Handball: SVS-Männer bauen Tabellenführung aus

Handball: SVS-Männer bauen Tabellenführung aus

Handball-Regionalliga Frauen: TSV Bonn - SVS 36:15 (16:7) / Landesliga Männer: Germania Oppum - SVS 17:20 (8:10).

Das vergangene Wochenende nahm für die Straelener Handballer mit Blick auf deren erste Mannschaften den erwarteten Verlauf. Die Frauen des Klubs mussten sich in Bonn der Übermacht des Tabellenführers beugen und wurden mit 21 Toren Unterschied von der Platte gejagt. Dagegen konnten die Landesliga-Männer mit einem Arbeitsieg beim Tabellenschlusslicht Germania Oppum ihre Spitzenposition in der Liga sogar weiter ausbauen.

Regionalliga-Nordrhein der Frauen: TSV Bonn - SV Straelen 36:15 (16:7). Egal was sich die Blumenstädter vor der Partie vorgenommen hatten, um den Tabellenführer zu ärgern: Nach sieben Minuten hatten die Bonner den Plan bereits zunichte gemacht. Dabei gehörte die erste Führung des Spiels sogar dem SVS. Dem 1:0 durch Katrin Geelen folgten jedoch Gegentore im Minutentakt. Immer wieder zerschellten Straelener Offensivbemühungen am bombenfesten Abwehrbeton des TSV. Der ließ auf der anderen Seiten wenig bis nichts zu, traf nahezu nach Belieben und von jeder Position aus. Sechs Gegentore von sechs unterschiedlichen Spielerinnen später hieß es 6:1 für den Ligaprimus. Die Effizienz und die Konsequenz, mit der Bonn zu Werke ging, war brutal. Brutal gut. Zu gut für die körperlich und technisch deutlich unterlegenen Grün-Gelben. "Die Mädels haben gekämpft. Doch das allein reicht nicht, um gegen eine Mannschaft diesen Kalibers mithalten zu können", sagt SVS-Coach Thomas Floeth.

Und so nahm das Schicksal seinen Lauf. Obwohl SVS-Torfrau Melanie Schumann den einen oder anderen Bonner Wurf entschärfen konnte, wuchs der Rückstand bis zur Halbzeit über 2:10 bis auf 7:16 an. Und auch nach dem Wiederanpfiff ließ der TSV fast nichts anbrennen, behielt den Fuß auf dem Gas und zog dementsprechend schnell auf 23:9 davon (37. Minute). "Wir waren in allen Belangen und auf allen Positionen unterlegen. Bonn ist derzeit das Nonplusultra der Liga. Diese Niederlage ist als Streichresultat zu betrachten", versucht SVS-Trainer Floeth die 15:36-Klatsche zu relativieren. Sein Blick geht nach vorne. Nächster Heimgegner der Straelenerinnen ist Schlusslicht Walsum-Aldenrade. Das ist ein Spiel, das Grün-Gelb fast schon gewinnen muss, wenn es was werden soll mit dem Klassenerhalt.

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Handball-Landesliga Männer: Germania Oppum - SV Straelen 17:20 (8:10). Es war das von SVS-Coach Dieter Pietralla befürchtete zähe Ringen, das sich seine Mannschaft mit dem Ligaschlusslicht in Oppum leistete. Vom Anpfiff an taten sich die Blumenstädter, immerhin als Tabellenführer nach Krefeld gereist, mit einem erwartet galligen Gegner ungemein schwer. Vor allem in der Offensive lief es ganz und gar nicht nach den Vorstellungen des Straelener Trainers. Anstatt den Ball laufen zu lassen, wurde sich in zahllosen Zweikämpfen aufgerieben oder der Ball aus wenig aussichtsreicher Position aufs Tor gepfeffert. Und als dann noch der erste Strafwurf vergeben wurde, übernahm tatsächlich die in dieser Spielzeit so erfolglose Germania das Kommando. Nach einer Viertelstunde hatte sich der Gastgeber mit seinen begrenzten Mitteln eine 6:3-Führung erarbeitet. Pietralla sah sich dazu genötigt, eine Auszeit zu nehmen. Und die fruchtete. Zumindest ein bisschen. Zumindest in der Abwehr zeigten die Grün-Gelben ein deutlich größeres Engagement. Das reichte, um in der 22. Minute den Ausgleich zu erzielen (7:7) und schließlich mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine zu gehen.

Der Start in Halbzeit zwei verlief für den SVS erneut ziemlich zäh. Das Runde fand einfach viel zu selten den Weg ins Eckige, um die Nerven des Straelener Trainers zu beruhigen. So gelang es Oppum, zum 12:12 auszugleichen. Zur erneuten Wende sollte es jedoch nicht reichen, weil es den Blumenstädtern ein weiteres Mal gelang, Beton anzurühren. Zwischen der 43. und der 57. Minute musste SVS-Keeper Martin Pieper nur zweimal hinter sich greifen. Dabei parierte er unter anderem zwei Siebenmeter. Mit Straelens Treffer zum 19:14 durch Marco Verbeek war die Partie endgültig entschieden. In den Schlussminuten gelang nur noch ein bisschen Ergebniskosmetik zum Endstand von 20:17.

Durch diesen Erfolg aus der Kategorie "Arbeitssieg" konnten die Grün-Gelben ihre Tabellenführung nicht nur verteidigen, sondern sogar ausbauen, da der unmittelbare Verfolger aus Biesel sein Spiel in Kempen etwas überraschend mit 25:26 verlor.

(terh)