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Lokalsport: Titelverteidiger tritt geschwächt an

Lokalsport : Titelverteidiger tritt geschwächt an

Bei der "2. Gelderner Hallenstadtmeisterschaft im 21. Jahrhundert" will Walbeck seinen Titel verteidigen, hat aber mit vielen Ausfällen zu kämpfen. Heiß auf den Titel ist auch Ausrichter Vernum. Zudem wird Rot-Weiß für Stimmung sorgen.

Morgen startet bereits die 2. Auflage des Hallenfußballturniers, dass durch Timo Pastoors und Grün-Weiß Vernum nach 15 Jahren Pause 2013 wieder neu aufgelegt wurde. Ein Überblick über die Teams: Wer Favorit ist, wer geschwächt ist und wer die besten Fans hat.

Die Favoriten: Mit Grün-Weiß Vernum und dem SV Veert treten zwei Bezirksligisten an, die naturgemäß zum Kreis der Titelaspiranten gehören. Vernums neuer Trainer Werner Rieger nimmt diese Rolle an und erklärt: "Wir wollen definitiv Erster werden." Daher werde das Team auch in Bestbesetzung antreten, nur ein Ausfall stehe zu Buche. Rieger sei aufgrund der großen Verletzungsgefahr zwar kein Freund der Halle, er sehe das Turnier aber als willkommene Abwechslung in der Vorbereitung.

Ein wenig bescheidener geht Gunnar Gierschner, Trainer von Veert, die Sache an. "Wir haben vergangenes Jahr schlecht ausgesehen, das soll dieses Jahr anders werden", kündigt er an. Dafür solle zunächst die Vorrunde überstanden werden, auch wenn Veert in einer starken Gruppe gelandet sei. "Wir freuen uns auf das Turnier, das ist ein tolles Event", sagt Gierschner, der nicht auf Stammtorwart Heiko Stienen zurückgreifen kann.

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Die Geschwächten: Zwar als Titelverteidiger, aber auch arg ersatzgeschwächt, wird der SV Walbeck anreisen. "Uns fehlen gleich vier Stamm- und vor allem exzellente Hallenspieler", klagt Co-Trainer Dieter Brands, der Andreas Holla vertreten wird, über die Ausfälle von Sven Janssen, Stefan Patyk, Marcel van den Berg und Stephan Gorthmanns. Demnach stehe auch der Spaß eher im Vordergrund, als die Titelverteidigung. "Ein Erfolg könnte aber gleichzeitig die Stimmung heben", sagt Brands.

Ebenfalls geschwächt wird der GSV Geldern antreten, der sogar auf einen Mix aus 1. und 2. Mannschaft setzen muss. "Vor allem aus der Ersten werden nicht allzu viele anreisen können", sagt Trainer Peter Streutgens, der von Hans-Peter Holterbosch, dem Trainer der Zweiten, vertreten wird. Auch die bekanntermaßen feinen Techniker des A-Ligisten werden nicht dabei sein, "so dass wir wenig Chancen auf Erfolg sehen".

Die Lautstärksten: Bereits im vergangenen Jahr konnte Rot-Weiß Geldern auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung setzen, die das C-Liga-Team bis ins Halbfinale brachte. "Wir haben uns inzwischen weiter verbessert", erklärt Trainer Uli Haal. "Jetzt haben die anderen Vereine uns aber auf der Rechnung." Daher werde es schwierig werden, in der extrem harten Gruppe mit dem GSV, Veert und Walbeck zu bestehen. Die treuen Fans seien aber auch in diesem Jahr wieder dabei und bestens auf einen stimmungsvollen Tag vorbereitet.

Auch mit zahlreichen Anhängern des VfL Pont darf in diesem Jahr verstärkt gerechnet werden. "Seit es beim VfL wieder aufwärts geht, interessieren sich immer mehr Leute auch für die 1. Mannschaft", erklärt Trainer Michael Lindemann. Vergangenes Jahr sei man bei der Stadtmeisterschaft unter die Räder gekommen, das soll sich nicht wiederholen. "In der Halle ist schließlich alles möglich", so Lindemann, der mit seinem Team bereits mehrere Hallentrainings absolviert hat.

Die Abwartenden: Eher nüchtern geht die Arminia Kapellen das Turnier an. "Wir haben uns keine Ziele gesetzt", sagt Trainer Thomas Kämpfer. Das volle Augenmerk seiner Truppe liege auf der Kreisliga-B-Saison, in der die Arminia auf Rang zwei liegt. "Daher weiß ich noch nicht, welche Truppe ich in die Halle schicken werde." Zwar solle das Team eine anständige Einstellung an den Tag legen, dennoch ginge es vor allem um den Spaß.

Durch eine Wildcard rutschte schließlich der SV Walbeck II für die verhinderten Lüllinger ins Teilnehmerfeld. "Deswegen freuen wir uns erst einmal, überhaupt dabei sein zu dürfen", erklärt Thomas Kuhnen, Trainer des SVW II. Er gebe keine Zielplatzierung vor, "die Jungs sind trotzdem heiß". Das Turnier sei für die Stimmung im Team gut, erhöhte Verletzungsgefahr sieht Kuhnen nicht: "Verletzen kann man sich überall." Ein Vorteil für sein Team sei, dass Unterstützung durch die ebenfalls teilnehmende Erste vor Ort sei.

(n-h)