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Thomas Gerstner ist von erfolgreicher Zukunft des SV Straelen überzeugt

Fußball-Regionalliga : „Wir können 50 Punkte und mehr holen“

Für den SV Straelen wird‘s wieder ernst. Trainer Thomas Gerstner gibt sich vor dem Heimspiel gegen den Abstiegskandidaten Bonner SC zuversichtlich.

Am 13. November 2021 feierte Thomas Gerstner beim 1:0- Heimsieg gegen die U 23-Mannschaft von Borussia Mönchengladbach sein erfolgreiches Debüt als Trainer des Fußball-Regionalligisten SV Straelen. Es folgten ein weiterer Sieg in Lotte und ein Remis gegen Wegberg. Vor der Winterpause ging‘s allerdings mit drei Niederlagen in Serie bergab. Aktuell steht die Straelener Mannschaft mit 25 Punkten aus 21 Spielen auf Rang zwölf – die Abstiegszone ist noch sieben Punkte entfernt. Bei seinem Amtsantritt hatte Gerstner betont, dass er vom Niveau und der Qualität der Mannschaft überzeugt sei. Der Trainer hatte damals Leidenschaft und Mut zur Offensive angekündigt. Vor dem ersten Meisterschaftsspiel im neuen Jahr verrät der Coach unter anderen, wo der Schuh an der Römerstraße noch drückt.

Vor der Vertragsunterschrift hatten Sie sich sehr positiv über die Straelener Mannschaft geäußert. Haben sich Ihre Eindrücke bestätigt?

Thomas Gerstner Ich bin nach wie vor von der Qualität der Mannschaft überzeugt. Wir haben es allerdings leider nicht geschafft, den Mut und die Risikobereitschaft aus den ersten Spielen unter meiner Leitung in die folgenden Partien mitzunehmen. Da haben wir zu oft zu kompliziert gespielt. Die Spieler denken zu viel nach und treffen dann die falschen Entscheidungen. Im Training beweisen sie teilweise, dass sie es können. Aber sie bringen diese Entwicklungsphase bei Pflichtspielen nicht auf den Platz. Nichtsdestotrotz stelle ich mich auf jeden Fall vor meine Mannschaft.

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Wie ist die Vorbereitung gelaufen?

Gerstner Die Vorbereitung ist ungeachtet der Ergebnisse nicht so verlaufen, wie ich es mir vorgestellt habe. Von den verletzten Spielern ist leider keiner gesund zurückgekommen. Dazu kamen andere Unwegsamkeiten, die es verhindert haben, mit allen anderen Spielern bei Tageslicht auf einem großen, breiten Platz das Spiel in die Breite und Tiefe zu trainieren.

Die Mannschaft hat in den vergangenen vier Spielen kein einziges Tor in der Regionalliga erzielt.

Gerstner An der Abschlussschwäche wird gearbeitet. An einem Tag treffen meine Spieler das Tor nicht, am nächsten hauen sie die Dinger rein. Man muss nicht immer versuchen, mit Volldampf die Kugel in den Winkel jagen zu wollen.

In der vergangenen Zeit wurde immer wieder die fehlende Kontinuität der Straelener Mannschaft erwähnt.

Gerstner Kontinuität ist ein Qualitätsmerkmal. Die Kunst besteht darin, gute Leistungen über einen langen Zeitraum zu konservieren und abzuliefern. Ich meine, dass ein Teil meiner Spieler zu schnell zufrieden ist. Bei Spitzenmannschaften sind diese Schwankungen eher selten zu beobachten.

Zunächst gibt es das Heimspiel gegen Bonn, danach die Partien gegen zwei Titelfavoriten – beim Wuppertaler SV und daheim gegen Fortuna Köln. Wie ist Ihre Einschätzung zum Auftaktprogramm?

Gerstner Bonn hat einen neuen Trainer. Und da ist es immer schwierig, den Gegner zu analysieren. Trotzdem werden wir uns so gut wie möglich auf die Partie gegen den Bonner SC vorbereiten, dann wird das Spiel gespielt und danach schauen wir auf die nächste Aufgabe. Wir müssen wieder dahin kommen, wie beim Spiel gegen Borussia Mönchengladbach, mit Mut und Risiko nach vorne zu spielen.

Wird der Kader nach der schweren Verletzung von Irwin Pfeiffer noch nachgebessert?

Gerstner Wir tragen uns mit dem Gedanken herum, für Irwin Pfeiffer einen Spieler für die linke Offensive zu verpflichten. Alles Weitere muss man jetzt abwarten.

Welchen Eindruck haben die beiden Neuzugänge hinterlassen? 

Gerstner Bei der Verpflichtung von Musashi Fujiyoshi war ich beteiligt. Ich hatte zwei Spiele von ihm gesehen. Und aktuell deutet sich an, dass er uns als Angriffsspieler weiterhelfen wird. Dacain Dacruz Baraza wurde verpflichtet, weil nicht abzusehen ist, wie lange unsere beiden holländischen Innenverteidiger, Ferry de Regt und Jelle van Benthem, noch ausfallen werden. Der junge Mann bringt sehr viel mit. Seine Entwicklung muss man noch abwarten.

Welches Ziel ist realistisch?

Gerstner Da muss ich mich nochmals wiederholen. Das Potenzial ist zweifelsohne da. Und wenn wir es abrufen, können wir 50 Punkte und mehr holen und einen einstelligen Platz anvisieren.