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Lokalsport: Tim Schüttrigkeit einfach nicht zu bremsen

Lokalsport : Tim Schüttrigkeit einfach nicht zu bremsen

Beim 7. Gelderner Citylauf untermauert der Athlet seine Favoritenrolle und siegt trotz Windböen im 10000-Meter-Lauf. Jeroen Koster gewinnt den 5 000-Meter-Lauf in neuer persönlicher Bestzeit. 1000-Teilnehmer-Marke geknackt.

Konzentriert steht Tim Schüttrigkeit an der Startlinie. Der Startschuss fällt und der lange Schlacks macht gleich Tempo. 10000 Meter haben er und 98 weitere Läufer noch vor sich. Schließlich hat sich jeder vorgenommen, die Königsdisziplin des 7. Gelderner Citylaufs zu gewinnen.

Schon in der ersten Runde untermauerte Schüttrigkeit (Bunert Running Team Kleve) seinen Favoritenstatus. Im gewohnt flüssigen Laufstil erarbeitete er sich bereits in der ersten Runde einen komfortabel aussehenden Vorsprung von etwa hundert Metern. Der zweitplatzierte Enrico Dietrich (TuS Lintfort) blieb ihm aber immer dicht auf den Fersen - bis zum Schluss. Denn über die Ziellinie kam Schüttrigkeit "nur" mit einem Vorsprung von 19 Sekunden in insgesamt 32:20 Minuten. Nach einem Becher Flüssigkeit und einer kurzen Verschnaufpause hatte der Sieger dann auch schnell Worte gefunden, um seinen Lauf zusammenzufassen. "Mit der Zeit bin ich zufrieden. Die Strecke war zwar gut zu laufen, aber es war teilweise sehr windig", sagte er. "Für mich waren die 10000 Meter ein guter Trainingslauf. Alles ist auf die Deutschen Meisterschaften ausgerichtet."

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Eine bemerkenswerte Leistung zeigte auch der drittplatzierte Lukas Leander Gietmann (Laufjunkies). In der letzten Runde gab der Läufer noch einmal Vollgas und überholte kurz vor der Ziellinie David Helmes, der sich lange als Drittplatzierter behauptet hatte. Gietmann kam nach 38:03 Minuten ins Ziel. Michaela Born (TSV Weeze) absolvierte den 10000-Meter-Sparkassenlauf als beste Frau in 42:40 Minuten.

Auch über die 5000 Meter hatten die Teilnehmer Probleme mit dem Wind. Jeroen Koster kam damit aber am besten zurecht. In neuer persönlicher Bestzeit von 16:45 Minuten überquerte er die Ziellinie als erster und bescherte dem Klever Bunert Running Team somit einen weiteren Erfolg beim Gelderner Citylauf. Auch Koster startete wie sein Kollege Schüttrigkeit mit Vollgas, allerdings etwas verhaltener als der etwas übermütige Alessio Fiorino. Unter dem Jubel seiner Freunde legte Fiorino, für die Realschulen Fleuth/Westwall an den Start gegangen, ein Mordstempo hin und konnte dieses sogar recht lange aufrecht halten. Zwar hatte Koster den Schüler in der ersten Runde überholt, Fiorino ließ aber nicht locker.

So ganz schien Koster seinen Rivalen aber nicht einschätzen zu können. Nach der ersten Runde rief er Moderator Ferdi van Heukelum mit fragendem Blick zu: "Wie weit, wie weit." Gemeint war natürlich der Abstand. Heukelum antwortete über Lautsprecher: "Du hast 70 Meter Vorsprung". Und den baute der spätere Sieger Runde für Runde aus. Am Ende brannte nichts mehr an. Koster, der schon vor drei Wochen über die gleiche Strecke beim Winnekendonker Golddorflauf gewonnen hatte, gewann souverän vor dem routinierten Heinz van Dongen vom TSV Weeze. Fiorino musste Federn lassen und kam als 54. ins Ziel. Aber der Schüler bewies: Den Mutigen gehört die Welt - zumindest in der ersten Runde.

Koster freute sich über seine neue Bestzeit. "Der Wind war aber schon heftig. Meine Lunge hat gebrannt. Der Lauf war dennoch die ideale Vorbereitung für den Klever Triathlon am kommenden Sonntag", erklärte Koster, der später noch seinen Laufkollegen Schüttrigkeit lautstark anfeuerte. Als beste Frau kam die Favoritin Annika van Hüüt (LG Alpen) ins Ziel. Etwas mehr als 20 Minuten brauchte sie für die fünf Kilometer und damit einige Sekunden weniger als die zweitplatzierte Erika Schoofs vom TSV Weeze. Auch van Hüüt konnte sich mit ihrer Zeit anfreunden. "Allerdings ist meine Bestzeit rund anderthalb Minuten schneller. Aber für meinen momentanen Trainingsstand ist das in Ordnung", sagte die strahlende Siegerin im Ziel.

Auch der Veranstalter GSV Geldern hatte allen Grund zur Freude. Schließlich konnte die 1000-Teilnehmer-Marke geknackt werden. Insgesamt 1047 Läufer gingen über die verschieden langen Strecken an den Start. Dabei hatten sich besonders viele Schüler die Laufschuhe angezogen. Auch der Firmenlauf über 2000 Meter lockte viele Teilnehmer an. In 83 Teams gingen insgesamt 266 Athleten auf die Strecke.

Kurz: Der 7. Gelderner Citylauf war ein voller Erfolg. Und das lässt hoffen für die achte Auflage im kommenden jahr.

(cad)