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Triathlon: Teilnehmerrekord beim ATV-Triathlon

Triathlon : Teilnehmerrekord beim ATV-Triathlon

Insgesamt 411 Athleten gingen beim 6. Volkstriathlon des Aldekerker TV an den Start. Bei hervorragenden äußeren Bedingungen meisterte Maximilian Saßerath (Bayer Uerdingen) die drei Teildisziplinen am schnellsten.

Nur noch wenige Sekunden, dann geht's los. Die Zuschauer zählen gemeinsam einen zehnsekündigen Countdown herunter, die Athleten machen sich bereit. Dann ertönt das Startsignal. Wie aufgescheuchte Hühner laufen die Triathleten los und stürmen ins kühle Nass des Eyller Sees.

 Suchende Augen: Jeder Triathlet hatte in der Wechselzone seine eigene Station mit Rad, Verpflegungsbeutel, Schuhen und Helm.
Suchende Augen: Jeder Triathlet hatte in der Wechselzone seine eigene Station mit Rad, Verpflegungsbeutel, Schuhen und Helm. Foto: Seybert, Gerhard (seyb)

Am Wochenende veranstaltete der Aldekerker TV die mittlerweile sechste Auflage seines Volkstriathlons. Und in diesem Jahr gingen so viele Teilnehmer an den Start wie nie zuvor. 267 Einzelstarter und 144 Athleten in insgesamt 48 Staffeln plagten sich über die drei Teildisziplinen 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen. Jede Staffel stellte jeweils einen Schwimmer, einen Radler und einen Läufer. "In diesem Jahr hatten wir echt Glück mit dem Termin, weil es nicht so viele parallel stattfindende Veranstaltungen gibt. Aufgrund des hohen Interesses mussten wir in diesem Jahr die Teilnehmerfelder schon früh schließen", erklärt Werner Wahl, der zusammen mit Olaf Müller und Stefan Loeker die Großveranstaltung als federführendes Team organisiert hatte. Aufgrund der großen Teilnehmerfelder musste der Start auch in mehreren Gruppen stattfinden, um ein größeres Gerangel zu vermeiden.

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Nach etwas mehr als fünf Minuten kamen die ersten Schwimmer schon wieder an Land – unter frenetischem Applaus der vielen Zuschauer, die den kleinen Strand am Eyller See zu einer Partymeile machten. Die Organisatoren hatten im Vorfeld kostenlose Rasseln verteilt, um die Geräuschkulisse auf eine völlig neue Ebene zu hieven. Doch viel Zeit, diese zu genießen, blieb den Sportlern nicht. Sofort ging es in Richtung Wechselzone, um sich für die Radstrecke vorzubereiten, soll heißen: Startnummer umschnallen, Schuhe anziehen, Helm aufsetzen und dann ab auf die Heronger Straße (L 140), die am frühen Mittag von der Polizei komplett gesperrt wurde, um den Triathleten die größtmögliche Sicherheit zu garantieren. Insgesamt zweimal musste die L 140 abgefahren werden. Auch dort wurden die Sportler lautstark unterstützt. Einige hatten sich sogar die Mühe gemacht, mit Kreide motivierende Sprüche auf den Asphalt zu schreiben, unter anderem "Go, Go, Go", oder "Du packst das!" Die besten Athleten meisterten die Strecke in rund 30 Minuten.

Doch der anstrengendste Teil stand den Triathleten noch bevor – die fünf Kilometer lange Laufstrecke. Die führte ebenfalls in zwei Runden um den Eyller See. Bei so manchem war die Anstrengung ins Gesicht geschrieben, doch an Aufgeben dachten die wenigsten, immerhin hatte sich der Großteil der Teilnehmer vorgenommen, ins Ziel zu kommen.

"Ich will nur durchkommen und meine Zeit aus dem Vorjahr verbessern", sagt Theo Rappers vor seinem Start. Der für den TV Goch Startende hatte sich schon vorher auf eigene Faust im Trainingslager auf Mallorca fit gemacht. Nach insgesamt 1:06:27 Stunden kam der Gocher als 105. ins Ziel und war somit auch zwei Minuten schneller als im Vorjahr – Ziel also geglückt. Gleiches galt auch für Kathrin Hollendung, die für den 1. Tri Club Paderborn an den Start gegangen war. Hollendung gewann die weibliche Hauptklasse mit etwa anderthalb Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierte Daniela Kösler aus Schleiden. "In den vorigen beiden Jahren war ich immer Zweite. Endlich habe ich es mal nach ganz vorne geschafft", erklärt Hollendung, die vor allem mit der Schwimmstrecke haderte. "Schwimmen liegt mir nicht so. Ich verliere immer schnell die Orientierung. Mit den äußeren Verhältnissen bin ich aber super zurechtgekommen."

Genauso gut lief es am Eyller See für Maximilian Saßerath, der den Volkstriathlon als bester Athlet absolvierte. Im Gesamtklassement wurde er vor seinen Mitstreitern Tom Havekes und Vorjahressieger Kolja Milobinski aus Witten geführt. Beste Staffel wurde das "Team Schnakenhaus" vor der Aldekerker Staffel "Team Trainer" und "Mit Vollgas zu Gold".

Die vereinsinterne ATV-Meisterschaft gewann Rainer Faulstich. "Damit habe ich nicht gerechnet. Ich bin wirklich zufrieden mit meiner Leistung", resümiert der Athlet, der den Abend mit seinen Vereinskollegen gemütlich ausklingen ließ.

(cad)