Lokalsport Teil zwei des Duells der besonderen Art

Straelen/Aldekerk · Handball-Landesliga Männer: Der SV Straelen hat noch eine Rechnung offen mit dem Konkurrenten aus Aldekerk. Beim Lokalderby (morgen, 19.30 Uhr) wollen die Grün-Gelben den ATV nicht nur ein wenig ärgern.

 Beim Hinspiel des Landesligaderbys in der Vogteihalle siegte der ATV deutlich gegen die Straelener Handballer.

Beim Hinspiel des Landesligaderbys in der Vogteihalle siegte der ATV deutlich gegen die Straelener Handballer.

Foto: seyb

Das Spitzenspiel der Landesliga steigt am morgen Abend in Straelen. In der Sporthalle am Schulzentrum empfängt der Tabellendritte aus der Blumenstadt die zweitplatzierte Reserve des TV Aldekerk. Für die geht es laut Harry Mohrhoff am 15. Spieltag bereits um alles.

"Wenn der ATV aufsteigen will, darf er sich keinen weiteren Ausrutscher leisten. Ansonsten dürfte Geistenbeck durch sein", schätzt der SVS-Coach die Lage an der Spitze ein. Und die Grün-Gelben? "Wir fühlen uns dort wo wir stehen wohl, haben nichts zu verlieren", sieht Mohrhoff dem Derby trotz aller Brisanz relativ entspannt entgegen. Dabei haben die Grün-Gelben noch etwas gutzumachen. In der Hinrunde setzte es einen sportlichen Tiefschlag vom Allerfeinsten. Nach 60 überaus einseitigen Minuten stand für sie eine auch in der Höhe verdiente 28:36-Niederlage zu Buche.

"Dieses Ergebnis müssen wir aus unseren Köpfen herausbekommen. Die Karten werden neu gemischt. Und: Der SVS steht nicht ohne Grund so weit oben", schiebt Aldekerks Trainer Nils Wallrath einen Teil der Favoritenbürde von sich. Es gelte, den Blumenstädtern aus einer kompakten Abwehr möglichst früh den Schneid abzukaufen. "Wenn es eng wird, hat Straelen in dieser Saison bereits mehrmals starke Nerven bewiesen. So weit sollten wir es gar nicht erst kommen lassen", sagt Wallrath.

Mohrhoff ist gewarnt und betont: "Betrachtet man die Qualität der Einzelspieler, ist uns Aldekerk auf nahezu jeder Position überlegen. Das müssen wir versuchen, mit mannschaftlicher Geschlossenheit und reichlich Kampf zu kompensieren." Straelens Trainer fordert von seiner Truppe somit mehr Gegenwehr, als es noch im Hinspiel der Fall war.

Die Niederlagen-Serie gegen Biesel, Geistenbeck und Mönchengladbach hätte zudem gezeigt, dass der ATV durchaus schlagbar sei. "Was spricht dagegen, dass wir Aldekerk mehr als nur ärgern können?", fragt Mohrhof. Vielleicht die Tatsache, dass die Grün-Weißen sich wieder gefangen haben. Neuss und Rheydt waren zuletzt nicht mehr als Spielbälle des ATV, der bei diesen Erfolgen allerdings auf Verstärkungen aus dem Oberliga-Kader zurückgreifen konnte. "Nicht die Misserfolge, sondern die lange Liste von angeschlagenen oder verletzten Spielern hat uns zu dieser Maßnahme greifen lassen", erklärt Nils Wallrath. Im Derby gegen den SV Straelen wird es, wenn überhaupt, jedoch nur Unterstützung aus der 3. Mannschaft geben.

(terh)
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