Handball: SVS-Frauen vor weiterem Abstiegsduell

Handball : SVS-Frauen vor weiterem Abstiegsduell

Auf die ersten Mannschaften des SV Straelen warten am heutigen Samstag Auswärtsaufgaben. Die Regionalliga-Frauen gastieren bei der SG Überruhr in Essen. Die Landesliga-Handballer spielen beim TV Oppum II in Krefeld.

Nachdem die Aushängeschilder des Straelener Handballs am vergangenen Wochenende mit zwei Niederlagen den Kampf um Tore und Punkte wieder aufgenommen hatten, werden sie diesmal versuchen, erfolgreicher zu sein. Auf die Regionalliga-Frauen wartet ein weiteres so genanntes Vier-Punkte-Spiel gegen einen unmittelbaren Konkurrenten im Abstiegskampf. Dazu geht es in den Essener Süden zur SG Überruhr. Auch die Landesliga-Männer der Grün-Gelben müssen auswärts ran. Bei der Reserve des Oppumer Turnvereins müssen sie versuchen, die Scharte vom vergangenen Wochenende auszuwetzen.

Foto: van Offern Markus

Regionalliga-Nordrhein Frauen: SG Überruhr - SV Straelen (heute, 16 Uhr, Sporthalle am Dellmannsweg). Die Ausgangslage. Seit sieben Spieltagen warten die Handballerinnen der SG Überruhr auf einen Sieg - der letzte datiert vom 30. September. Lang, lang ist's her. Und geht es nach den Blumenstädtern, kann diese Negativserie gerne noch eine Woche länger andauern, denn: Am Samstag geht die Reise für den SVS nach Essen. Ein Sieg ist hier zum Abschluss der Hinrunde Pflicht, um in Sachen Klassenerhalt nicht einen weiteren heftigen Rückschlag zu erleiden.

Überragende Spielerin bei der SG ist Jule Marie Kuerten, die in der Offensive sämtliche Fäden in der Hand hält und sowohl als Vorbereiterin, aber vor allem als Torschützin in Szene tritt. Unterstützt wird sie zu allererst durch Katrin Bruns. Zusammen hat das dynamische Duo 113 der 239 Treffer Überruhrs erzielt. Bekommen die Blumenstädter beide in den Griff, sind sie einen großen Schritt weiter.

Entscheidend dürfte jedoch sein, ob und inwieweit es den Grün-Gelben gelingt, ihre Fehlerquote auf ein erträgliches Maß herunterzufahren. Spiel für Spiel gefühlte zehn Gegentore durch Gegenstöße nach Ballverlusten zu kassieren, kann nicht im Sinne von SVS-Coach Thomas Hoffmann sein. "Dadurch schlagen wir uns immer wieder selbst", hat er bereits vor Wochen festgestellt.

Doch geändert hat sich seitdem nichts. Pässe zu dicht vor der gegnerischen Abwehr und zahlreiche riskante Anspiele an den Kreis sind oftmals viel zu leichte Beute für den Gegner und sorgen dafür, dass Straelen im Schnitt 31,5 Gegentore pro Partie kassiert. Einsame Ligaspitze. Eine Hypothek, die so schwer wiegt, dass die Blumenstädter bisher gerade einmal vier Punkte sammeln konnten. Da muss einfach mehr kommen, wenn man den Abstieg vermeiden will.

Landesliga Männer: TV Oppum II - SV Straelen (heute, 18 Uhr, Sporthalle an der Scharfstraße). "Ich würde schon ganz gerne noch ein wenig länger im Club der Großen mitspielen", sagt SVS-Coach Dieter Pietralla vor dem Aufeinandertreffen mit der Reserve des TV Oppum. Straelens Trainer hat Blut geleckt, nach zwei durchwachsenen Spielzeiten Geschmack an regelmäßigen Siegen gefunden. Da es in Meisterschaft und Pokal zuletzt drei mehr oder weniger vermeidbare Niederlagen gab, verlangt Pietralla heute Abend nicht weniger als zwei Punkte.

Die Grün-Gelben erwartet beim Dauer-Aufsteiger jedoch ein hartes Stück Arbeit. Es ist gerade einmal drei Jahre her, da ging die Oppumer Nachwuchstruppe noch in der Kreisliga A auf Torejagd. Verstärkt mit ein, zwei erfahrenen Kräften wie Joachim Rinsch spielt das Team um Spielertrainer Falk Schwarz auch in der Landesliga eine ausgesprochen gute Rolle. Mit 13:11-Punkten rangieren die Oppumer drei Zähler hinter den Blumenstädtern, entpuppten sich auch für die Top-Teams der Liga als harte Nuss. Hauptgrund dafür: ein auch in der breite auf jeder Position gut besetzter Kader, der in Abwehr und Angriff seine Qualitäten hat.

Die Straelener Handballer werden sich strecken müssen, wenn der neunte Saisonsieg eingefahren werden soll - vor allem in der Offensive. Trainer Pietralla setzt darauf, dass sein Team zu dem schnörkel- und kompromisslosen Spiel zurückfindet, das die Grün-Gelben über viele Wochen so stark gemacht hat. Von Hüls hat man sich den Schneid abkaufen lassen. Das soll gegen Oppum nicht passieren.

(terh)
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