerer Tiger Grund zum Jubeln. Die Juniorinnen traten im Wettkampf „3 mal 20 Schuss“  diesmal für den SSV St. Hubertus Elsen aus Paderborn an. Anna Janshen holte mit deutschem Rekord (587 Ringe) die Goldmedaille. Schwester Franka kam mit  568 Zählern auf Platz 14, Lara Quickstern brachte es mit 576 Ringen auf den fünften Platz. Mit großem  Vorsprung sicherte sich das Kooperations-Trio Gold. Die 16-jährige Alison Bollen hatte in dieser Disziplin ebenfalls ruhige Hände. Sie brachte es in der Endabrechnung auf 579 Ringe und bejubelte Bronze in der Jugendklasse. In  der Disziplin „Kleinkaliber liegend“ sprang für die junge Kevelaererin Platz 15 heraus. Die Juniorinnen Anna Janshen (588 Ringe, Platz 7) und Lara Quickstern (584, Platz 16) mischten ebenfalls in der Spitzengruppe mit. Franka Janshen landete mit 569 Zählern auf Platz 68. Das Team belegte in der Gesamtwertung damit Rang elf.