Sportschießen : SSG Kevelaer löst bereits das Final-Ticket

Luftgewehr-Bundesliga: Die „Mission Titelverteidigung“ der Kevelaerer „Tiger“ nimmt konkrete Formen an. Mit Siegen gegen SV Petersberg und St. Hubertus Elsen untermauerte die Mannschaft ihre Favoritenstellung.

(RP) Luftgewehr-Bundesliga Nord: SSG Kevelaer – SV Petersberg 5:0; SSG Kevelaer – St. Hubertus Elsen 3:2. Die erste Mannschaft der Schieß-Sport-Gemeinschaft (SSG) Kevelaer kann an ihr erstes Saisonziel schon einmal einen Haken machen. Am vorletzten Wettkampf-Wochenende, das im hessischen Niederaula ausgetragen wurde, hat sich der Titelverteidiger vorzeitig zum vierten Mal in Folge für das Bundesliga-Finale um die Deutsche Meisterschaft mit dem Luftgewehr qualifiziert.

Der Sportliche Leiter Simon Janßen zeigte sich nach dem Doppelsieg vollauf zufrieden mit seinen Schützlingen: „Da fällt schon ein großer Druck von unseren Schultern. In den vergangenen Jahren mussten wir am letzten Wettkampf-Wochenende immer noch zittern, oftmals war es eine ganz knappe Angelegenheit. Jetzt müssen wir uns nur noch darauf konzentrieren, die beiden letzten Wettkämpfe am heimischen Stand gut abzuschließen, damit wir nach Möglichkeit als Nordmeister zu den Finalwettkämpfen fahren können.“

Die jeweils besten vier Mannschaften aus den Bundesliga-Staffeln Nord und Süd werden am 1. und 2. Februar in Rothenburg an der Fulda um den Titel kämpfen. Die Kevelaerer „Tiger“ verfolgen das große Ziel, den Triumph aus der abgelaufenen Saison zu wiederholen. Aber zunächst einmal stehen noch am 11. und 12. Januar im heimischen Sportzentrum Hüls die letzten Wettkämpfe auf dem Programm, die erneut aus der dortigen Zweifach-Turnhalle live übertragen werden.

In Niederaula hatten die Kevelaerer Meisterschützen überraschend wenig Probleme, gegen den starken Aufsteiger SV Petersberg den siebten Saisonsieg unter Dach und Fach zu bringen. Sergey Richter konnte einmal mehr bis zu seinem 38. Schuss einen fehlerfreien Wettkampf vorweisen und steuerte auf das Traum­ergebnis 400 Ringe zu. Doch Schuss 39 ging dann in die Neun. Gegnerin Johanna Tripp hatte bis dahin bereits eine Neun mehr auf dem Tab­leau. Der erfahrene Israeli erholte sich schnell wieder und beendete seinen Wettkampf mit ausgezeichneten 399 Ringen.

Das gleiche Ergebnis lieferte auch Anna Janßen ab. Gegnerin Jana Heck brachte wie zuvor schon ihre Mannschaftskollegin 398 Ringe auf die Scheibe. Alexander Thomas (398 Ringe) sorgte vorzeitig für klare Verhältnisse. Er ließ seine Kontrahentin Mona Heck (389) deutlich hinter sich. Jana Erstfeld hat zwar noch nicht wieder zu ihrer gewohnten Form gefunden, gewann aber ebenfalls mit 387:386 Ringen gegen Annika Peters. Franka Janßen nahm mit sehr guten 397 Ringen Gegnerin Jasmin Busse (385) ebenfalls den Einzelpunkt ab – unter dem Strich sprang ein 5:0 für die „Tiger“ heraus.

Der SSV St. Hubertus Elsen ist amtierender deutscher Vizemeister und gehört ebenfalls zu den heißen Anwärtern auf einen Finalplatz. Wirklich gefährlich wurde es im direkten Vergleich für den Titelverteidiger allerdings nicht. Sergey Richter (399 Ringe), Alexander Thomas (397) und Franka Janßen (396 Ringe) nahmen ihren Gegnern die Punkte souverän ab. Jana Erstfeld konnte sich im Vergleich zum Vortag nicht verbessern und verlor mit 387 Ringen. Anna Janßen hatte es mit dem Weltranglisten-Vierten Istvan Peni zu tun. Doch davon ließ sie sich nicht beeindrucken und absolvierte ihren Wettkampf mit 397 Ringen, die auch Peni auf die Scheibe brachte. Im folgenden Stechen ging’s nur noch um den Einzelpunkt, da sich die SSG Kevelaer den Sieg zuvor bereits gesichert hatte. Janßen und Peni schenkten sich nichts. Beide benötigten jeweils vier Stechschüsse, erst dann konnte der Ungar (10,3) der Kevelaerer Schülerin (9,9) den Punkt abnehmen. Endstand 3:2 – die SSG Kevelaer führt mit 16:2 Mannschafts- und 34:11 Einzelpunkten weiterhin die Tabelle an und hat die Fahrkarte nach Rothenburg bereits in der Tasche.