Tennis: Tennis-Talent auf dem Sprung

Amerika ruft. Nächstes Jahr darf Zita Engbroks in den USA studieren und Tennis spielen. Aufgrund ihrer Leistungen hat die Weezerin ein Stipendium erhalten. Ab Mittwoch startet sie bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Essen.

Ihren künftigen Studienort hat sich Zita Engbroks kürzlich persönlich angesehen. In den Herbstferien war die 18-jährige aus Weeze gleich zweimal in die USA gereist, um sich ihren künftigen Studienort auszusuchen und einen ersten Eindruck zu verschaffen — von der Umgebung, der Uni und ihrem künftigen "Zuhause". Denn mit einem einfachen Schüleraustausch ist das nicht zu vergleichen, was sich die junge Tennisspielerin nach ihrem Abitur vorgenommen hat.

Studium und Sport verbinden

Zita Engbroks will auch nach Abschluss der Schule Studium und Leistungssport verbinden — und hat sich deshalb für einen Umzug in die USA entschieden. Heißt: Ab August des kommenden Jahres steht die Tennisspielerin, die aktuell für den TC Moers 08 in der Regional- und Niederrheinliga aufschlägt, für die University of Oklahoma am Netz.

Ein Stipendium, das mit 35 000 US-Dollar pro Jahr versehen ist, macht es möglich, das sich die Schülerin des Krefelder Sportgymnasiums aufgrund ihrer guten schulischen und sportlichen Leistungen verdient hat. "Mitte des Jahres kam die Anfrage", erinnert sich Vater Josef.

Per Video wurde dann ein Porträt der Tennisspielerin erstellt, auf das sämtliche Universitäten der USA Zugriff hatten. Dazu muss man wissen, dass in Amerika das Vereinswesen nicht mit dem in Deutschland vergleichbar ist. Viele Ligen sind innerhalb der Hochschulen organisiert, deren Aushängeschild der Sport ist. Athleten genießen dort eine Sonderstellung.

Entsprechend lassen sich die Colleges ihren Nachwuchs auch einiges kosten. Insgesamt 36 Stipendien-Angebote hatte Engbroks erhalten, die in der deutschen Damen-Rangliste an 125 geführt wird — von Unis quer über den Kontinent verteil

Elf Trainer kamen sogar nach Deutschland geflogen, um sie spielen zu sehen — und alle wollten auch danach, dass sie sich für ihre Universität entscheidet. Letztlich entschied sich Zita nach erfolgreichem Sprach- und Wissenstest für die Hochschule in Oklahoma, wo sie für die nächsten vier Jahre Wirtschaftswissenschaften studiert und parallel dazu in der höchsten Liga des Landes spielt.

Das nächste sportliche Ziel allerdings sind die Deutschen Jugendmeisterschaften, die bis Sonntag in Essen ausgetragen werden. Dort gehört Zita in der Altersklasse U 18 schon jetzt zu den besten 32 Spielerinnen in Deutschland, die ab Mittwoch um die Plätze kämpfen.

Das Ziel der 18-Jährigen, die im Gegensatz zu einigen Kontrahentinnen als Amateurspielerin zu Turnieren reist, ist ein Platz unter den besten 16. Das hatte die Sportlerin, die noch bei den Eltern in Weeze wohnt, bereits im vergangenen Jahr geschafft. Vieles hängt auch vom Los ab — und mit etwas Glück geht's dann sogar weiter nach vorne.

(RP)
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