Frauenfußball : SV Walbeck feiert zweiten Auswärtssieg

Frauenfußball-Niederrheinliga: SV Mülheim-Heißen – SV Walbeck 1:2 (1:0). Für die Leistungssteigerung der vergangenen Wochen belohnte sich die Walbecker Niederrheinliga-Mannschaft in Heißen mit einem überraschenden Auswärtssieg.

Danach sah es aber in der ersten Halbzeit so gar nicht aus, da das Team das zuletzt gezeigte Niveau zunächst nicht auf den Platz brachte.

Die Walbeckerinnen fanden in den ersten 45 Minuten keine Bindung zum Spiel. So war dann auch der Führungstreffer für die favorisierten Gastgeberinnen in der 25. Minute die logische Konsequenz.

Dennoch hatten auch die Gäste ihre Möglichkeiten. Denn wenn es einmal schnell nach vorne ging, zeigte sich die gegnerische Abwehr anfällig. So wurde ein knappes Abseitstor von Marie Aengenvoort nicht gegeben, Hannah Sturme scheiterte einmal alleine vor der Gästetorhüterin und hatte dann Pech bei einem Pfostenschuss.

Trainer Rolf Sturme sah sich zur Pause veranlasst, einige Umstellungen vorzunehmen. Diese sollten sich in den zweiten 45 Minuten positiv auswirken. Denn plötzlich lief es richtig rund bei den Spargeldörflerinnen. So ließ denn auch der Ausgleichstreffer nicht lange auf sich warten. In der 64. Minute schob Sabine Kawaters eine Flanke von Hannah Sturme zum 1:1 in die Maschen. Fünf Minuten später hatte dann Hannah Sturme das Glück der Tüchtigen, konnte diesmal bei einem Vorstoß den zweiten Ball zur Führung im Heißener Tor unterbringen. Entschieden war die Partie damit aber noch nicht, zumal die Gastgeberinnen, von denen im zweiten Durchgang sonst wenig zu sehen war, in der Schlussminute noch eine große Ausgleichschance hatten. „Ein Lob an die Mannschaft, die sich nach der Pause reingehängt und das Spiel gedreht hat“, meinte Rolf Sturme.

SV Walbeck: Koblenz – Patyk, Hegger (46. Schmidt), Sturme, Grusa Aengenvoort, Wellmans, Peschges, Juntermanns (90. Dellen), Kawaters, Drewes.

Landesliga: FSC Mönchengladbach – Viktoria Winnekendonk 0:6 (0:2). Saisontreffer Nummer 100 hat sich Meister Winnekendonk dann doch noch für das nächste Heimspiel aufgehoben. Ob es sich vielleicht um eine stille „Stallorder“ von Trainer Uli Berns gehandelt hat, ist nicht bekannt. Der Winnekendonker Übungsleiter war aber auch so zufrieden mit dem halben Dutzend Tore, die seine Mannschaft in Mönchengladbach geschossen hat. Der Führungstreffer war gleich mal ein Geschenk der Gastgeberinnen, als eine Gladbacher Spielerin nach einem Eckball ins eigene Tor köpfte. Als dann nur vier Minuten später Selina Berns auf 2:0 erhöhte, waren die Weichen früh in Richtung Auswärtssieg gestellt. Bis zur Pause allerdings hielt die Gladbacher Abwehr dem Viktoria-Sturm stand. Die Heimelf, die den Klassenerhalt noch nicht in der Tasche hat, zeigte sich bissig, vor dem Gästetor war allerdings meist Endstation. Nach einer Stunde Spielzeit erhöhte Selina Berns auf 3:0, ihre Schwester Samira war fünf Minuten später beim 4:0 zur Stelle. Dann hatte Vivian Tepaß mit einem Doppelschlag (81./83.) ihren Auftritt, erhöhte mit einem Traumtor auf 5:0 und machte kurz darauf das halbe Dutzend voll. „Es war ein guter Auftritt meiner Mannschaft und ein verdienter Sieg“, meinte Berns, der sich jetzt im Heimspiel gegen Schlusslicht SV Haldern auf die „100“ freut.

Viktoria Winnekendonk: Waerder – Böhm, Kanders, Tepaß, Selina Berns (61. Stein), Jansen (30. Schmidt), Rankers, Samira Berns (71. Minhorst), Heilen, Cuppock, Claus.

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