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Svenja Rottwinkel hat Wechsel zum TV Aldekerk nie bereut

RP-Serie : Svenja Rottwinkel hat den Wechsel zum TV Aldekerk nie bereut

Die Rückraumspielerin hat nicht nur als Mannschaftsführerin eine wichtige Aufgabe beim Handball-Drittligisten. „Den Zusammenhalt auf und neben dem Feld, den es beim ATV gibt, findet man in anderen Vereinen nur selten“, sagt sie.

Das Angebot, zur Saison 2015/16 vom Oberligisten TV Lobberich zum TV Aldekerk zu wechseln, der zu diesem Zeitpunkt in der gleichen Liga spielte, konnte Svenja Rottwinkel nicht ausschlagen. Die Aussicht, sich in einem schon fast professionell geführten Verein als Handballerin weiterzuentwickeln und die Perspektive, in die Dritte Liga aufsteigen zu können, harmonierte ideal mit ihrem unbändigen Ehrgeiz. In ihrem ersten Jahr im grün-weißen Trikot schaffte sie mit der Mannschaft dann auch den Sprung in die dritthöchste Klasse.

Der Vereinswechsel war eine Entscheidung, die sie bis heute keine Sekunde lang bereut hat. „Hier in Aldekerk ist es mehr, als nur in einer Mannschaft zu spielen. Den Zusammenhalt auf und neben dem Feld, den es beim ATV gibt, findet man in anderen Vereinen nur sehr selten“, sagt Rottwinkel.

Die Position im rechten Rückraum teilt sie sich mit Birga van Neerven. Ihre Devise ist: „Aufgeben ist das letzte, was mir in den Sinn kommt.“ Das lebt sie Spiel für Spiel auf dem Parkett. „Svenja ist ein dynamischer Typ, eine echte Kämpferin und Wühlerin, die uns immer wieder aufbaut und antreibt“, sagt ihre Mitspielerin Insa Weisz, mit der sie eine Fahrgemeinschaft von Hins­beck zur Vogteilhalle bildet.

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Rottwinkel studiert in Köln Sport auf Lehramt und gewann mit der Hochschulmannschaft 2017 die Handball-Europameisterschaft für Studenten in Malaga. Sie geht fest davon aus, in zwei Jahren ins Referendariat gehen zu können. Handball bezeichnet sie als Ausgleich zu ihrem Studium. Aus ihrer Überzeugung heraus, junge Menschen für den Handballsport zu begeistern, hat sie das Training der weiblichen D-I-Jugend im Verein übernommen.

Als Mannschaftsführerin beendete die Sportstudentin mit ihrem Team die abgesprochene Spielzeit an der Tabellenspitze der Dritten Liga und wurde dafür als Westdeutscher Meister ausgezeichnet. Für die neue Saison äußert sie sich gewohnt kämpferisch und gibt als Ziel aus, die Leistung bestätigen und oben mitspielen zu wollen.

Als ihre Schwäche sieht sie, dass sie sich im Angriff zu wenig zutraut und sich zu oft in Eins-gegen-Eins-Situationen verstrickt, anstatt einfach mal mit einem beherzten Torwurf abzuschließen. Innerhalb der Mannschaft hat sie noch eine verantwortungsvolle Aufgabe. Sie plant die jährliche Mallorca-Tour.