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Tobias Peitz ist beim Regionalligisten SV Straelen Mann für alle Fälle

Fußball-Regionalliga : Der vielseitige Stratege des SV Straelen

Tobias Peitz kann alles: Vorne setzt er die kreativen Akzente, hinten ist er der Mann fürs Grobe. Beim Regionalligisten SV Straelen ist der 23-Jährige längst Stammspieler. Am Samstag geht’s zum Tabellennachbarn SV Rödinghausen.

Wenn der Begriff Allrounder auf einen Spieler des Fußball-Regionalligisten SV Straelen zutrifft, dann auf Tobias Peitz. Am liebsten spielt er den Staubsauger vor der Abwehr, kann aber auch außen verteidigen und im Mittelfeld fast alles spielen. Seine Vielseitigkeit war in den ersten Spielen unter Trainer Benedict Weeks sehr gefragt.

Nicht selten begann er am linken Flügel, wechselte in das defensive Mittelfeld und verließ als rechter Verteidiger den Platz „Wenn der Trainer mich ins Tor stellen würde, würde ich da spielen und versuchen, keinen reinzukriegen. Das klingt vielleicht abgedroschen, aber es spiegelt meine Einstellung wider.“

Für den neuen Trainer Thomas Gerstner, der ihn für sein besonderes Spielverständnis lobt, ist er der Dauerläufer im Mittelfeld. Selbst bezeichnet er sich als „Box-to-Box“-Spieler, der von einem Strafraum zum anderen unterwegs ist. „Ich soll im Angriff für Kreativität und in der Abwehr für zusätzliche Stabilität sorgen“, umschreibt der junge Mann sein Aufgabengebiet.

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So einen Spieler wünscht sich jeder Trainer, wobei Peitz bei seinen beiden Vorgesetzten der laufenden Saison einen deutlichen Unterschied in Sachen Spielphilosophie ausmacht: „Bei Benedict Weeks lag der Schwerpunkt auf einer kompakten Abwehr und Torverhinderung. Thomas Gerstner lässt mit mehr Risiko und Zug zum gegnerischen Tor deutlich offensiver spielen.“

Der 23-jährige Blondschopf, der im Winter der abgebrochenen Corona-Saison 2019/20 vom Oberligisten Germania Ratingen zum SV Straelen wechselte, gehört neben Adli Lachheb, Ole Päffgen, Jannik Stevens, Maximilian Funk und Fabio Ribeiro zu einem Sextett, das unter Trainerin Inka Grings den souveränen Aufstieg in die Regionalliga schaffte und noch heute im aktuellen Kader steht.

Nach dem Aufstieg hat sich im Leben des gebürtigen Ratingers einiges verändert. In seiner ersten Regionalliga-Saison wurde Peitz unter Benedict Weeks als Abräumer vor der Abwehr Stammspieler, er bezog gemeinsam mit seiner Freundin eine eigene Wohnung in Ratingen und steht im Sommer vor dem Abschluss seines Sportmanagement-Studiums. Auch im zweiten Jahr in der Vierten Liga zählt er zum Stammpersonal. „Das erste Jahr war natürlich sehr lehrreich. Ich wusste schließlich nicht, was mich in der Regionalliga erwartet. Das ist längst vorbei. Ich stehe mit einem ganz anderen Selbstvertrauen auf dem Platz“, sagt er. Zurzeit sieht sich Tobias Peitz, dessen Vertrag an der Römerstraße im Sommer ausläuft, mit einer wichtigen Entscheidung konfrontiert. „Natürlich möchte ich noch weiter in der Regionalliga spielen, aber vermutlich nicht, bis ich 30 Jahre oder älter bin. Schließlich habe ich im Sommer ein abgeschlossenes Studium in der Tasche und werde meine berufliche Laufbahn nicht aus den Augen verlieren.“

Zum Abschluss der Hinrunde soll er am Samstag beim SV Rödinghausen an der Seite von Gianluca Rizzo im offensiven Mittelfeld die Fäden ziehen. „Es spielt der Neunte gegen den Zehnten. Wir können nach den jüngsten Erfolgen mit breiter Brust dort auftreten und mit einem Sieg die Hinrunde vergolden, denn dann haben wir 28 Punkte geholt“, sagt Tobi, wie er von allen genannt wird. Vor dem Anpfiff wird er einen von Mittelstürmer Cagatay Kader aufgebrühten Mate-Tee trinken. „Das ist mittlerweile ein kleines Ritual geworden. Der Tee schmeckt zwar nicht so gut, soll aber leistungsfördernd sein. Ob es wirklich hilft, weiß ich allerdings nicht.“