Fußball : SV Walbeck hat das bessere Ende für sich

Fußball-Bezirksliga: Gastgeber entscheidet das Derby gegen den TSV Wachtendonk-Wankum mit 2:1 für sich. Der FC Aldekerk setzt seinen Höhenflug fort, während sich für den Kevelaerer SV die Lage im Abstiegskampf zuspitzt.

Da muss man schon zweimal auf die Tabelle schauen, um es zu realisieren. Der FC Aldekerk auf dem fünften Tabellenplatz ! Damit dürften selbst die größten Optimisten in Reihen der Blau-Weißen vor Jahresfrist nicht gerechnet haben. Doch die Mannschaft hat ganz einfach einen tollen Lauf, den sie am Sonntag mit einem 1:0 gegen den SV Vrasselt bestätigte.. Damit hat sich der FCA eine glänzende Ausgangsposition für die kommenden Spiele verschafft und ist fast schon aller Sorgen ledig. Das Derby der Sportfreunde Broekhuysen gegen die DJK Twismusste wegen Unbespielbarkeit des Platzes auf der Sportanlage „Op den Bökel“ abgesagt werden. Da zeigte sich das Aschegeläuf am Walbecker Bergsteg in wesentlich besserem Zustand, so dass das zweite Derby gegen TSV Wachtendonk-Wankum ausgetragen werden konnte. Mit dem Glück des Tüchtigen hatte der Gastgeber mit 2:1 die Nase vorn. Für den Kevelaerer SV, der mit leeren Händen aus Lowick zurückkehrte, spitzt sich die Lage im Abstiegskampf zu.

SV Walbeck – TSV Wachtendonk-Wankum 2:1 (0:0). Ein Blick in die Walbecker Stadionzeitung „Bergsteg-Kurier“ offenbarte die ganze Misere in der Walbecker Offensive. Fünf Stürmer sind dort in der Mannschaftsvorstellung aufgelistet, auf dem Platz stand indes zunächst keiner der Abgebildeten. Da hatten die Wachtendonker mit Cristian Voicu und Michael Funken doch schon ganz andere „Kaliber“ in ihren Reihen, und die beschäftigten die Walbecker Abwehr vor allem im ersten Durchgang ein ums andere Mal. Da platzierte Funken nach einer Viertelstunde nach einem Freistoß einen Kopfball aufs Tor. Walbecks Schlussmann Manuel Prangs musste sein ganzes Können aufbieten, um den Ball noch zur Ecke zu lenken. Zehn Minuten später wieder Glück für die Heimelf, als der Stürmer freistehend aus kurzer Distanz übers Tor schoss. Die ersten 45 Minuten gingen klar an die Gäste, die kaum was vor ihrem Tor zuließen, nur einmal kam Marcel Giesen (38.) frei zum Schuss, der Ball ging aber übers Tor.

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Eine Minute war nach der Pause gespielt, als Michael Funken in seinem dritten Anlauf erfolgreich war, als er aus halblinker Position unhaltbar abzog. Eine zu diesem Zeitpunkt klar verdiente Führung, die die Gäste eigentlich hätten ausbauen müssen, um auch zahlenmäßig für klare Verhältnisse zu sorgen. Doch es sollte ganz anders kommen. In der 67. Minute war nach einem Walbecker Freistoß bei einem Kopfballduell eine Wachtendonker Hand im Spiel. Es gab Elfmeter für die Hausherren, den Philipp Elspaß sicher verwandelte. Der unerwartete Ausgleich war wie ein Wirkungstreffer, mit Holger Jansen (69.) kam dann auch der erste etatmäßige Walbecker Stürmer aufs Feld. Der Gastgeber witterte Morgenluft, wurde mutiger und letztlich belohnt. A-Jugendspieler Maurice Koppers setzte sich zehn Minuten vor Spielende im Strafraum durch, passte zu Rene Verbeek, der freie Schussbahn zum umjubelten 2:1 hatte. Walbecks Trainer Jens Jütten war zufrieden: „Wir sind kurz nach der Pause gegen eine technische starke Mannschaft in Rückstand geraten und haben das Spiel noch gedreht. Kompliment an meine Mannschaft.“ TSV-Coach Marcel Blaschkowitz, der seinen Einstand auf der Wachtendonker Bank feierte, haderte mit der Chancenverwertung seines Teams: „Bis zum Ausgleich waren wir besser und hätten klarer führen müssen.“

FC Aldekerk – SV Vrasselt 1:0 (0:0). Der FC schwimmt weiter auf der Erfolgswelle. In einer ausgeglichenen ersten Hälfte hatte die Heimelf aber zunächst Glück in einer Druckphase, als die Gäste nur den Pfosten trafen und bei einigen Standards gefährlich vor das Aldekerker Tor kamen. Aber auch der FC hatte seine Möglichkeiten. Pech hatte Oliver Martens mit einem Pfostenschuss, Bilal Omeirat scheiterte aus kurzer Distanz. Zwei Minuten nach der Pause dann aber der Siegtreffer, als sich Martens nach einer Kopfballvorlage von Felix Foehde im Strafraum durchsetzte und das Tor des Tages markierte. Danach hatten die Platzherren den zweiten Durchgang besser im Griff, ließen bis auf einige Distanzschüsse der Vrasselter nur wenig zu. Die freien Räume nutzten die Gastgeber allerdings nicht gut genug, um die Vorentscheidung zu erzwingen. „Aufgrund der zweiten Hälfte geht der Sieg in Ordnung. Wir hätten die Begegnung aber nicht so lange offen halten müssen“, meinte Aldekerks Spielertrainer Marc Kersjes.

DJK Lowick – Kevelaerer SV 2:0 (1:0). Die Konkurrenz im Abstiegskampf hat gepunktet, für den KSV wird es immer enger. Doch wie ein Absteiger spielten die Kevelaerer beileibe nicht, konnten vielmehr die Partie beim Tabellendritten im ersten Durchgang offen gestalten. Eine fragwürdige Elfmeterentscheidung in der 45. Minute nutzten die Gastgeber aber zur Pausenführung. Trotzdem kamen die Kevelaerer gut in die zweite Hälfte, mussten aber bereits in der 56. Minute nach einem Eckball den zweiten Gegentreffer hinnehmen. Nach einem Foulspiel im Lowicker Strafraum blieb der Pfiff des Unparteiischen diesmal aus. „Wenn wir da noch auf 2:1 rangekommen wären, hätten wir sicher noch Chancen gehabt, einen Punkt mitzunehmen“, meinte KSV-Coach Ferhat Ökce. So fehlte den Kevelaerern aber am Ende die nötige Durchschlagskraft, um den Gastgeber noch einmal in Bedrängnis bringen zu können.