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Lokalsport: SV Walbeck trifft im halben Dutzend

Lokalsport : SV Walbeck trifft im halben Dutzend

Fußball-Bezirksliga, Gruppe 5: Die Elf vom Bergsteg macht mit einem 6:1 gegen Viktoria Goch einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt. Der FC Aldekerk sendet mit einem 2:0-Derbysieg ein Lebenszeichen im Abstiegskampf.

Auch nach dem gestrigen Spieltag sind im Abstiegskampf noch viele Fragen offen - Klarheit sieht völlig anders. Vielmehr ist die untere Tabellenhälfte noch enger zusammengerückt. Für Hochspannung ist somit auch in den restlichen Spielen gesorgt. Insgesamt neun Vereine sind noch in den Abstiegskampf involviert. Lediglich der SV Sevelen, der gegen den GSV Moers eine deutliche 2:7-Schlappe einstecken musste, wird bei nun neun Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz die Klasse nicht mehr halten können und als Absteiger feststehen. Etwas mehr Klarheit hingegen gibt es beim Relegationsplatz um den Aufstieg. Da der GSV Geldern in Aldekerk verlor und der TSV Wachtendonk-Wankum sich im direkten Vergleich gegen die SGE Bedburg-Hau mit einem 2:2-Remis trennte, hat nun der GSV Moers die besten Optionen und wird das Rennen wahrscheinlich machen.

FC Aldekerk - GSV Geldern 2:0 (2:0). Der Aldekerker Derbysieg ist ein wichtiges Lebenszeichen, auch wenn der FC nach wie vor neben Schlusslicht Sevelen die schlechteste Ausgangsposition im Keller hat. Aber in diesem Spiel war der unbedingte Siegeswille da. Und die Heimelf stellte früh die Weichen zum Erfolg. Mit zwei recht frühen Toren von Niklas Hegmans (17./28.), der beide Male von Oliver Martens in Position gebracht wurde, legten die Aldekerker vor. Zwar hatten auch die Gelderner zwei gute Chancen, die aber nichts einbrachten. Nach dem Wechsel verlegten sich die Platzherren aufs Kontern, standen gut und ließen nur wenig zu. Kaum noch Torgefahr der Gelderner gegen eine Aldekerker Elf, die ihre Konter nicht gut zu Ende spielte, am Ende aber die 2:0-Führung festhielt. "Wir konnten uns spielerisch nicht durchsetzen und haben gegen die cleveren Aldekerker verloren", gestand GSV-Coach Timo Pastoors ein. "Es war ein verdienter Sieg. Aber auch nur ein erster Schritt in die richtige Richtung", meinte Aldekerks Trainer Marc Kersjes.

1. FC Kleve II - DJK Twisteden 4:1 (2:0). Nach drei Siegen in Folge fand die kleine Erfolgsserie der Twistedener in Kleve ein jähes Ende. Damit ist die Mannschaft nun wieder mittendrin im Abstiegskampf. "Wir waren weit weg von dem, was wir in den letzten Spielen gezeigt haben", meinte dazu Trainer Andreas Holla. Nach der frühen Klever Führung (13.) legte die Heimelf mit zwei weiteren Treffern kurz vor und nach der Pause den Grundstein zum Erfolg, erhöhte nach 64 Minuten auf 4:0. Chris van Treek schoss in der 81. Minute den Ehrentreffer. "Uns hat der Biss gefehlt, wir waren schwach in der Defensive, folglich war der Klever Sieg verdient", so Holla weiter.

SV Sevelen - GSV Moers 2:7 (0:4). Ganz früh zeichnete sich in diesem Spiel eine Entscheidung ab. Nur vier Minuten waren gespielt, da führte der Gast bereits mit zwei Toren, legte kurz darauf nach (13.) und machte mit dem vierten Tor zur Pause schon alles klar. "Die Moerser haben uns förmlich überrannt und waren uns in allen Belangen überlegen", musste Trainer Gunnar Gierschner eingestehen, "wir waren aber auch weit von der Leistung der letzten Spiele entfernt." Erst als der Tabellenzweite nach der Pause das halbe Dutzend voll machte (50./53.), sorgte Philipp Langer in der Schlussphase mit seinen beiden Toren für etwas Ergebniskosmetik.

VfL Tönisberg - Sportfreunde Broekhuysen 1:2 (1:2). Die Erleichterung nach dem knappen Sieg in Tönisberg war Broekhuysens Trainer Sebastian Clarke anzumerken: "Kurz bevor es bei uns immer ganz kritisch wird, hat die Mannschaft die richtige Einstellung auf den Platz gebracht und auch heute über 90 Minuten eine geschlossene Leistung gezeigt." Eine kritische Phase gab es in diesem Spiel aber zu überstehen, in dem man zunächst stark begann und durch Richard Heghmans (8.) und Sebastian Clarke (17.) vorne lag. Tönisberg gelang vor der Pause der Anschlusstreffer und hatte dann Pech bei einem Pfostenschuss. Es entwickelte sich ein offenes Spiel, die Sportfreunde ließen nicht mehr viel zu und brachten den Sieg ungefährdet über die Runden.

SV Walbeck - Viktoria Goch 6:1 (2:1). Ein halbes Dutzend Tore für den SV Walbeck, wann hat es das zuletzt gegeben? Dass es so torreich wurde, danach sah es zunächst in einem verteilten Spiel nicht aus. Es ging mehr Torgefahr von der Heimelf aus, Philip Pertz erzielte nach 20 Minuten die Führung. Dann zog Phillip Pasch (20.) aus 18 Metern trocken ab und der Ball war im Netz. Vor der Pause wirkte Walbeck leicht verunsichert, fing sich noch den Anschlusstreffer ein. Nach dem Wechsel machte Goch Druck, war aber wenig gefährlich. Nach einem Elfmetertor zum 3:1 durch Marcel Giesen (65.) legte dieser kurz darauf zum 4:1 nach. Nun spielte Walbeck fast nach Belieben, bedingt auch durch die Einwechslung des spielfreudigen Stefan Gorthmanns, Geburtskind Pertz erhöhte auf 5:1. Den Schlusspunkt setzte A-Jugendspieler Luca Rending, der bei seinem ersten Senioreneinsatz mit dem ersten Ballkontakt das halbe Dutzend voll machte. "Ein Lob an meine Truppe, die bis zum Ende Spielfreude gezeigt hat", freute sich Trainer Jens Jütten.

TSV Wachtendonk-Wankum - SV Budberg 2:2 (1:1). Im Verfolgerduell um den Relegationsplatz zum Aufstieg trennten sich beide Teams friedlich-schiedlich mit einem Remis. Erfreuen dürfte es lediglich den GSV Moers, weniger Günter Abel, Trainer des TSV: "Wir haben bei den Gegentoren nicht gut ausgesehen und hätten mehr aus unseren Möglichkeiten machen müssen." Der Gastgeber führte in der 43. Minute durch ein Tor von Justin Klein. Eine weitere Chance gleich im Anschluss wurde vertan, im Gegenzug glich Bedburg-Hau aus. Nur zwei Minuten nach dem Wechsel ein Eckball für die Wachtendonker, woraus sich ein Konter für die Gäste entwickelte, die diesen zum Führungstreffer nutzten. So dauerte es dann bis acht Minuten vor Schluss, ehe ein abgefälschter Torschuss von Christian Schmitz zum Ausgleich führte.

(ksch)