Volleyball: Tiebreak-Königinnen schlagen wieder zu

Volleyball: Tiebreak-Königinnen schlagen wieder zu

Volleyball-Regionalliga der Frauen: VC Eintracht Geldern wehrt sich beim 3:2 (18:25, 25:14, 27:29, 25:23, 15:12) gegen die SG Werth/Bocholt erfolgreich gegen eine drohende Niederlage. Pechvogel Linda Backus zieht sich Knieverletzung zu.

Jahreswechsel eignen sich bekanntlich hervorragend für gute Vorsätze. Und vielleicht bleibt Hartmut Harmsen, Vorsitzender des VC Eintracht Geldern, 2018 endlich einmal in der Halle, wenn's ans Eingemachte geht. Denn die Spielerinnen des Volleyball-Regionalligisten heben sich oftmals das Beste bis zum Schluss auf. Am Samstag haben die Tiebreak-Königinnen wieder einmal zugeschlagen. Wenn's in den fünften Satz geht, ist das Happy-End für die Eintracht reserviert - so auch bei der geglückten Revanche gegen den Tabellendritten SG SV Werth/TuB Bocholt.

Dabei erwischten die Gastgeberinnen in der heimischen Halle "Am Bollwerk" zunächst einen Fehlstart. Die Eintracht leistete sich viele Fehler und geriet schnell mit 9:13 in Rückstand. Die Gäste ließen sich die Chance nicht nehmen und entschieden den ersten Durchgang mit 25:18 für sich. Doch erneut sollte sich bestätigen, dass die Mannschaft um Trainer Thomas Cöhnen immer in der Lage ist, sich im Verlauf eines Spiels zu steigern. Im zweiten Satz zeigte die Eintracht zur Freude der Zuschauer ihre Schokoladenseite und stellte mit einer 11:4-Führung die Weichen auf Ausgleich. Stabile Abwehr, druckvolle Angriffe - in dieser Phase traten die Spielerinnen so auf, wie sich ihr Trainer das im Idealfall vorstellt.

Auch im dritten Satz besaß die Eintracht zunächst Vorteile und steuerte bei einem Sechs-Punkte-Vorsprung einer 2:1-Führung entgegen. Doch plötzlich verletzte sich Mittelangreiferin Linda Backus am Knie und war nicht mehr einsatzfähig. Die Konzentration war wie weggeblasen. Die Gastgeberinnen verspielten eine 20:15-Führung und fanden sich plötzlich auf der Verliererstraße wieder.

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Ab sofort entwickelte sich eines jener Duelle, bei denen der Eintracht-Chef kaum noch hinschauen mag. Die Gastgeberinnen wehrten sich mit beeindruckender Moral gegen die drohende Niederlage. Präzise Angriffe und eine gute Blockarbeit wurden letztlich mit einem 25:23 im vierten Satz belohnt - der Tiebreak musste die Entscheidung herbeiführen.

Wenn's um die Wurst geht, sind die Geldernerinnen, die sich auf Rang vier verbesserten, bekanntlich unschlagbar. Mit sicheren und gut platzierten Aufschlägen und einer guten Verteidigung brachte die Eintracht ihren dritten 3:2-Erfolg in der laufenden Saison unter Dach und Fach. "Wir haben stark gekämpft und uns von Lindas Verletzung nicht unterkriegen lassen. Die Spielerinnen können stolz auf sich sein und sollen jetzt erst einmal die wohl verdiente Weihnachtspause genießen", sagte Cöhnen nach der spannenden Begegnung. Weiter geht's am Samstag, 14. Januar, mit dem Gastspiel beim Tabellennachbarn TuS Herten.

VC Eintracht Geldern: Müser, Verheyen, Backus, Schoofs, Kallweit, Harmsen, Kanders, Bock, Gey, Djurdjevic, Herbe.

(M.H.)